Warum muss man bei der aufputzinstallation (Rohr) immer etwas Abstand von den Betriebsmitteln lassen?

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3 Antworten

Elektro oder Sanitär?

Für Elektro:

Den Abstand zwischen dem Rohrende und dem Würgenippel des Betriebsmittels, worin die Leitung endet?

Muss man das zwingend? AFAIK nein, aber man macht es einfach!

Ich würde so 5cm Abstand halten. Gründe gibt es genug:

- Will man noch ein weiteres Betriebsmittel (z.B.zustätzlichen Schalter rechts neben den bereits vorhandenen) ergänzen, dessen Zuleitung aus dem gleichen Rohr kommt, ist es einfacher, da du nicht erst das Rohr kürzen musst, um die Leitung zum neuen Schalter hinbiegen zu können, ohne die Leitung dabei abzuknicken.

- Ein am Würgenippel anliegendes Rohr würde den Würgenippel früher oder später durchscheuern und die Schutzart ist nicht mehr gegeben (weil wird dann undicht).

- Würde das Rohr anliegen, bekommst du Probleme bei der Montage, weil der WürgeNIPPEL (ist ja eine leicht überstehende Warze) früher oder später im Weg ist.

- Will man das Betriebsmittel ersetzen und das neue hat leicht andere Abmessungen als das alte, gibt es keine Probleme mit dem Rohr

- Der Abstand zwischen Wand und der Leitungseinführung am Würgenippel ist nicht wirklich genormt. Wenn das Rohr anliegt, kannst du die Leitung unter Umständen nicht einführen, weil kein Platz da ist. (Kurz vor der Einführung ins Betriebsmittel hat man deshalb meistens eine leichte S-förmige Biegung, damit die Leitung senkrecht und nicht schräg durch den Nippel geht, falls die Leitung einen anderen Abstand zur Wand als die Leitungseinführung hat)

- Wenn man ein Betriebsmittel mit IP65 oder höher installieren möchte, wo Verschraubungen statt Würgenippel eingesetzt werden sollen, hat diese Verschraubung auch Platz, ohne das Rohr kürzen zu müssen.

- Die Montage des Betriebsmittel ist einfach einfacher durchzuführen, wenn man da ein bisschen Spiel hat

- Es würde einfach komisch aussehen, wenn da nur wenige Millimeter Abstand wären

- Es ist auf der Einspeiseseite Platz für den Seitenschneider, sollte sich am Verbraucher-Ende reiner Pfusch befinden (Dies ist eine Spaßantwort xD)

Was man aber definitiv nicht darf:

Das Rohr in den Würgenippel des Betriebsmittels einführen. Es muss vorher enden und nur die Leitung geht mitsamt dem Mantel durch den Würgenippel.

PS: Bei APTR-Installation (wo Dichtheit ja kein Thema ist) und alten Bergmannrohrinstallationen wurde (zumindest früher) das Rohr mit eingeführt. Die Schalter haben extra einen "extragroßen" Ausbruch dafür. Sicher bin ich mir hier aber nicht.

Für Sanitär:

Keine Ahnung! Ich würde dann keine Lücke lassen, sondern das Rohr dicht mit dem Betriebsmittel verschrauben, weil sonst brauchst du erstmal ein Boot, wenn du das Wasser wieder einschaltest :-D

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Die "Betriebsmittel" in Verbindung mit der Rohr-Installationen kenne ich nicht.

Vermutlich hat der Abstand etwas mit der Schallübertragung zu tun, den Rohrgeräusche sind in Wohnungen einfach Nervtötend. 

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Muss man nicht! In Holland werden sogar die Abzweigungen in Rohr gelegt. 

Es hat sich meiner Meinung nach einfach so eingebürgert, ohne technischen Hintergrund. 

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