Warum muss man in Deutschland arbeiten um glücklich zu werden?

...komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Liebe(r) lins1337,

Kompliment dafür, dir diese Fragen mit 16 zu stellen, sie treffen einen Kern unserer Probleme, die tatsächlich in unserem Wirtschaftssystem wurzeln. Nur sind die Menschen so bombenfest auf diese Fürchterlichkeit konditioniert, dass sie dazu neigen, sich mit den albernsten Erklärungen von 'Wirtschaftsexperten' zufriedenzugeben - die sich den Blödsinn ja auch selbst glauben. Dabei übersehen sie die wesentlichen Funktionen und ihre Zerstörungskraft. Aber es betrifft nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt und ich erkläre dir gerne, warum dieses Wirtschaftssystem tatsächlich das Fürchterlichste, Zerstörerischste und sogar Mörderischste ist, was man sich überhaupt vorstellen kann:

Die wesentliche Ursache für seine durchschlagende Zerstörungskraft ist, dass es auf völlig falschen Anreizen, also der Belohnung für schädigendes Verhalten beruht.

Warenwerte:
Es beginnt damit, dass es uns glauben macht, dass die Ressourcen von Lebensraum Erde zum Geschäfte-machen einladen. Es gestattet nicht nur, sondern fördert es, auf alle Ressourcen zuzugreifen, ohne einen Ausgleich zu gewähren. Was immer wir abbauen, ausbeuten oder fördern: Wir können daran verdienen und Profite machen. Ein Ausgleich oder Aufräummaßnahmen sind im System nicht vorgesehen, im Gegenteil, sie verursachen Kosten, schmälern den möglichen Profit.

Das Gleiche zieht sich durch das gesamte System: Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur wird durch mögliche (Mehr-)Profite belohnt, während verantwortungsvolles bzw. nachhaltiges Vorgehen von irgendeinem bezahlt werden müssen. Die höchsten Gewinne (oder geringsten Ausgeben) kann einfahren, wer sich am wenigsten um respektvollen Umgang mit Menscht, Tier und Natur schert. Das beginnt auf höchster Ebene der mächtigsten Konzerne und endet bei Otto-Normalverbraucher, der für Produkte aus schädigender Herkunft am wenigsten bezahlen muss, während Produkte, die nachhaltig erzeugt wurden und qualitätiv auf höchstem Stand sind, den tiefsten Griff in die Geldbörse erfordern.

Das ist so, als würden Eltern ihre Kinder immer dann belohnen, wenn sie etwas kaputtmachen, Tiere quälen oder andere Kinder unterdrücken und zu gleicher Verantwortungslosigkeit anstacheln. Als Eltern weiß man das - und auf der Ebene der Wirtschaft soll es okay sein?
Oder als würde man ein Rudel Hunde führen, das man immer dann belohnt, wenn sie was kaputtmachen. Jeder Hundebesitzer weiß, dass das ein völlig verrücktes Vorgehen wäre, mit dem sich keiner zu wundern braucht, wenn die Tiere in kürzester Zeit alles zerstören, was sie vor die Zähne kriegen.
Das KANN ja garnicht funktionieren.

Und da gibt es tatsächlich Leute, die auch noch verkünden, dass sich dieses System selbst reguliert. Soso - tut es das.... - deswegen wächst also unser ökologischer Fußabdruck und deswegen werden immer mehr Menschen immer ärmer und immer weniger immer reicher? Weil es sich reguliert? So-so-so.

Das Gleiche gilt auch für die Lohnkosten:
Wer immer erzählt, dass Menschen gleich viel wert sind: Er irrt - oder lügt. Wenn das Leben eines jeden Menschen gleich viel wert ist, dann muss auch seine Lebenszeit gleich viel wert sein - ist sie das? Keineswegs. Es belohnt die, die dem System am meisten dienen, mit unfassbaren Summen, während die Verdienste derer, die Mensch, Tier und Natur dienen (Landwirtschaft, Pflegedienste usw.) die geringsten Ausgleichszahlungen für ihre Lebenszeit erhalten. Und auch in diesem Bereich reguliert sich NICHTS selbst, im Gegenteil - die Ärmsten der Armen verschwinden in der Masse und haben immer geringere Möglichkeiten,  sich überhaupt ausreichend ernähren zu können.

Viele sind gezwungen, sich für Hungerlöhne in den Dienst von Konzernen zu stellen und sich an der Zerstörung des Lebensraums zu beteiligen (Rodung, Wildererei), um überhaupt überleben zu können. Sie sind gezwungen, für einen Hungerlohn schutzlos Giften auszuliefern (Schwefelabbau, Billigbearbeitung von Ledern und Textilien, Pestiziden bei der Herstellung z.B. von Billigblumensträußen usw.) und Eltern sind mitunter sogar gezwungen, ihre Kinder zu verkaufen - und dafür können sich nicht so reiche Leute hierzulande dann Wünsche erfüllen, was sie nicht könnten, wenn sie zu nachhaltigen und qualitativ-hochwertigen Produkten greifen müssten.

Und für was? Für Konkurrenzkämpfe gegeneinander - was uns letztendlich auch noch die sozialen Fähigkeiten verhagelt. Ne echt tolle Sache, istn wirklich tolles Wirtschaftssystem - aber nur für sich selbst. Es dient nicht Mensch, Tier und Natur, es beherrscht uns und macht uns zu Dienern, die dafür bezahlt werden, dass sie sich beschissen verhalten. Und der Glaube der Menschen, dass 'es so sein muss' und irgendwie ja auch gut ist, ist im Fall nicht besonders hilfreich.

Aber es ist lösbar - man kann es so umstrukturieren, dass die Anreize an der richtigen Stelle sitzen (natürlich kann man das), aber dafür muss erstmal rutschen, welch einem Irrsinn wir uns unterwerfen und dass wir WIRKlich umdenken müssen, um zu überdauern.

ancanei 10.01.2017, 13:26

Ach so - noch zum 'arbeiten-müssen'.
Es ist von Grund auf so, dass Natur auf dem Prinzip des Ausgleichs basiert. Klar muss man etwas tun oder geben, um etwas zu erhalten, ABER: Wenn eingebrachte Lebenszeit gleich entlohnt wird und ein Mensch tun kann, was ihm entspricht, dann werden die wenigsten etwas dagegen haben.
Aber wenn die einen sich zu Tode ackern, ohne sich damit ernnähren zu können, während die einen auf der Couch sitzen, während ihr Vermögen wächst und wächst und wächst, dann lehnen sich die Menschen natürlich früher oder später gegen diese Ungerechtigkeiten und sogar Unmenschlichkeiten auf.
Versteh ich total.

0

Ich glaube du verwechselst, wie so viele hier auf der Erde (nicht nur in Deutschland) Erwerbstätigkeit und Arbeiten. Das sind meiner Meinung nach nämlich nicht immer identische Begriffe. Leider wird das irgendwie oft in einen Topf geworfen, eben weil es das Geld-System gibt. Da wird Beruf, Berufung, Arbeit und ähnliches nur noch wahr-genommen, wenn man damit seinen Lebensunterhalt verdienen kann.

Diese Diskrepanz ist dir nun aufgefallen und das ist gut so. Das war nämlich vermutlich nicht immer so und ich denke (Vermutung) in manchen Kulturen ist das noch heute nicht so. Da ergreift man dann die Tätigkeit, die einen innerlich "ruft" (daher auch das Wort Be-ruf oder Be-rufung - das wozu man sich gerufen fühlt zu tun )- und DAS kann eine Menge Arbeit bedeuten, ganz ohne eine Bezahlung dafür bekommen zu müssen. (Leider, weil unser Geld-System das nämlich inzwischen trennt und manche "Berufe" da aus dem System rausfallen, obwohl es Berufe sein könnte.

Also fast jede Mutter (die nicht erwerbstätig ist) kann dir davon erzählen und bestimmt auch viele andere "ehrenamtlich" engagierte Menschen.

Nun zum Begriff "Arbeit". Ich glaube tatsächlich, dass es Menschen glücklich machen kann, wenn sie eine Arbeit gefunden haben. Damit meine ich aber eine richtige "Arbeit" zu der sie sich gerufen fühlen. Keine staatlich anerkannte Erwerbstätigkeit. Die Alternative zu "arbeiten" wäre ja "nichts tun" und ich glaube auf DAUER ist der Mensch dazu einfach nicht fähig gar Nie etwas zu tun. Er würde dann verlottern, verkommen, depressiv werden usw. oder (wenn er reich ist) der Spielsucht, der Kaufsucht, der Geltungssucht oder ähnnlichen Dingen verfallen (möglicherweise) um sich davon abzulenken, dass er eigentlich da sein könnte, was sinnvolles zu tun.

Meine Idee: lenke deine Aufmerksamkeit mal bewußt nicht darauf, was du erwerbstmäßig tun könntest, sondern darauf, was dein Innerstes mag. Was dich antreibt. Was dir Spaß macht. Das kann alles mögliche sein. Womöglich mehrere Dinge auf einmal. Dann hast du womöglich sogar mehrere Be-rufungen und nicht nur einen Be-ruf (nicht so krass eingeschränkt wie unser Gesellschaftssystem das möchte: ein Mensch EIN Beruf - quatsch!)

Wenn du raus kriegst, was dich ruft (ich bin sicher, da wird es was geben), dann überlege wie du dem folgen kannst und womöglich wirst du Hindernisse finden (Gesellschaft, Wirtschaftssystem usw.) und frage dann nochmal gezielt oder suche gezielt nach Wegen/Lösungen.

Klar wäre es die allerbeste Lösung, es täte "patsch" machen und unsere Gesellschaft und das System dahinter wären perfekt. Aber sie sind es nicht. Wer weiß, womöglich wäre es ja deine Be-rufung daran mit-zuarbeiten ein anderes Gesellschaftssystem, gesünder für alle - zu entwickeln und umzusetzen. Dann wäre dein Beruf und deine Arbeit "Weltverbesserer" (oder wie auch immer du das nennst) - das Weltverbesserer beschimpft werden, tut ja deiner Berufung keinen Abbruch (wenn du denn einer werden magst, weiß ich ja nicht). Jedenfalls wollte ich dein Augemerk drauf lenken, dass du mehr Wahl hast, als du glaubst, wenn du dich von den Begrenzungen (die ja nunmal nochda sind) nicht ablenken und verführen lässt, ihnen zu folgen.

Es gibt gewiss ganz viele Menschen, die das vorher schon vor dir geschafft haben. Das wurden dann Künstler, Wegbereiter, Aussteiger, Erfinder oder einfach nur "glückliche Menschen" (allerdings nicht immer gesellschaftlich anerkannt und reich vermutlich auch nicht immer.  mach dir nix vor, such Gleichgesinnte, dann geht es einfacher).

viel Glück dir.

kiwikiwitt 11.01.2017, 10:40

vielleicht bist du auch vielseitig begabt oder ähnliches. Auch solche Menschen haben Schwierigkeiten, sich auf einen Beruf festlegen zu lassen. Googel mal zu den Begriffen Hochbegabung oder "Scanner" (im Zusammenhang mit Hochbegabung).

1

Tja das ist halt dieser  System im Deutschland . Und keiner macht was weil wir alle Sklaven sind wir müssen immer nur arbeiten sogar in der Schule bringen die uns bei immer eines schönes arbeits Tier zu werden . Dieses ganze System ist korrupt jeder muss 8 Stunden mindestens arbeiten und dann kommst du zuhause bist kaputt und hast keine Frei Zeit mehr . Ich werde schon krank wegen der Schule nicht wenn ich mir vorstellen muss arbeiten zu müssen mein ganzen Leben lang ok wären es 5 Stunden oder 6 die man machen muss wäre garnicht schlimm . Aber unser Leben geht es nur darum wie man eine Vollzeit Arbeit findet schön die Steuern bezahlen damit all diese Politiker ( Marionetten ) die Säcke sich vollmachen . Und was machen die halten reden die eh erlogen sind die Sie nichtmal selbst geschrieben haben sondern jemand anders für die gemacht haben ? Prinzip machen die garnicht reisen rum tun als wäre alles wunderbar und was kriegen Sie mehrere tausend Euro einfach unfähr .Anstatt uns alle zusammen zu tun um zu  demonstrieren das wir weniger arbeiten müssen damit wir auch mal was machen können etc  . Sogar Kennedy warnte uns vor eine Verschwörung der Politik aber keiner nahm in wahr geschweige das es in den mendien zu sehen war . echt schade das wir heutzutage als eine demokratische Republik nichts zu entscheiden haben 

KayranGo 10.01.2017, 01:35

Du hast keine Ahnung wovon du redest, glaube ich. Leute arbeiten so viel, damit die Grundversorgung für alle gesichert wird. Was würde denn passieren, wenn einfach alle sagen, sie wollen nur noch 4 Stunden arbeiten? Kranke würden nicht mehr versorgt werden, Läden wären lehr, Felder unbewirtschaftet und vieles mehr. Arbeit gehört nun mal dazu im Leben, oder was glaubst du, wo unser Wohlstand herkommt? Und die Woche hat 168 Stunden. Selbst wenn ich 40 Stunden zum Arbeiten und 56 Stunden zum Schlafen (8 Stunden am Tag) abziehe, bleiben noch 72 übrig. Für mich klingt das nach genug Freizeit. Und wenn dich die Schule schon fertig macht, dann würde ich mir an deiner Stelle echt mal Gedanken machen. Steuern werden nicht nur für die Politiker benutzt, bzw. diese erhalten nur einen kleinen Teil. Aber sie müssen eben auch bezahlt werden. Aber Steuern finanzieren auch deine "böse" Schule, etc. Und Politiker arbeiten sehr hart. Aber da du dich nicht einmal informiert hast, hast du auch keine Ahnung. Und gegen was wollen dir demonstrieren? Klar ist vieles schlecht, aber das System an sich ist es nicht. Und wenn du etwas ändern willst, dann gehe in die Politik. Viele, mich eingeschlossen, würden gerne Veränderungen in gewissen Aspekten ihres Lebens sehen. Dann gehe das doch an. Aber dann wirst du merken, dass das alles nicht so einfach ist, wie du denkst. 

1
ancanei 10.01.2017, 13:28
@KayranGo

Aber nein - keiner arbeitet, damit die Grundversorgung gesichert ist, sondern um Geld zu verdienen.

0
Dennidavid 10.01.2017, 14:07
@ancanei

Doch hab ich schon jedoch würden wir mehr Geld bekommen ! und nicht die Hälfte Für steuern weggehen und die Politiker die Steuern immer hinterziehen da sagt keiner was ? Würden wir es tun uff Strafe dies das .nichtmal ein Urlaub kannst du heutzutage einfach nicht mehr leisten ohne noch mehr zu arbeiten . Hätte jeder die Arbeit aufgeteilt und jeder würde 6 Stunden arbeiten dann kommt halt der nächste und arbeitet die nächstes Stunden wo ist der Problem und plus es gäbe mehr Arbeitsplätze ? Aber Millionen Euros werden lieber in anderen Ländern reingesteckt und in anderen Projekten die eh nichts bringen oder diesen Flughafen in Berlin der  neue der eh keiner benutzt wie viel Euros sind da reingesteckt worden hä darüber redet keiner näh . Warum bezahlen die Politiker oder diese Leute die da oben sitzen  keine Sozialversicherungen ne da wurde ja mit abbsicht gesetzlich Abgestimmt das man bei einer bestimmenden Gehalt das nicht bezahlen braucht ? 

0
ancanei 10.01.2017, 18:56
@Dennidavid

Nunja, all dies sind weitere Auswirkungen des Wirtschaftssystems, aber da spielt auch das widernatürliche Machtgefüge eine Rolle.

Ich bin echt überzeugt, dass wir erst aus dem Gröbsten rauskommen, wenn wir zu Regelungen finden, die unserer Natur gerecht werden und die unsere 'guten Seiten' durch richtig gesetzte Anreize fördern.

0
bluab 10.01.2017, 21:53
@Dennidavid

Du kannst doch nicht wegen einigen Einzelbeispielen sagen das System "Steuern" ist das Problem. Klar werden Steuern teilweise falsch investiert. Aber überleg mal was ohne Steuern wäre. Niemand würde mehr Straßen bauen, Schulen wären ein Privileg für reiche Leute, die es sich leisten können für Bildung zu zahlen, Krankenhäuser würden verschwinden oder wie die Schulen mehr Geld verlangen, es könnten keine Sozialleistungen mehr bezahlt werden...

Und was spricht denn dagegen nur 6 Stunden zu arbeiten? auch wenn ich nur 4 Stunden pro tag arbeite komme ich auch bei Mindestlohn auf genügend Geld um mich über Wasser zu halten. Wenn ich mehr ausgeben will muss ich halt mehr arbeiten.

Klar ist nicht alles ganz fair, aber nur zu meckern ohne eine Verbesserung vorzuschlagen bringt nichts!

Das Thema Geld in andere Länder stecken habe ich bewusst weggelassen.

Wie alle meine Kommentare:

Ist nur meine Meinung, und nicht persönlich gemeint.

0

Hast du noch nie daran gedacht, dass auch Arbeit glücklich machen kann?

Wenn man sinnvolle Arbeit macht, dann ist das befriedigend, sogar, wenn man nicht immer Erfolg hat.

Allerdings muss man meistens Einiges in seine Ausbildung investieren, um sinnvolle Arbeit machen zu können.

Überdenke mal deinen Spruch.

ancanei 10.01.2017, 13:52

Du gibst also zu, dass in diesem System alle benachteiligt werden, die (aus welchen Gründen auch immer) keine hochwertigen oder gar akademischen Ausbildungen in Anspruch nehmen können?

Find ich gut - danke!
Und japp, du hast völlig recht, das sehe ich genau so.

0

Glück und Arbeit haben nur indirekt miteinander zu tun.

Es gibt grob geschätzt drei Arten von Arbeit:

  • 1: Erwerbsarbeit. Man arbeitet wegen des Gedes, kann seinen Lohn jedoch mehr oder weniger frei verhandeln. Um höheren Lohn zu bekommen, muss man seinen Wert erhöhen, z.B. durch höhere Bildung. Erwerbsarbeit ist ein Markt, auf dem Angebot und Nachfrage die Preise (Löhne) bestimmen.
  • 2: Ehrenamtliche Arbeit. Man arbeitet, weil es Sinn hat. Weil irgendwer das tun muss. Oder weil die Arbeit Spaß macht. Leider gibt es kein Geld für diese Arbeit, aber weil sie so wichtig/schön ist, macht man sie trotzdem gerne.
  • 3: Familienarbeit. Man macht alles was zu Hause anfällt und wird vom Lebenspartner dafür entlohnt.
  • 4: Forschungsarbeit. Man hat fertig studiert, bleibt aber an der Uni. Man lehrt und forscht, weil es so spannend ist, und lebt dort von mäßig entlohnten Zeitverträgen, die man mit gemeinnützigen Nebenjobs aufstockt.

Einerseits braucht man in Deutschland Geld - weil es nicht erlaubt ist, autark im Wald zu leben.

Andererseits möchte man etwas Sinnvolles oder Schönes tun.

Deshalb empfiehlt es sich, einen Mittelweg zwischen (1) und (2) zu suchen. Denn (4) ist wohl nicht für jeden auf Dauer geeignet und für (3) braucht man einen Freiwilligen.

Man kann z.B. für es geringes, aber akzeptables Gehalt bei einer nützlichen Organisation arbeiten. Oder nur wenige Stunden pro Woche Erwerbsarbeit leisten, so dass das Geld gerade zum Leben reicht, und den Rest der Zeit etwas Wichtiges tun.

Allgemein gilt: Je höherwertiger deine Ausbildung ist, desto weniger Stunden pro Woche musst du arbeiten, um genug Geld zum Überleben zusammen zu bekommen.

Leider kleben die meisten Deutschen an am klassischen Modell (1). Sie ackern 8h nur wegen dem Geld, schlafen 8h, pendeln 2h, essen 2h und verbringen die übrigen 4h vor dem Fernseher, welcher ihnen eintrichtert, dass sie noch mehr Geld ranschaffen und für Quatsch ausgeben müssten.

Soweit der Kapitalismus. Es gibt ein Modell, das viele deiner Fragen beantworten könnte: BGE, "bedingungsloses Grundeinkommen". Wenn es das gäbe, könnte jeder tun was für ihn sinnvoll ist, ohne von allen Seiten bedroht zu werden.

Aber dahin ist es politisch noch ein weiter Weg. Vielleicht möchtest du dich engagieren? Dann wird es schneller Realität. Überhaupt wir die Welt schneller besser, je mehr Leute sich irgendwo engagieren, ihre Stadt verbessern, kleine Dinge tun, sich langsam an die "großen da oben" heran tasten.

Es nützt ja nichts, auf "die da oben" zu schimpfen, solange man nicht versucht sie zu unterwandern. Vielleicht möchtest du ja in die Politik gehen. Im Stadtrat anfangen, dich hoch kungeln, über den Landtag in den Bundestag und so weiter. Und dann besser sein als wer dich heute so schlecht regiert.

Siehste ... schon hast du ein Ziel! Du bist mit 16 schließlich kein Opfer, sondern ein Anfänger - und in 10 Jahren 26 und in 20 Jahren 36. Und dann willst du mehr sein als ein Konsument, oder? Also fang früh an!

ancanei 10.01.2017, 19:13

Ich halte das BGE für zu kurzsichtig gedacht. Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem es einfach nicht mehr reicht, den ärmeren Menschen in unserem Einzugsbereich mehr Möglichkeiten zum Erwerb und damit auch zum höheren Verbrauch zu bieten. Das war vielleicht noch vor 20 Jahren vertretbar, aber doch heute nicht mehr.

Nein, ich glaube, dass es allerhöchste Zeit ist, das Gesamtkonzept zu überdenken und so umzustrukturieren, dass die Anreize an die richtige Stelle rücken. Ich finds zwar superwichtig, Menschen aus der Gefahrenzone der Erpressbarkeit durch Entzug der elementaren Grundbedürfnisse zu holen, aber nicht mittels eines bGE, sondern eher durch das Recht auf Kostenfreiheit eben dieser Grundbedürfnisse wie ein Zuhause, ausreichend Nahrung, Kleidung, Energie sowie Bildung und bestmögliche medizinische Versorgung.
Und wer sich als gesunder Mensch darüber hinaus Wünsche erfüllen will, schafft halt an der Bedarfsversorgung mit.

Und das ist machbar - aber nur, wenn wir bereit sind, uns einer anderen (Wirtschafts-)Denkweise zu öffnen. Klar muss eine eindeutige Berechnung für Warenwerte und Lohnausgleich bleiben, aber nicht auf der Basis von Geld, das seinerseits ein Wirtschaftsfaktor ist und Auslöser von Spekulationen, die nicht das Geringste mit der wirklichen Bedarfsdeckung von Mensch, Tier und/oder Natur zu tun haben.

Ich bin echt überzeugt, dass wir - möglicherweise - keine Zeit mehr haben für überflüssige Regulierungen innerhalb des bestehenden Systems. Möglicherweise ist es allerhöchste Zeit, eine Kehrtwendung zu machen. Das ist machbar, aber nicht, solange wir glauben, dass unser Wirtschaftsdenken irgendwie doch richtig ist und man nur dran schaffen muss, dass man den eigenen Hintern möglichst weich polstert.

1
halbsowichtig 11.01.2017, 09:51
@ancanei

Das BGE in Sachleistungen auszuzahlen, also in Form einer kostenfreien Versorgung, wäre optimal. Jedoch sehe ich das Problem in der Umstellung von heutigen "System" auf ein Vernünftiges. Wie soll der Wandel ablaufen, wenn nicht schrittweise?

0

Geld ist ein Tauschmittel, nicht mehr und nicht weniger. - Es wäre doch ziemlich aufwendig, wenn du bspw. 1 kg Eisen gegen 1 Brötchen tauschen müßtest (insbesondere wenn du ein paar mehr davon möchtest). Um Geld zu erlangen, kannst du deine Arbeitskraft zum Tausch anbieten, aber deinen Lohn frei verhandeln. - Das System ist also durchaus gerecht, zumal weder der Arbeitnehmer noch der Arbeitgeber zu etwas gezwungen wird.

Warum muß man nun arbeiten um glücklich zu sein? - Auch das muß man nicht, da jederr Glück unterschiedlich definiert. Wenn dein Glück aber vom Konsum möglichst vieler oder teurer Güter abhängt, dann hast du in der Tat Pech gehabt (evtl. solltest du dann aber noch einmal überdenken, ob du deinem Leben nicht einen tieferen Sinn geben solltest).

Und ganz nebenbei, es gibt nicht wenig Menschen, die durch ihre Arbeit glücklich werden - also Augen auf bei der Berufswahl (denn den kannst du, wie bereits gesagt, selber bestimmen).

bluab 10.01.2017, 01:00

Guter Punkt, nicht der Arbeitgeber sondern der Markt bestimmt den Wert der Arbeit. wobei das das genze nicht unbedingt fairer macht.

0
tryanswer 10.01.2017, 01:07
@bluab

Es macht die Sache in sofern fair, als das "der Markt" nichts anderes ist als die Abbildung dessen, was die Marktteilnehmer frei (gemäß ihren Präferenzen) und gleichberechtigt aushandeln. (Wenn man sie denn läßt!)

0
ancanei 10.01.2017, 13:30

Neneneee - Geld ist nicht nur ein Tauschmittel, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor - mit dem seinerseits das Vielfache von dem verdient werden kann als mit der 'echten' Arbeit in Produktion, Landwirtschaft, Transport, Handwerk.

0
tryanswer 10.01.2017, 14:11
@ancanei

So nicht richtig, Geld dient primär der Vereinfachung von Tauschgeschäften. Was du meinst, ist einfach nur eine geschickte Investition, aber auch dabei wird am Ende etwas getauscht - auch wenn vorher Wetten darauf abgeschlossen wurden.

Durch Geld selber, läßt sich nun mal - anders als in Produktion, Landwirtschaft und Handwerk - kein Mehrwert erzeugen.

0
ancanei 10.01.2017, 19:28
@tryanswer

Das glauben viele - aber das ist so nicht ganz richtig, Geld ist keine Vereinfachung, sondern ein Wirtschaftsfaktor.  Letztlich geht es ja um die Möglichkeit, den Wert von Waren wie von Arbeitskraft zu berechnen und so einen Ausgleich schaffen zu können.

Das wäre aber viel eher möglich, wenn die Berechnungsmaßstäbe messbaren Dimensionen gleichkämen. Wenn z.B. der Wert der eingebrachten Lebenszeit tatsächlich dieser Zeit entsprechen würde. Nicht im Sinne unseres Wirtschaftsdenkens, sondern im Sinne der Würde des Menschen. Ich wüsste keinen wirklichen Grund, warum die Lebenszeit einer Putzfrau weniger wert sein sollte wie die Lebenszeit eines Managers. Was nutzt der teuerste Schlipps, wenn die Reinigungskräfte schlampig arbeiten und die Bude vor Dreck steht? Nix.

Wir glauben nur, dass eine Führungskraft mehr verdienen muss, aber die Realität ist, dass ALLE ihre Aufgaben erfüllen müssen und zwar jeder genau an dem Platz, an dem er steht.

Und die Idee, dass dieser Lohn 'bezahlt werden muss', ist ebenfalls falsch. Heute ist das mit der Digitalisierung ein Leichtes, aber im Grunde hätte man es seit jeher via einer Art 'Schuldschein' machen können, den man einem Arbeiter oder Dienstleister ausstellt und der im Austausch für Waren entwertet wird. Hat keiner bezahlen müssen, kriegt auch keiner.

Wodurch alle ihren Lohn erhalten würden, aber Unternehmen als solche aus der Profitnummer raus wären.

Klar muss das dann auch mit den Warenwerten so gehandhabt werden - z.B. mittels Energieverbrauch, aber das zu erklären würde den Rahmen sprengen. Auf jeden Fall wäre das machbar - und japp, das würde das Ganze wirklich vereinfachen und auch eine Menge gerechter machen :)

0
tryanswer 10.01.2017, 20:19
@ancanei

Was du ansprichst ist der alte Streit zwischen Arbeitswerttheorie und Tauschwerttheorie, der aber bereits zu gunsten des Tauschwerts entschieden wurde. Das hat auch einen ganz einfachen Hintergrund: Bestimmt sich der Wert einer Ware oder Dienstleistung über den freien Markt, bildet der die Präferenzen der Marktteilnehmer ab.

Wenn du den Wert über die Arbeitszeit, Energieinhalt oder sonst etwas festlegen möchtest, benötigst du eine Instanz, die zunächst den Wert der Zeit fesrtlegt. (Das haben die Sozialisten ja bereits versucht und sind damit kläglich gescheitert.) Ein negativer Nebeneffekt ist, das du so den einzelnen Menschen bevormundest. In deinem Beispiel würdest du die Menschen dazu zwingen für eine unqualifizierte Tätigkeit einer Putzfrau genau so viel zu bezahlen, wie für einen hoch qualifizierten Manager. Obwohl leicht ersichtlich ist, das der Manager für das Unternehmen mehr Gewinn erwirtschaftet. (Nebenbei stellt sich dann auch die Frage, warum sollte man überhaupt noch Manager werden wollen, wenn man sich als Putzfrau bei gleicher Bezahlung einen faulen Lenz machen kann.)

Auch deine Schuldscheinidee ist nicht zuende gedacht. Denn auch diese Eigenschaft übernimmt das Geld bereits - nur das es den Vorteil hat flexibler zu sein. Der Lohn, den ein Angestellter auf sein Konto überwiesen bekommt ist am Ende nicht mehr als ein Versprechen diesen zukünftig gegen Waren und Dienstleistungen eintauschen zu können. Nur das dieses Versprechen nicht durch den Arbeitgeber garantiert wird sondern durch die Zentralbank. Was natürlich den Vorteil hat, das der Angestellte nicht Mittellos wird, sollte der Arbeitgeber mit seinem Unternehmen scheitern.

Am Ende bleibt das Resumee: Die freie und soziale Marktwirtschaft ist an Gerechtigkeit von keinem anderen System zu überbieten, da sich nur auf dem freien Markt dieAnsprüche aller Marktteilnehmer gleichrangig begegnen können. Und gleichzeitig kann im Falle eines Marktversagens eine etwaige negative Auswirkung abgemildert werden. - Wir könnten uns eigentlich nur noch verbessern, wenn wir von letztgenannter Möglichkeit so wenig wie möglich gebrauch machen würden (den leider hat die Marktregulierung in mit der Zeit immer mehr zugenommen - ein Trend den es sicher aufzuhalten und umzukehren gilt).

0

Glück ist indifferent, kein Begriff der sich auf eine Massengesellschaft anwenden läßt.

Der Kapitalismus verbindet Arbeit mit Sinn, so seine Ideologie. Anderseits ist das vorgebliche Versprechen des Systems auch "Armut zu überwinden".
Arbeit ist nicht sinngebend und Armut wird damit auch nicht überwunden.

Es verbleiben Bedürfnisse, meist materielle. Werden diese befriedigt wird Dopamin (Glückshormon) im Gehirn freigesetzt.
Werden Bedürfnisse geweckt wird auch fleißig im Hamsterrad gestrampelt, für die nächste Dosis Dopamin.

Geld erfüllt keine andere Funktion.
Wer ausreichend über Geld verfügt, lässt Geld für sich arbeiten, ohne eigenes Zutun.
Die Betreffenden sitzen vor ihrem Laptop und denken über ihr Depot nach, sie arbeiten selbst nicht, nicht einmal hart.

ancanei 10.01.2017, 13:33

"Der Kapitalismus verbindet Arbeit mit Sinn" ??? Echt?
Ich hab ne ziemlich ausgeprägte Vorstellungskraft, aber auf die Idee bin ich echt noch nicht gekommen.

0
soissesPDF 10.01.2017, 18:46
@ancanei

Das ist die zu Grunde liegende Ideologie des Kapitalismus.
Dass dem in der Realität so ist steht nicht zu erwarten.
So wenig wie das Versprechen "Armut überwinden" irgendeiner Realität entspricht.

1
ancanei 10.01.2017, 19:30
@soissesPDF

Nicht im Bezug auf unser Wirtschaftsdenken, aber wenn wir das umgestalten, ist nicht nur ein Überwinden der Armut möglich, sondern sogar ein völliges Auflösen des Armut-Reichtum-Gefälles.

0
soissesPDF 10.01.2017, 20:47
@ancanei

Unser Wirtschaftsdenken basiert auf "wenn jeder an sich selber denkt ist am Ende an jeden gedacht".
Da besteht wenig Aussicht, dass sich das ändert, schon gar nicht ohne Verwerfungen.

0

Hi,

warum es das System "Geld" gibt? Früher gab es Tauschgeschäfte, um das aber zu vereinfachen, hat man "Geld" eingeführt, was man sich erarbeiten kann. Sieh Geld einfach als ein "Gutschein", was Du gegen andere materiellen Dinge eintauschen kannst und dann etwas dafür bekommst.

Die Kunst ist es, dass man die Tätigkeit / den Beruf findet, der einem gefällt und Dich auch erfüllt! Eine Tätigkeit, die Dir jeden Tag Spaß bereitet, wo Du glücklich bist, zufrieden bist. Das sollte man erreichen.
Es gibt viele Menschen, die einfach arbeiten, um zu überleben. Das ist schade und auch traurig.

Viel mehr sollte man das machen, wofür man eine Leidenschaft hat. Wer für etwas eine Leidenschaft hat - hat auch oft dazu ein Talent. Ein Talent zu haben ist großartig und auch schwer anzutreffen...Demnach steigt dann auch automatisch Dein Gehalt.
Nur wer gut ist, bekommt auch mehr Geld.

Leider gibt es aber einige Berufsfelder, wo man trotzdem gut sein kann - aber trotzdem dafür nie gerecht vergütet wird. Da muss ich Dir auch zustimmen.

Letztendlich sollte man aber das finden, was einem gefällt und der Erfolg kommt dann oft von ganz alleine und das Geld auch automatisch.
Denn glücklich / zufrieden - das kann man auch mit einer Arbeit sein.


LG


ancanei 10.01.2017, 13:43

"Nur wer gut ist, bekommt auch mehr Geld" - echt?
Komisch, ich finde eher, dass gute Arbeit (also ECHTE, die unseren Bedarf sichert) in Landwirtschaft, Pflegediensten, Handwerk, Produktion, Reinigungsdiensten usw. eher geringere Verdienste sichert. MEHR bekommen die, die sich eher wenig daran beteiligen, den Grundbedarf zu sichern. Und mit am meisten kann man verdienen, indem man mit den Ergebnissen echter Arbeit spekuliert.

Hier in Deutschland gehts ja noch einigermaßen, aber global betrachtet seh ich keine großen Anreize für echte und ehrliche Arbeit. Wirklich nicht. Klar - für UNS ist es toll, so billig an Elektrogeräte, Textilien uvm. zu kommen. Ob es aber für die so toll ist, die irgendwo auf der Welt für unsere Wünsche arbeiten und sich mit Löhnen zufriedengeben müssen, die Wirtschaftsunternehmen die geringsten Ausgaben sichern, wage ich zu bezweifeln.

0

Erstmal stellt sich jeder solche Gedanken, da bist du garantiert kein Einzelfall. Es gibt ständig Gestreite wegen des Geldes. Fakt ist aber, dass so etwas wie Geld benötigt wird. Das Geldsystem ist sicher nicht optimal, aber dennoch ist Geld an sich etwas "Gutes", meiner Meinung nach. Und wer entscheidet denn, wie viel du bekommst? Dein Arbeitgeber, und dass je nach Arbeit die du ausführst. Würde jeder gleich viel bekommen, welchen Sinn hätte es dann für einen Menschen, 6 Jahre lang zu studieren und dann 80 Stunden die Woche zu arbeiten, während andere mit 16 schon anfangen und dann genauso viel verdienen wie der, der so lange studieren musste und dabei kein Geld hatte? Klar ist das ganze nicht so einfach, aber ich hoffe, dass mein Gedankengang verstanden wird. Hunger und Durst gibt es wegen Ausbeutung und wegen wenig Hilfe für betroffene Länder...und auch wegen dir. Und mir. Und jedem anderen hier. In Afrika wird oft Wasser abgepumpt, was dort zu Wasserknappheit führt. Und wer kauft dieses Wasser dann? Genau: du und ich. Würden schlagartig alle Menschen aufhören, dieses Wasser zu kaufen, würde das bestimmt einiges in Armen Ländern verbessern. Jeder sagt etwas über Politiker. Sie stehen ständig in der Kritik. Was aber niemand sieht ist, dass sie meistens mehr arbeiten als andere, da Verhandlungen oft mehrere Tage lang bis tief in die Nacht gehen. Klar sind die Politiker nicht toll, aber das kannst du ja gerne ändern. Ich könnte alles noch viel weiter und präziser ausführen, aber du verstehst mich sicher. 

Und ich weiß, dass ich sehr kapitalistisch geprägt bin...

ancanei 10.01.2017, 13:49

"Fakt ist aber, dass so etwas wie Geld benötigt wird."

Das ist so nicht ganz richtig. Was es braucht, ist ausschließlich eine Möglichkeit zur Berechnung von Löhnen und Warenwerten, um einen gerechten Ausgleich zu sichern.

Geld in seiner Eigenschaft, dass es immer weitergegeben wird und mit dem seinerseits Geschäfte gemacht werden können, braucht es keineswegs.

1
ancanei 10.01.2017, 19:39
@KayranGo

Aaah! Ja klar - danke für den Hinweis! Ich habs echt überlesen, eindeutig mein Fehler, entschuldige. Japp - mit 'so etwas wie' bin ich einverstanden.

Ich glaube, wir denken möglicherweise ähnlich über die Ideen, nach denen alles frei erhältlich sein sollte. Das mag ein visionäres Ziel für die fernere Zukunft sein, aber als Anbindung an des bestehende System ist das undurchführbar.
Es braucht unbedingt Maßstäbe zur Berechnung von Löhnen wie auch Warenwerten, um einen kontrollierten Verbrauch gewährleisten zu können - und das ist heute wichtiger denn je.

1
KayranGo 10.01.2017, 20:48
@ancanei

Da stimme ich dir komplett zu. Aber ich denke, dass sich das ganze nicht mit dem Wesen des Menschen verträgt. Einige würden das System nur ausnutzen, während andere arbeiten gehen. 

1
ancanei 10.01.2017, 21:26
@KayranGo

Mmm... - okay, ich versteh deinen Einwand, aber wenn man es genau nimmt, muss das Wesen des Menschen einfach unglaublich toll sein. Wenn eine Spezies nach Jahrtausenden elementarster Fehlkonditionierung tatsächlich noch soviel 'Menschlichkeit' aufbringen kann, grenzt an ein Wunder.

Und was man 'dem Menschen' so gern vorwirft, betrifft ja eher die Vertreter der sogenannten zivilisierten Kulturen. Denn wenn man sich mal ein bisschen in indigenen Völkern umschaut, kommt man kaum umhin, die ungünstigere Meinung zur Spezies Mensch zu hinterfragen - so übel sind die vom Wesen her garnicht. 

WICHTIG ist, dass die Voraussetzungen passen. Aber ich glaube, dass schon 10 Jahre genügen, um sich darauf einzustellen, dass z.B. alles Schaffen für das Miteinander gleichermaßen gewertschätzt wird und nachhaltige, qualitativ hochwertige Güter günstig sind, während alles, was mit großen Schäden an Mensch, Tier und Natur verbunden ist, richtig teuer wird - und dass mit Raubbau und Ausbeutung einfach kein Profit mehr zu machen ist, dann dürfte sich schon eine deutliche Veränderung einstellen.

Klar kann die Umstellung holprig werden, aber im Angesicht der jetzigen Entwicklung in Richtung Ausverkauf von Lebensraum Erde wäre das ne echte Alternative, findest du nicht?

0

Du bist nicht der einzige der so denkt. Meine Meinung: das System ist nicht das schlechteste. Wenn jeder unabhängig davon was es macht, das selbe besäße, würde sich kaum mehr jemand anstrengen etwas zu erreichen. Klar ist es unfair, dass manche Menschen Millionen verdienen während andere mit ihrer Arbeit kaum ihre Familie über Wasser halten kann. aber ich glaube, das ist immernoch eine bessere Lösung als das sozialistische Zum Thema System Geld: Auch ohne Geld wären Gegenstände etwas wert und jmd. der ein wervolles Produkt fertigt, würde dies gegen viel eintauschen können. Geld vereinfacht das nur. Wie gesagt, nur meine Meinung. Grüße und einen schönen Abend noch bluab

ancanei 10.01.2017, 13:54

Doch. Dieses System ist das Fürchterlichste, was ich mir überhaupt vorstellen kann - und ich kann mir eine Menge vorstellen.

0

arbeit ist ein physischer zustand

glück ist ein seelischer zustand

beide haben nichts gemein

Ich bin der selben meinung... Die Welt ist echt ungerecht. Aber wenn du kein Ziel hast dann nehm dir doch als Ziel möglichst viel zu verdienen und damit alles dafür zu tuhen um armen menschne zu Helfen. Wenn du dich zum Milionär hocharbeitest um armen Menschen zu helfen bist du meiner Meinung nach einer der beachtlichsten Menschen die es gibt.

"Erst des Lebens Müh´

lehrt uns des Lebens Güter schätzen"

Was möchtest Du wissen?