Warum muss für die Deutschen immer alles "billig" bzw. "günstig" sein?

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12 Antworten

Das ist auch eine Frage des Einkommens. 

Viele müssen einfach auf den Preis achten. 

Das Schlimme ist, dass Qualität schwer zu erkennen oder zu bekommen ist. Gerade technischen Artikel werden bewusst auf Verschleiß gebaut die gehen kurz vor Ablauf der Garantie kaputt. Da kann man auch gleich ein Billiggerät kaufen. 

Das Internet hat bestimmt seinen Anteil an der Schnäppchen Jagd. Vergleichsportale bieten nun mal eine Möglichkeit, die es früher nicht gab. 

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Kommentar von rotesand
23.07.2016, 11:52

Teile ich vollkommen - ich achte genauso durchaus auf den Preis bzw. ein vernünftiges Verhältnis von Preis & Leistung. 

Ich kaufe meine Produkte in der Regel von den Marken, mit denen ich immer gute Erfahrungen gemacht habe & "Internetschnäppchen" kommen für mich daher nicht in Betracht, weil ich lieber einen guten Kundendienst vor Ort habe, der im Zweifel hilft. Das ist mir wichtiger als 20 Euro Ersparnis, die der Versand oft auch wieder ausgleicht.

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Die Schere zwischen Arm und Reich klappt immer mehr auseinander, es gibt etwa 15% arme Menschen in Deutschland ein weiterer Prozentsatz muß ziemliche Einkommenseinbußen hinnehmen. Was glaubst du wohl, warum so viele Kneipen mittlerweile dicht gemacht haben, andere sich nur durch Musikveranstaltungen und Essensangebote über Wasser halten können.

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Zum einen ist die Verallgemeinerung absoluter Unsinn. Auch teure Produkte werden leider viel zu oft auf den gleichen Billigproduktionsstraßen wie die billigen Produkte produziert und wenn man mehrmals die Erfahrung machte, dass sie eben nicht länger halten, eben nicht besser sind, teilweise sogar schlechter zu gebrauchen sind, neigt man eben dazu, zu denken, dass sich ein Kauf dieses Schwachsinns abseits eines Statussymbols nicht lohnt. Die meisten teuren Produkte sind einfach nur rausgeschmissenes Geld.

Andererseits schreien die Anbieter der Billigware dermaßen laut in der Werbung, dass du das vermutlich gleich auf die Käufer überträgst. Als Verkäufer muss man verkaufen, man ist darauf angewiesen und dass einige, die nichts anderes zu bieten haben, eben den Preis als Argument nennen, ist durchaus verständlich und es zieht nicht nur bei den Deutschen. In jedem Land funktioniert das.

Was du als deutsche Eigenschaft hinstellst, ist ein menschliches Merkmal, der Sinn zur optimalen Lösung mit dem geringsten Aufwand.

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Kommentar von rotesand
23.07.2016, 11:49

Das stimmt schon. 

Ich kaufe keinerlei Produkte aus Statussymbolik, aber mir ist es wichtig, nicht blind nur nach niedrigen Preisen zu gehen - man belügt sich damit in die eigene Tasche, wenn man sich etwas ganz günstig kauft & dann ständigen Verschleiß dran hat. Einmal etwas Hochwertigeres gekauft (ich rede nicht von Trendmarken usw., sondern eher von "guter Handwerksqualität" oder "guter Fertigungsqualität") zu haben ist da die bessere Variante, da spart man langfristig mehr.

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Kommentar von Argon1
25.07.2016, 00:37

Man sollte sich vor Augen halten, das so genannte Geschäftsleute
auf kosten der Allgemeinheit sich bereichern an jedem Produkt egal ab teuer oder billig.
So sind Produkte absolut gleicher Bauart und verschiedenen Markennamen zu finden.
wer soll da noch an Qualität glauben ??

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Das ist die "Geiz ist geil" Einstellung.

Aber am lustigsten finde ich die Leute, die überall sparen, dann für 50.000,- Euro ein auto kaufen, 2.500,- in Sonderfelgen investieren, aber bei 100,- Euro für Bluetooth sparen udn sich dann über das Bußgeld für Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung am Steuer mokieren.

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Kommentar von rotesand
23.07.2016, 17:34

Genau das meine ich auch ;)

Oder den fetten BMW X5 fahren & diesen vor einer schummrigen Mietskaserne im Sozialbauviertel abstellen. 

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Kommentar von Argon1
24.07.2016, 22:51

Für eine Freisprech Einrichtung als Pflicht für jedes Auto wäre die alternative.
Mir begegnen immer noch zu viele Autofahrer mit Handy am Ohr die kein einsehen haben das man dafür Leben retten kann.
Jeder der dann erwischt wird ... Führerschein für ein Jahr weg.. denn solche Leute handeln grob Fahrlässig und spielen mit dem Leben anderer.
Mfg Argon1

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Ich habe mir früher auch relativ teure Markenware gekauft. Doch der Qulitätsunterschied ist längst nicht mehr vorhanden, wie vielleicht noch in den 80er oder 90er.

Mittlerweile meide ich fast die große Marken, weil ich die gleiche Qualität woanders für ein Bruchteil des Preises bekomme. Ein schlechtes gewissen habe ich dabei auch nicht. Die Arbeitsbedingungen sind überall gleich, der Markenhersteller bezahlt seine Arbeiter auch nicht besser als der NoName Hersteller. 

Umgedacht habe ich nachdem bei mir eine Waschmaschine nach der anderen nach wenigen Jahren den Geist Aufgab.  Früher hielten die Dinger ewig. Nachdem mir 3 solcher deutschen Markengeräte kurz nach der Garantie kaputt gingen bin ich einfach mal umgestiegen. Bezahl jetzt ein Bruchteil und ich habe nicht das Gefühl da qualitativ was schlechteres stehen zu haben und das ding läuft jetzt schon seit 6 Jahren ohne das ich den Handwerker rufen musste. 

Das gleiche beobachte ich auch bei anderen Waren, seien es TV, Headsets, Computermäuse oder auch Kleidung. Auf Marken ist kaum noch verlass, sie produzieren zum größten teil den gleichen Mist wie die ganzen Billiganbieter aus Asien nicht selten sogar in den gleichen betrieben.

Wieso soll ich dann dafür mehr ausgeben, den mehr Qualität bekomme ich in den seltensten Fällen. Selbst wen das Billigprodukt schneller kaputtgehen sollte (was sie in der regel nicht tun), sind sie so günstig das man sich davon ohne weiteres ein 2tes oder 3tes Leisten könnte und immer noch nicht so viel Bezahlt hat.

Klar muss man hier auch ein unterschied machen zwischen günstigen noname Waren und Sachen die man gleich in den Müll werfen kann, zu geizig sollte man deswegen auch nicht sein.

Es gibt jedoch noch einige Waren bei den es sich lohnt mehr aus zu geben. Da da gibts diese Qualitätsunterschiede noch. Dafür zahle ich dann auch gern mehr. Spontan fällt mir da z.B. Werkzeug, Berufsbekleidung ein oder beim Kauf eines Grills :)

Ich denke auch nicht das es hier in Deutschland besonders ausgeprägt ist, das man alles nur noch Billig kaufen will. 

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Das ist nicht nur in Deutschland so, das kenne ich von allen Ländern, in denen ich bislang war.

Bei Onlineportalen ist es sicherlich auch der Spaßfaktor, bei Auktionen der Kick, das Gewünschte in der letzten Sekunde doch noch preisgünstig zu bekommen.

Generell denkt man wohl "Dann hab ich mehr Geld für anderes."

Den Dacia kenne ich nicht, aber wir fahren seit langem ausländische Wagen, vor allem französische. Die bekommt man - mit allem Zipp und Zapp - nun mal wesentlich günstiger als vergleichbare deutsche.

Dass teurere Markenprodukte heute noch deutlich länger halten, kann ich auch nicht so allgemein bestätigen - ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch diese ihre Sollbruchstelle wesentlich früher erreichen.

Mit Logik geht da eh nix, wenn ich an einen Radiobeitrag von vor vielen Jahren denke:
Für einen kleinen Taschenrechner von 19,99 € wollte niemand ein paar hundert Meter weitergehen, um ihn für 17,99 € zu kaufen.
Für einen Anzug hingegen sind sie ein paar km mit dem Auto gefahren, um ihn statt für 409 € für 399 € zu kaufen...

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Ich bin eigentlich ein ziehmlich sparsamer Mensch, und denke teilweise Monate- oder Jahre-lang über eine Anschaffung nach, bevor ich sie tätige. Dennoch achte ich auf eine hohe Qualität und informiere mich vor der Kaufentscheidung über alle Alternativen. Ich würde nie einfach so im Vorbeigehen irgendwelche No-Name-Produkte kaufen, wenn es um Dinge geht, die ich für eine lange Zeit nutzen möchte, wie z.B. Haushaltsgeräte, Computer, Reifen ect..

Dennoch ist mir natürlich am Ende auch der Preis wichtig, so dass ich zugegebenermaßen lieber im Internet bestelle, als dass ich einen 20-30%igen Aufpreis in eine lokalen Geschäft in Kauf nehmen würde. Andererseits ist mir auch die leichte Rückabwicklungsmöglichkeit z.B. bei Amazon einiges Wert, so dass ich dafür sogar einen Aufpreis zu zahlen bereit wäre.

Ich kenne aber auch die andere Seite, dass Leute irgendetwas irgendeinen "Müll" kaufen, nur weil er billig ist. Da frage ich mich auch, was in den Menschen vor geht, das kann ich leider nicht beantworten. Auf jeden Fall würde ich nicht alle Deutschen über einen Kamm scheren.

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Weil mit Niedriglöhnen die Kaufkraft nur schwach ist.
"Autos kaufen keine Autos" Ford II

Rekordgewinne für die Wirtschaft und Niedriglöhne für die Bürger schafft keinen Wohlstand, aber Armutsrenten.

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Solange die Waren im Bezahlbaren Bereich für alle bleiben ist es nur eine frage der Kaufkraft

Es gibt in Eutschland viele Menschen die sich eben teure Prdukte nicht leisten können weil Ihr Einkommen das nicht zulässt.

Genauso gut könnte man Fragen warum Die Gesellschaft die Billiglöhne nicht abschafft, so das sich jeder das Leisten kann was er braucht, um nicht in Hartz4 zu geraten und trotzden vernünftig leben kann ohne das die Person hungern muss.

Es ist die sogenannte Leistungsgesellschaft die dafür sorgt das diese Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird.
Ausserdem heisst teuerer auch nicht unbeding besser ..
Nicht weil die Armen zu faul sind, sondern weil ihnen die Jobs mit denen sie leben könnten erst gar nicht angeboten werden.
Eine Frau mit 2 Kindern alleinerziehend weil der Mann sich verdrückt hat und keinen Unterhalt zahlt während er ins saus und braus lebt kann sich wohl kaum etwas leisten was teuer ist.
Also bleibt Ihr nur die Option so günstig wie irgend möglich ein zu kaufen damit die kleine Famile überleben kann.
Wenn dann auch noch, wie zur Zeit, der Vermieterwahnsinn tobt mit ständigen horenten Mieterhöhungen, wie soll sie dann leben??
Sozialwohnungen in dem Sinne gibt es nicht mehr also welche Lösung bietest du an??

Und das ist kein Einzelfall sondern betrifft 2/3 der Bevölkerung in Deutschland.

Mfg Argon1

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Kommentar von Argon1
24.07.2016, 22:53

Sorry das sich ein paar Fehler eingeschlichen haben ^^

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Weil nicht jeder genug Geld hat und dann probiert vielleicht noch 1 Urlaub im Jahr zu finanzieren. Dann kauft man nunmal günstige Sachen.

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Kommentar von rotesand
23.07.2016, 11:50

Ist durchaus ein Argument, das ich verstehe und auch teile.

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Ist das so? Mir persönlich ist die Qualität eines Produktes wichtiger. Ich kenne auch niemanden dem dies anders geht. Was sicherlich auch am sozialen Umfeld liegen mag. Jeder eben so wie er kann. Deine Verallgemeinerung ist daher völlig fehl am Platz.

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Dafür gibt es mehrere Motive.

Zum einen eine traurige Mehrheit an durchschnittlich bis gut verdienenden aber zu Konsum-Affen degenerierte "Verbraucher" die am liebsten alles sofort haben wollen was die Werbung verspricht, deren Dispo deswegen aber schon auf Daueranschlag steht.

Dann die nassforschen sportlichen Typen denen es orgasmusähnlich rüberkommt wenn sie den gleichen Gegenstand ein paar Cent billiger erstanden haben als der Nachbar.

Und dann noch eine nicht unerhebliche Anzahl an Geringverdienern, die schlicht und einfach sehen müssen wie sie mit ihren paar Kröten am Existenzminimum herumvegetieren können und daher nur nach dem billigsten Preis einkaufen können.

Diese drei Typen gibt es dann auch noch in jeder kathegorieübergreifenen Mischform.

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