Warum muss heute jeder zu ausländischen Mitbürger Menschen mit Migrationshintergrund bezeichnen?

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11 Antworten

"Menschen mit Migrationshintergrund" sind hier eingebürgerte Leute mit ausländischen Wurzeln, nicht unbedingt Ausländer im Sinne ihrer Staatsangehörigkeit. Der Tourist aus Japan dagegen ist ein Ausländer "ohne Migrationshintergrund", weil der nicht immigriert, sondern Urlaubsfotos macht. Die Bezeichnung "Menschen mit Migrationshintergrund" finde ich auch nicht sehr glücklich gewählt. Es steht Dir durchaus frei, hierzu bessere Vorschläge zu machen. Das Wort "Ausländer" jedenfalls trifft die Sache nicht. Übrigens: Der Fremde ist nur in der Fremde fremd.

dompfeifer 30.07.2011, 17:15

Wichtiger Nachtrag: Das Wort "Immigrant" (oder auch kurz "Migrant") trifft die Sache auch nicht, weil der Einwanderer (=Immigrant) auch ein Vorfahr des "Menschen mit Migrationshintergrund" sein kann. Ich mache deshalb hier einmal einen praktikablen Vorschlag zur Sprachregelung ohne Zungenbrecher. Wir könnten doch das Sprachungetüm "Menschen mit Migrationshintergrund" auf zwei bedeutungsgebende Silben verkürzen: Der Migrund, die Migrundin, Plural die Migrunden.

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Der Begriff "Ausländer" bezeichnet einen Nicht-Deutschen. Wenn Du weißt, dass jemand nicht die deutsche Staatsangehörigkeit hat, dann ist der Begriff okay. Das kannst du bei Fremden aber weder sehen noch hören. Viele ausländisch aussehende Menschen mit starkem Akzent oder sogar gebrochenem Deutsch haben die deutsche Staatsangehörigkeit und sind somit Deutsche und keine Ausländer. Sie trotzdem so zu nennen deshalb diskriminierend.

Reservist 29.07.2011, 11:36

Nö, das hat nichts mit Diskriminierung zu tun.

Der Begriff kommt einfach aus der Bildungsforschung (insb. PISA)

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Morpf 29.07.2011, 11:50
@Reservist

Wenn ich Individuen, die einer Gruppe zugehören, eben diese Zugehörigkeit streitig mache, nenne ich das diskriminierend. Ich denke, dass ich das Wort im richtigen Sinne seiner Bedeutung benutze. Warum das nicht so ist musst du mir erklären.

Der Begriff kommt einfach aus der Bildungsforschung (insb. PISA)

Erstens weiß ich nicht was du damit sagen willst, zweitens halte ich dieser Behauptung für falsch. Wenn sie aber wahr sein sollte, ist es eine leichtes für dich, dies zu belegen. Ich bitte darum.

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Das wird eigentlich nur in den Medien so dargestellt, als wenn immer alle damit einverstanden wären, ich kenne keinen der zu einem Ausländer sagt dass er Migrationshintergrund hat, selbst Freunde von mir die selber aus dem Ausland kommen sagen Ausländer etc. Migrationshintergrund soll ja auch nur sagen dass er eigentlich schon hier geboren ist und seine Eltern aus dem Ausland kommen....

Es ist eine relativ junge Methode, die Wahrheit zurechtzubiegen, indem man die Begriffe manipuliert.

Doch diejenigen, die klare Bezeichnungen und damit gegenteilige Standpunkte verhindern möchten, werden damit scheitern, denn die Wahrheit ist so stark, dass sie nicht ewig unterdrückt werden kann.

Beim Begriff "Ausländer" ergibt sich allerdings die formale Schwierigkeit, dass Migranten mit deutschem Pass ja de jure Inländer sind.

Etwas hochgestochen, aber gut - weil ziemlich unangreifbar und ein Schlag ins Gesicht der "Tabuisierer" ist der Begriff der "autochthonen (=alteingesessenen) Bevölkerung".

Der Gegensatz dazu, im Sinne von "Ausländer", aber eben nicht im rechtlichen, sondern im faktischen Sinn, wäre dann "allochthon".

Ich wage aber zu bezweifeln, ob "die Allochthonen" als Begriff die Lösung wäre, schon deshalb, weil es kaum jemand verstünde.

Wenn du die heutige Zeit meinst, kann das stimmen. Geh ein paar Generationen zurück und geh ins Ruhrgebiet. Wir hatten eine deutsche Fußballnationalmannschaft in der mehr Spieler mit polnischen Namen als mit deutschem waren. Es wäre aber niemanden in den Sinn gekommen, diese Spieler als Polen zu bezeichnen. Sie waren aber zu Zeiten der Industrialisierung von Polen eingewandert. 2-3 Generationen weiter und dieses Thema gibt es nicht mehr.

robert97 29.07.2011, 12:41

Genau die Situation die du beschreibst steht auch im Buch von Thilo Sarrazin drin. Das liegt vor allem daran das sich diese Leute perfekt integriert haben. Allgemein können Osteuropäer das Besser als Araber und Türken. Man merkt das heute nur noch an den polnisch klingenden Namen von Miroslav Klose zum Beispiel.

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wolfgang11 29.07.2011, 14:33
@robert97

Ich denke, da spielt auch der Glaben eine Rolle. Das gab es auch schon in der Geschichte. Wie haben sich Christen der verschiedensten Strömungen untereineinder befeindet. Wieviele französiche Namen stammen von Hugenotten, die aus Frankreich vertrieben wurden. Ein altes deutsches Sprichwort sagt: Die Zeit heilt Wunden. Das größte Problem ist aber, daß Deutschland das Land mit der geringsten Geburtenrate ist und davon sind noch die Deutschen am unteren Ende. Solange dieser Trend anhält, werden in das so entstehende Vakuum Menschen aus anderen Ländern einströmen. Aber gerade diejenigen, die am meisten schreien, haben oft keine oder nur ein Kind.

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Komisch, ich habe heute Ausländer gesagt und bin nicht verhaftet worden. Ich wusste gar nicht, dass man das nicht darf. Hast du eine Quelle dazu?

Ich find auch dasd hört sich abartig an...Was bedeutet Migration überhaupt??Muß ja Auslandswurzel oder so bedeuten...

Sehr viele unsere Mitbürger haben inzwischen die Deutsche Staatsbürgerschaft erworben - und sind somit keine Ausländer mehr...

Ottoman 29.07.2011, 12:09

Höchstens sind sie auf dem Papier keine Ausländer.

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Ottoman 29.07.2011, 12:09

Höchstens sind sie auf dem Papier keine Ausländer.

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weil ausländer meist nicht zutrifft, da eben viele mit migrationshintergrund einfach deutsch sind,

die wurden hier geboren und somit sind sie keine ausländer, sondern deutsche mit migrationshintergrund

Kastenfrosch93 29.07.2011, 11:14

Deutsche die kein deutsch können...:D

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Reservist 29.07.2011, 11:34
@Kastenfrosch93

Hm is klar, die können ALLE kein Deutsch!

Zur Info: Auch z.B. viele Polen, die in den 50ern gekommen sind und deren Kinder gelten als Migranten.

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JanitorHank 29.07.2011, 11:40
@Kastenfrosch93

also ich hab keinen migrationshintergrund und wenn du dir mal zwischendurch anhörst was ich manchmal für deutsch spreche denkst du auch ich könnte kein deutsch,

(allerdings bin ich auch jugendlich und wir jugendlichen haben unsere eigene sprache :D )

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blondiendh 29.07.2011, 12:11
@Kastenfrosch93

Kastenfrosch93: hoffe die Verallgemeinerung war wirklich Spaß ;)

Übrigens trifft dein Satz auch auf die meisten "Gutefrage.net-Teenies" zu.

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dompfeifer 30.07.2011, 17:25
@Kastenfrosch93

Deutsche, Ausländer und Migranten, die kein Deutsch können, nennt man Menschen "mit Gute-Frage-Community-Hintergrund".

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Dummie42 29.07.2011, 11:14

So einfach ist das. Komisch, dass Viestein da nicht selber drauf kommen konnte :)

Und es gibt heute leider sehr viele Deutsche ohne Migrationshintergrund, die auch kein richtiges Deutsch können.

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blunt 29.07.2011, 11:25
@Dummie42

Oh Mann! :( Ich wußte, daß ich irgendwann auffliegen werde :(!

Gruß: Isa`

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vierstein 29.07.2011, 11:24

Stimmt nicht so ganz, ich hatte an meiner Berufsfachschule einen Türken als Deutschlehrer, obwohl er in Deutschland nicht geboren wurde, bestand er darauf Mitbürger mit Migrationshintergrund bezeichnet zu werden.

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Reservist 29.07.2011, 11:35
@vierstein

Ja und? Ändert aber nichts an der rechtlichen Definition.

Migranten sind die, wo min. ein Elternteil einen ausländischen Pass hat(te)

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JanitorHank 29.07.2011, 11:45
@vierstein

ehm das ist das was ich geschrieben hatte, nur ein wenig umgedreht,

er türke, nicht hier geboren, lebt aber hier -> mit migrationshintergrund

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Ottoman 29.07.2011, 12:08

Ich bin zwar in DE als Sohn eines Türken geboren, würde mich jedoch niemals als Deutscher mit Migrationshintergrund bezeichnen sondern einfach als Türke!

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JanitorHank 29.07.2011, 16:12
@Ottoman

als privatperson,

nur wenn ein politiker das macht kommen von allen seiten dann einwände und anfeindungen, das ist einfach ne formulierung, die politiker brauchen um ihre political correctness zu bewahren (das gleiche in staaten mit afroamerikanern etc.)

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JanitorHank 29.07.2011, 16:13
@Ottoman

als privatperson,

nur wenn ein politiker das macht kommen von allen seiten dann einwände und anfeindungen, das ist einfach ne formulierung, die politiker brauchen um ihre political correctness zu bewahren (das gleiche in staaten mit afroamerikanern etc.)

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Da Ausländer was anderes als Deutscher mit Migrationshintergrund ist.

Mich regt das auch immer total auf. Das schlimmste Beispiel für unsere "tolle" regierung ist folgendes: Pierre Vogel dieser radikale Moslem predigt auf öffentlicher Straße über den Islam und ist sogar für die Steinigung von Ehebrechern. Wenn Thilo Sarrazin aber mal die Probleme in Deutschland auflistet wird er gleich als Nazi und Ausländerfeindlich beschimmft.

vierstein 29.07.2011, 11:33

Da bin ich ganz deiner Meinung und möchte die anderen Menschen bitten, bevor sie Thilo Sarrazin als Nazi oder Rassisten beschimpfen,sollten sie erstmal sein Buch durchlesen, nicht anlesen.

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Reservist 29.07.2011, 11:35
@vierstein

Hab durchgelesen. Ändert aber nichts daran dass es trotzdem Schwachsinnig ist.

Und Pierre Vogel ist ja auch nicht gerade "anerkannt":

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JanitorHank 29.07.2011, 11:42
@robert97

ich habs nicht gelesen, aber hat der nicht vorgeschlagen allen akademikerinnen, die kinder bekommen mehrere tausend euro (hab iwie 50.000 im kopf) zu geben ?!

wie will man das denn finanzieren ?!

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robert97 29.07.2011, 11:45
@JanitorHank

bin grad bei der hälfte des buches und hab das bis jetzt nicht gesehen. sollte ich diese aussage finden melde ich mich :)

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blondiendh 29.07.2011, 11:57
@robert97

Sarrazin gibt nur Müll von sich.

Aber gut wer mit falsch dargestellten Statistiken sein Buch unterstützt und Hartz4-Empfängern sagt, sie könnten mit unter 4€ am Tag super leben...

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