Warum muss man einem Pferd die Hufen auskratzen?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Weil man bei der Wahl seines Hufbearbeiters daneben gegriffen hat.

Ist tatsächlich so: In einen gesunden Huf setzt sich kein Stein! Dreck hat keine unglücklichen Wirkungen, weil keine Keime in die Hornkapsel eindringen können und wenn der Huf gut ist, bleibt Dreck auch nicht hängen, sondern fliegt in den nächsten Metern gehen wieder davon! Ist das Horn weich oder rauh, sodass Dreck pappen bleiben kann, ist das ein Zeichen dafür, dass die Lederhäute nicht gut produzieren können, weil aufgrund von Stellungsfehlern im Huf etwas gequetscht ist.

Seit meine beiden Pferde bei meiner Huforthopädin sind, habe ich nie mehr etwas im Huf gefunden, was man wegkratzen hätte sollen oder können. Mein Hufauskratzer zeigt Rostspuren, weil er vernachlässigt in der Ecke liegt.

Kleine Steinchen, die in den Tragrand gedrückt sind, soll man übrigens drin lassen. Dass sie "einwachsen" und "aufsteigen" können, ist ein Ammenmärchen. Die Steine selbst wirken quasi wie ein "natürliches Hufeisen" und wenn man sie raus popelt, reißt man Löcher auf, in die dann doch Keime eindringen können, die am Stein nicht vorbei kommen. Allerdings ist hier wichtig, dass man nicht die Tragrandkante mit einer hohlen Wand aufgrund mangelhafter Bearbeitung verwechselt. Da müssen nämlich die Steine raus, weil schon viele, viele Keime dahinter sind und das versorgt werden muss.

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Das mit den Steinen wusste ich ja noch garnicht, also dass man die drinne lassen soll. Ich hab die bisher immer mit viel Mühe rausgeprorkelt. Aber was meinst du mit der Tragrandkante? LG

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@lebkuchen7

Naja, der Tragrand eines Hufes an sich, ist ja quasi nur der "Fuß" der Hufwand. Dahinter ist die Sohle und man sieht den Übergang zwischen beidem. Die "weiße Linie" ist schon Horn des Hufbeinträgers, also einer Struktur hinter der Hufwand. Aber es gibt oft Hufe, die so schräge Wände von der Bearbeitung her haben, dass die weiße Linie breiter wird, was ein Zeichen dafür ist, dass die Hufwand nach außen vom Hufbeinträger weg hebelt. Durch die "Aufzerrung" dieser Struktur können sich Bakterien einnisten. Steine, die sich da rein setzen, spreizen das zusätzlich auf, müssen auch raus genommen werden, dahinter muss behandelt werden, während die Hufbearbeitung darauf abzielen muss, dass sich langfristig die Lastverhältnisse im Huf so ändern, dass die Hebelwirkung weg ist.

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Aaah, danke, dass du das mit den kleinen Steinchen im Tragrand erwähnst! Ich hab sie bei meiner bis jetzt immer ein bisschen rausgemacht, weil ich dachte, die würden doch drücken. Aber einwachsen, hä? :D Wie kommt man denn auf so 'ne Idee? Der Huf wächst doch von oben nach unten, oder hab ich da was verpasst? Auf was für Ideen man kommen kann..

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@little0cookie

Stimmt, genauso begründet Herr Biernat es in seinem Buch, dass der Huf nach unten wächst, das mit dem Steinchen nach oben also nicht funktionieren kann.

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wildpferde werden nicht ausgeschnitten. somit haben sie nicht diese tiefen rinnen wie die reitpferde.

Bei unbeschlagenen Pferden ist die Tiefe des Hufes eine andere und es kann sich nicht soviel festsetzen- und wenn, dann kann das durchaus sein, dass sie mal eine Entzündung haben, klaro

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