Warum muss man immer so viel Mathe lernen, wenn man weiß, dass man das später sowieso nicht braucht?

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11 Antworten

Hallo,

noch leben wir nicht in Aldous Huxleys 'Schöner neuer Welt', in der die Menschen gleich nach ihrer Geburt auf ihren Lebensweg festgelegt werden, sondern in einer Welt, in der es noch gewisse Freiheiten gibt. Die Schule muß also eine Vorbereitung auf alle möglichen Lebenswege sein.

Zu den Einstellungstests für eine Menge Berufe und zur Zulassung für viele Studiengänge zählen nun einmal mehr oder weniger fundierte Kenntnisse in Mathematik. 

Davon abgesehen ist die Mathematik ein Stück - und zwar ein bedeutendes Stück - Kulturgeschichte und eine der größten Errungenschaften der Menschheit. Es ist doch erfreulich, wenn sich der menschliche Geist auch mal mit etwas anderem beschäftigt, als wie man seinen Nächsten übers Ohr hauen oder möglichst trickreich umbringen kann. In der Sprache der Mathematik können Menschen über alle Grenzen und Schranken hinaus kommunizieren (darin ist sie der Musik und den gestaltenden Künsten ähnlich).

Außerdem: Was heißt - ich brauch das sowieso nicht? Auch wenn Du einen Beruf ergreifen solltest, indem es wirklich nicht um Mathematik geht: zählt auf dieser Welt denn nur noch das, wofür man bezahlt wird? Ist der Mensch nicht mehr als ein Lohnsklave oder sollte er nicht zumindest mehr sein?

Was ist das für ein enges Denken, das sich nur noch in Begriffen wie Karriere und Bankkonto bewegt?

Dann frag doch weiter? Wozu muß ein Taxifahrer Klavier spielen können? Reicht es nicht, wenn sich nur noch diejenigen mit Musik beschäftigen, die damit Geld verdienen?

Wozu muß jemand Bilder malen können, wenn er nicht Picasso heißt und mit der Malerei ein Millionenvermögen macht?

Wieso lernen Menschen tanzen, wenn sie keine Tanzschule eröffnen wollen?

Wo willst Du aufhören? In welcher Welt möchtest Du leben? In einer, die nur noch aus Fachidioten besteht?

Die Mathematik ist eine hervorragende Schulung für den Geist. In ihrer unermeßlich weiten Welt kann jeder etwas finden, in dem ihm ihre Schönheit aufgeht. Hier kann der Verstand auf Reisen gehen, die dem Körper versagt bleiben.

Das schreibt einer, der niemals in seinem Berufsleben irgendwelche Kenntnisse in Mathematik benötigte, sich aber seit der Kindheit bis zur Rente damit beschäftigt, einfach nur so, ohne Zwang, ohne damit irgendwelches Geld verdienen zu müssen. Gerade deshalb liebe ich dieses Spiel mit den Zahlen.

Herzliche Grüße,

Willy

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Die höchste Grundausbildung ist das Abitur und berechtigt zum Studium an einer Universität.

Damit du deine Arbeitskraft möglichst teuer verkaufen kannst,brauchst du eine möglichst gute Schulausbildung.

Ingenieure Maschinenbau/Elektrotechnik/Verfahrenstechnik usw.benötigen diese Grundwissen,damit sie in solchen Berufen arbeiten können.

MERKE : Je schlechter deine Schulausbildung,um so schlechter wird deine Arbeitskraft später bezahlt.

Mit einer schlechten Schulausbildung wirst du dein ganzes Leben nur solche Jobs finden,die schwer,dreckig und schlecht bezahlt sind.

Du wirst so dein ganzes Leben nur arm bleiben.

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Oft wollen die Lehrer/Dozenten nur überprüfen, ob man in der Lage ist sich etwas anzueignen. Denen ist bewusst, dass man bestimmte Dinge nach dem Abschluss nicht mehr braucht (es sei denn man wird Mathe Lehrer). Doch die Lehrer erkennen, inwiefern der Schüler/Student sich mit einem Thema auseinander setzten kann und er versucht es sich selbst verständlich zu machen und komplexe Strukturen/ Vorgänge neu zu erlernen.

LG

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Das klingt vielleicht doof, aber du kannst nie wissen, ob du das eines Tages mal brauchen wirst. Die Weichen für deine Zukunft können jeden Tag anders gelegt werden und du schlägst einen anderen Weg ein. Dann brauchst du es vielleicht eines Tages. Das du einiges nicht brauchen wirst, stimmt, aber vieles brauchst du einfach irgendwann. Prozentrechnung, Brüche, verschiedene Rechengesetze usw. Das macht schon alles Sinn. Und das sag ich bestimmt nicht, weil ich Mathe toll finde, ganz im Gegenteil. Ich mag Mathe auch nicht sonderlich, aber es ist leider wahr, dass du vieles später brauchen wirst.

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Du solltest trotzdem gut aufpassen, vielleicht wirst du das später irgendwann gebrauchen können. Mathe braucht man aber auch im Alltag. Ist aber unwahrscheinlich, dass du höhere Mathematik gebrauchen wirst, es sei denn du willst etwas in die Richtung machen. 

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Wenn Du etwas in Richtung Jura machst, dann brauchst Du kein Mathe.

Die lernen aber Logik kennen.

Ansonsten wird man z. B. um Dreisatz, Prozente und Zinsen nicht herumkommen.

Und ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass sehr viele Firmen in ihren Eignungstest extremen Wert auf extrem schnelles Kopfrechnen legen, da muss man dann z. B. 423*512 in Sekunden im Kopf ausrechnen oder 23824+93682=??? oder in 3 Sekunden aus 4 5-stelligen Zahlen die drittgrößte finden.

Mathe ist auch das leichteste Fach von allen, wenn man keine Lücken hat. Denn wenn man es einmal verstanden hat, dann bleibt es auch im Kopf.

Das dumme Gedicht oder die 40 rhetorischen Figuren, das vergisst man alles wieder.

Wie man Gleichungen löst, das behält man für immer.

Mathe an der Uni ist wieder eine andere Welt.

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Ich glaube, in den Lehrplänen steht so einiges, was die Schüler ohne mit der Wimper zu zucken rausschmeißen würden, wenn sie nur könnten - je nachdem halt, was ihnen zusagt, liegt und gefällt.

Du wirst es nehmen müssen, wie es ist, fürchte ich.
Wenn es irgendwelche Wahlmöglichkeiten gibt (Leistungskurs, oder nicht), dann hast du immerhin etwas Spielraum.

Steh es tapfer durch! (:-)

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dann würde mich mal interessieren, was Du lernen mußtest aber nie wieder brauchen wirst ?

Welche Klasse bist Du ?

So eine Aussagen wäre allenfalls in der Oberstufe ggf. akzeptabel. Aber auch da geht es im wesentlichen darum das Denkvermögen auszubilden.

Ein Arzt wird nie eine Diferentialgleichung lösen müssen, aber ich will von keinem Medizinmann behandelt werden, der die Aussagen der Pharmaindustrie nicht verstehen kann, weil er keine Ahnung hat wie sie ihre Lügen verpacken.

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Kommentar von Ellimaeuschen99
25.11.2016, 16:19

ich komm bald in sie 7.

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Man lernt in der Mathematik sehr viele Dinge, die man späterm al braucht wie z.B. Problemlösung und Logik.

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Kommentar von tommy40629
25.11.2016, 16:25

In welchem Bundesland lernt man das denn? Also in NRW nicht.

Wir hatten nicht mal Logik und Beweise im Mathe LK, ok wir hatten 3 Beweise.

Ich tippe mal auf die Bundesländer: Bayern, Sachen, Schleswig-Holstein....

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weil unser Schulsystem so ist, dass alle über einen Kamm geschert (geschoren?) werden

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und woher weißt du,was du später brauchst?

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