Warum (musste) damals die Bundeswehr gegründet werden?

3 Antworten

Letztlich war das die Idee von Konrad Adenauer und war damals in der Bevölkerung enorm umstritten.

Adenauer wollte die sogenannte Westbindung, also eine feste Anbindung an die USA und die NATO. Er versprach sich dadurch Schutz vor der "kommunistischen Bedrohung aus dem Osten". Um vollwertiges Mitgleid der Nato zu werden, musste die Wiederbewaffnung kommen und die Amis wurden dabei ihren ganzen Militärschrott los.  Es war sogar eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr im Gespärch.

Aus diesem Grund lehnte Adenauer auch eine Neutralität ab, für die es damals sicherlich eine Mehrheit in der Bevölkerung gegeben hätte.

War es denn tatsächlich so wahrscheinlich, dass die UdSSR und der Westen ihre Konflikte während des Kalten Krieges sogar auch auf deutschen Boden ausgetragen hätten? Also ich hab das oft gehört und das mag auch der Grund sein, aber ich kann mir das nicht vorstellen und hätten dann nicht auch sowieso GB und Frankreich eingegriffen? Also war das tatsächlich etwas , was wirklich hätte passieren können?

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@foersterlena

Das sind genau die Fragen, die auch in der damaligen Diskussion eine Rolle spielten. Man wusste es damals nicht genau und auch heute noch kann man darüber diskutieren. Das ist halt im Prinzip unmöglich, auszurechnen, was passiert wäre wenn....

Kann mich aber gut erinnern, dass mein Vater damals wohl gegen die Wiederbewaffnung und für ein vereintes und neutrales Deutschland war. Er wird seine Gründe gehabt haben.

Letztlich ist zumindest der Westen mit der Westanbindung besser gefahren als der Osten mit der Ostanbindung. Wie das im Falle einer Neutralität ausgesehen hätte, ist Spekulation. Dass Deutschland aber evtl. zum Zankapfel ziwschen den beiden Supermächten hätte werden können, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Das Schicksal hat uns nun mal ein Land gegeben, das schon von jeher eine besondere strategische Bedeutung bei der Beherrschung Europas hatte, weil es mittendrin liegt.

Und ohne amerikanische Starthilfe wäre es sicherlich auch nicht so schnell aufwärts gegangen.

Eine Rolle spielte auf der emotionalen Ebene sicherlich auch ein ausgeprägter Russenhass in weiten Teilen der Bevölkerung. Da ist es wie beim Ausländerhass: dort, wo keine Russen hinkamen, war hinterher die Russenfurcht am größten.


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ich wusste nicht das die soldaten mit pike und schwert der bundeswehr angehörten.

also eine verteidigung zum schutz des eigenen Territoriums gab es schon immer, egal ob klein oder groß.

ob es jetzt wehrmacht oder bundeswehr heisst ist dabei zweitrangig.

bestehendes wird nur weiter entwickelt und umbenannt

warum sollte jemand das aufrüsten befehlen, ich glaube du überschätzt die USA und ihre Befugnisse.

die grösse der verteidigung wird nur durch die faktoren, verhältnismäßigkeit zur politischen lage, unterhalte kosten und evt sanktionen begrenzt.

befehlen kann keiner ein aufrüsten.

Ja evtl war "befehlen" ungünstig gewählt. Aber die USA und Sowjetunion haben doch während des Kaltenkrieges sich ständig an einander gemessen. und in Stellvertreterkriegen ihre Konflikte ausgetragen. und die usa hatte doch auch ihre Besatzungszone in der BDR und somit schon einen gewissen Einfluss dort. oder verstehe ich da was falsch?

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Die Gründung erfolgte auf Grund der Bedrohungslage durch den Kommunismus.

Hätte denn aber tatsächlich die UdSSR versucht die BRD anzugreifen? Also es herrschte zwar der kalte krieg, aber hätte es evtl tatsächlich dazu geführt, dass sich dieser Konflikt in Deutschland ausgetragen hätte?

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@foersterlena

Die Bundesrepublik wäre das Einfallstor nach Westeuropa gewesen und durch die Verteidigungsstrategie der NATO wäre Deutschland (sowohl BRD als auch DDR) zum Hauptschauplatz der Auseinandersetzuung zwischen Ost und West geworden.

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Kommunismus gab es nie....

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@EastSaid

Aber genug Wahnsinnige, die ihn einführen wollten/wollen.

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