Warum muss man in so typische Geschlechterrollen gedrängt werden?

25 Antworten

Das Infragestellen der Gesschlechterrollen ist glücklicherweise mehr und mehr in unserer Gesellschaft präsent. 

Aber genauso gibt es Menschen, die verstärkt gegen diese Änderungen kämpfen. Für diese Menschen sind die Geschlechterrollen zu ihrer Identität geworden. Ein Infragestellen der Geschlechterrollen bedeutet einen Angriff auf ihre Identität.

Geschlechterrollen waren schon immer stets im Wandel. Gerne haben sich Frauen das angeeignet, was typisch männlich war. Nehmen wir mal als Beispiel Absatzschuhe. Wenn man sich zum Beispiel Gemälde von Louis XIV ansieht, sieht man, dass er Absatzschuhe trug.

Auch das typische Mädchen-rosa... Rose war mal eine Jungenfarbe und blau war für Mädchen gedacht. Das ist nicht einmal so lange her.

https://www.sueddeutsche.de/leben/sz-kinderzeitung-geschlechterklischees-typisch-maedchen-typisch-junge-1.1104307-2

Das typisch Mann - typisch Frau, was heute so manche Person in ihrer Unwissenheit als naturgegeben verklärt, ist nicht so naturgegeben. Wir machen es dazu.

Wir brauchen in diesen Punkten einfach mehr Aufklärung. Vieles geschieht einfach auch aus Unwissen. 

Frauen haben mit den beiden Weltkriegen angefangen zu begreifen, dass die Geschlechterklischees nur eines sind, nämlich Klischees. Es kam zu etwas, was wir heute als Emanzipation bezeichnen.

Doch die Männer wurden hierbei vergessen. Es wurde vergessen zu hinterfragen, ob Männer mit ihrer Männerrolle auch immer glücklicher sind. Ob sie nicht einfach mal gerne rosa tragen wollen oder bauchfrei oder ob sie mal gerne shoppen gehen und sich hübsch machen wollen oder ob sie auch mal diejenigen sein wollen, die sich um die Kinder kümmert.

Und zwar komplett unabhängig von der Sexualität.

Unterschätzt wird auch gerne die Vorreiterposition.

Im Grunde haben wir alle irgendwo Vorbilder. Idole, die wir bewundern. Menschen, die wir für irgendwas bewundern, deren Aussagen wir immer wieder gerne zitieren. 

Manche finden irgendwelche Schauspieler toll, andere zitieren gerne Albert Einstein und und....

Wir müssen sehen, dass das auch eben möglich ist, um zu realisieren, dass man auch selbst das so machen kann.

Dann gibt es einfach die Menschen, die einfach glotzen müssen, weil sie so etwas noch nicht gesehen haben. Das ist aber das kleinste Problem.

Sieht man dann mehr davon, wird man auch nicht mehr so hinsehen.

Also, dann fasse ich nach dem langen Text noch mal kurz zusammen:

- Wahrnehmung als Angriff auf die eigene Identität

- Unwissenheit

- Mangelnde Vorbilder

- als ungewohnt wahr genommen zu werden

Wenn Du anders sein/Dich zeigen willst als andere, dann muss man es auch in Kauf nehmen, dass dies - sofern das außergewöhnlich ist - auch auffällt. (Vielleicht willst Du das ja auch).

Je nach dem in welchen "Kreisen" Du Dich bewegst stößt es auf Ablehnung / Toleranz / Zustimmung. Du kannst damit umgehen oder Dein Umfeld wechseln. Das geht umso besser je selbständiger Du bist.

Bist Du abhängig z.B. Arbeitsplatz wird es etwas problematischer, wenn Dein Chef/ Deine Kollegen intolerant sind oder auf (intolerante) Kunden/Geschäftspartner Rücksicht nehmen müssen/wollen.

In einer größeren Stadt dürfte die Toleranz für "Exoten" :o) größer sein als auf einem Dorf.

... und wenn Dich jemand beleidigt, ignoriere es, "Geister" waren noch nie anders und werden es auch - ist zu befürchten - nicht werden.

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Nicht immer bleibt es bei Beleidigungen. Genug Menschen werden körperlich angegriffen wegen ihrer öffentlich erkennbaren Sexualiät oder Geschlechtsidentität... Deshalb sollte man Beleidigungen oder auch Kommentare wie "Transfrauen sind keine richtigen Frauen" nicht ignorieren, sondern die Menschen aufklären, da sie damit, eventuell sogar ohne es zu wissen, gefährliche Ideologien verbreiten, die für die "Exoten" tödlich enden kann.

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@elxise

Das ist eine Aufgabe an die Gesellschaft; weniger an den Fragesteller

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36
@elxise

Idioten gibt es genug - wie man immer wieder liest und hört - die aus (gestes)krankhaften Gelüsten/Trieben/Gedankenlosigkeit/Übermut/Geltungsdrang/Gruppenzugehörigkeit usw. das Leben anderer gefährden und u.U. beenden. Dazu braucht man nicht einmal ein "Exot" zu sein.

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Ich möchte nicht mal anders sein... ich trage es deswegen auch nicht, aber ich mag es nicht, dass Leute, die sowas tragen als "anders" gelten :(

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@nai96

Nun ja, sie zeigen sich anders und wollen auch anders sein / gesehen werden. Die Frage die sich stellt, wie tolerant ist die Gesellschaft (... oder/und auch der Einzelne der mit ihnen zu tun/Kontakt hat)

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Das alles liegt an Menschen, (die auch hier meinen dir eine Antwort geben zu müssen) die sich kein bisschen mit kultureller und biologischer Evolution auseinandergesetzt haben.

Geschlechterrollen gibt und gab es in der Natur noch nie!

Diese wurden vom Menschen geschaffen, als er begann sesshaft zu werden.

Schon damals machten sie aber kein bisschen Sinn, da (bis auf Schwangere) keine Frau zu "schwach" wäre um zBsp auf die Jagd zu gehen (manchmal sind die zierlicheren Körper sogar besser, wendiger und unauffälliger).

Diese Rollen wurden schließlich durch (die heutzutage noch bestehenden) Religionen immer mehr gefestigt und heute sind sie eben gang und gebe. Wobei sich seit ca. 1963 ein langsamer Wandel abspielt und sich die Geschlechterrollen langsam auflösen.

Solange aber noch ein Großteil der Bevölkerung meint, dass Homosexualität "unnatürlich" ist und ihre Söhne zu "starken" (wohl eher toxisch maskulinen) Männern erzieht, denen es verboten ist "feminine" Verhaltensweisen zu zeigen (die ja "schwach" sind) wird sich all das nicht ändern.

Ich kann dir nur raten dich selbst weiterzubilden und dein Wissen weiterzugeben um Leuten eventuell klar zu machen, dass Croptops für BEIDE Geschlechter gleich "unnatürlich" sind etc etc.

Und wenn du bestimmte Kleidung schön findest ziehe sie einfach an. Solange du dir sicher bist, dass du dich damit nicht gefährdest (ansonsten ziehe zBsp in der Bahn eine Jacke drüber).

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Deine eigene Sicherheit ist immer wichtiger als "Selbstverwirklichung" und auch wenn es traurig ist, gibt es eben immer noch Menschen, welche dich für solche Kleidung abstechen würden. Be proud und stay safe 💃🏼

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@elxise

Ich meine ja auch nicht so ganz übertrieben kurze tops oder so.... einfach welche, die nunmal etwas kürzer sind.... die gibt es trotzdem in nem maskulinen style... :( Was hat das andere zu stören?

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@nai96

Das hat niemanden zu stören! Sei wie du sein willst. Je nachdem wo du dich jedoch aufhältst solltest du aufpassen, es gibt überall Menschen die das Prinzip Leben und leben lassen nicht verstehen und meinen dich belästigen zu müssen! Wenn du das Gefühl hast bedroht zu werden lasse es lieber oder ziehe wie gesagt die Jacke drüber, die du wieder ausziehen kannst wenn du in einer sicheren und toleranten Umgebung bist :)

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Ich bezeifle die Aussage stark das es in der Natur keine Geschlechterrollen gibt. Bei sehr sehr vielen Tieren sind die rollen zwischen den Geschlechtern sehr klar verteilt. Was nicht heißt das es keine Ausnahmen gibt.

Auch die Kriterien der Rollenverteilung sind nicht immer Geschlechts unabhängig. Was man oft gut bei z.b. so manchen Vogel Arten sehen kann.

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@FouLou

Anmerkung. Ausser deine Aussage ist rein auf den menschen bezogen. D a kann es anders sein.

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