Warum muss man 8 Stunden am Tag arbeiten?

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7 Antworten

Das hat man nicht berechnet, sondern im Laufe der Zeit erkämpft.

Als ich jung war, hat mein Vater noch 48 Stunden in der Woche gearbeitet, das war damals völlig normal. Es gibt auch heute noch Arbeitsverhältnisse mit 45 Wochenstunden. Dass es heute häufig weniger als 8 Stunden sind, geht auf entsprechende Tarifabschlüsse in der Vergangenheit zurück.

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Als ich meine Ausbildung begann war die wöchentliche Arbeitszeit 45 Stunden. Samstags wurde noch halbtags gearbeitet, auch im Büro. Nach und nach wurde das geändert, der Samstag war dann frei. Urlaub gab es auch nicht so viel. Ich fiel damals noch unter den Jugendarbeitsschutz und hatte weniger Arbeitsstunden und mehr Urlaub. So nach und nach wurde die Arbeitszeit nach unten geändert, die Urlaubstage nach oben und mit Hilfe der Gewerkschaften wurde dann z.B. der gesetzliche Mindesturlaub eingeführt, an den sich alle AG halten müssen. Selbstverständlich können die AG freiwillig oftmals mehr Urlaubstage gewähren, aber das Minimum ist vom Gesetzgeber festgelegt. 10 lächerliche Tage im Jahr, wie es heute noch in manchen Ländern üblich ist, gehören schon lange in DE zur Vergangenheit.

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Die Arbeitszeit ist das Produkt einer fortwährenden Entwicklung. Faktoren bei dieser Entwicklung sind Arbeitskampf, Konkurrenzfähigkeit (wer bekommt die besten Bewerber), Effektivität, Lohnniveau, Arbeitsaufkommen usw.

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Man muß es nicht. Doch sehr viele erlegen sich selbst den Zwang auf, fest zu glauben, daß sie so etwas müßten.

Schaut man sich das Durchschnittsverhalten der Menschen an, dann zeigt es sich, daß jede Menge Arbeitszeit nur dafür aufgebracht wird, möglichst viel von dem zu haben, daß man eigentlich überhaupt nicht braucht und das oftmals noch eine Menge Kosten verursacht, um es weiterhin zu erhalten.

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Kommentar von DaddyGallard
04.02.2017, 11:54

daß man eigentlich überhaupt nicht braucht und das oftmals noch eine Menge Kosten verursacht, um es weiterhin zu erhalten.

Aber genau hier möchte Ich den Sinn verstehen

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Je länger die Lohnabhängigen (Proletariat) arbeiten, desto mehr Profit kann der Kapitalist aus diesen herausschlagen. die Anzahl der Stunden, wo er kostenlos für den Kapitaleigner arbeitet, steigt mit der Länge des Arbeitstages. Marx nennt das den Erwerb des absoluten Mehrwerts.

Daher wurde die Arbeitszeit mit dem Aufkommen des Kapitalimus, also mit dem Beginn der allgemeinen Idustrialisierung immens gesteigert. 16 oder 18 Arbeitsstunden am Tag waren die Regel. Erst in harten Klassenauseinandersetzungen konnte die Arbeitszeit auf 8 Stunden pro Tag gesenkt werden. Dies ist im Grunde noch immer zu viel, etwa 4 Stunden dieser Zeit arbeitet der Lohnabhängige für das Kapital, also kostenlos. Mit ca. 4 Std. hat er im Grunde genommen bereits seinen Lohn erarbeitet. Aufgabe der Gewerkschaften muß es daher sein, nun den 6 Stunden -Tag zu erkämpfen, was natürlich von Arbeitgeberseite verhement abgelehnt wird, verringert sich doch so der Profit, wenn der Lohn nicht abgesenkt wird.

Es darf noch erwähnt werden, dass mit der Arbeitszeitverkürzung neue Arbeitsplätze entstehen, auch etwas, was der breiten Masse zu Gute käme.

P.S. habe mal gelesen, dass der 8 Stundentag am Arbeitsleben der Pferde ausgerichtet war. Diese verrichteten ihre Fuhr,- und Transportdienste nur für 8 Std., dann waren sie ausgepowert.

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Kommentar von Mikkey
06.02.2017, 18:51

Pferde sind ja auch weniger ausdauernd als Menschen (aber das wusste man damals wohl noch nicht).

Ansonsten sind Deine Argumente aus der sozialistischen Mottenkiste. Wie sich das Arbeitsleben  entwickeln wird kann niemand prophezeien.

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Einfach erklärt: Die Wissenschaft behauptet, dass man das Limit seiner Leistungskapazität nach 8 Stunden erreicht hat. Dann verlangt der Körper nach einer Ruhephase.

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Kommentar von Mikkey
04.02.2017, 12:12

Quelle? Welche Wissenschaft?

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Kommentar von kayo1548
04.02.2017, 20:39

Das kann man so pauschal kaum sagen, das hängt von sehr vielen Faktoren ab:

Der Art und Weise der Tätigkeit (körperliche braucht weniger und kürztere Kompensation als geistige), den Arbeitsbedingungen, die Art und Weise der Pausen (die die Leistungsphase in die Länge ziehen soll), persönlichen Faktoren (Cooping Strategien) usw.

Fakt ist allerdings, dass 8h leistungstechnisch eigentlich nie optimal sind, darum geht es dabei aber eigentlich kaum.

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Überleg mal, wie es noch vor 100-150 Jahren war. Da hat man 10 oder sogar 12 Stunden gearbeitet. Auch Am Samstag. Mit Pech den halben Sonntag. Urlaub gab es nicht.

Da sind 8 Stunden doch moderat.

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Kommentar von DreiGegengifts
04.02.2017, 12:08

Geh mal noch ein bisschen weiter zurück. Da betrug die Zeit mit der man in Lohnarbeit zubrachte 0 Stunden.

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