Warum muss Aktiv - und Passivseite hinsichtlich Bilanzsumme immer gleich sein?

6 Antworten

Weil jede Änderung auf einer Seite auch auf der anderen Seite geändert werden muss.

Schau dir die Geschäftsvorfälle an und kategorier sie.

Beispiel: Einnahmen von 1000€ sind bei Aktiva eine Erhöhung des Bankkapitals und auf der Passivaseite eine erhöhung des Eigenkapitals

Das ist das Wesen der doppelten Buchführung. Es werden immer mindestens zwei Konten angesprochen.

Entweder es handelt sich um reine Bilanzkonten (Aktivtausch, Passivtausch, Aktiv/Passivtausch), oder es sind Erfolgskonten beteiligt. Wenn ein Erfolgskonto beteiligt ist, ändert sich auch immer der Gewinn. Da das GuV-Ergebnis aber auf das Bilanzkonto Eigenkapital abgeschlossen wird, gleicht sich  die Bilanz wiederum aus.

Z.B. AfA Maschine: Abschreibung an Anlagevermögen, hier wird das Bilanzkonto Anlagevermögen vermindert, gleichzeitig ein Aufwandskonto im Soll gebucht. Wäre das der einzige Geschäftsvorfall, würde der entstandene Verlust gebucht werden mit: Eigenkapital an GuV-Konto. Somit wäre im Ergebnis sowohl das Aktivkonto Anlagevermögen im Haben gemindert als auch das Eigenkapital im Soll.

Wenn die Bilanz nicht aufgeht, liegt IMMER ein Buchungs-/Systemfehler vor.


Ich habe es seinerzeit so gelernt: Das Inventar ist eine Aufstellung sämtlicher Vermögenswerte und sämtlicher Fremdkapitalposten. Als 'Saldo' (besser: Differenz)  aus diesen Posten ergibt sich das Eigenkapital. Ist dieses auch als Posten in der Bilanz aufgeführt, kann es ja keinen Unterschied zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz geben. Hoffe, Dir damit geholfen zu haben.

Das Wort "Bilanz" kommt aus Italien und bedeutet "(Balken)Waage".

Eine Waage sollte ausgeglichen sein.

Daher sind die Gewichte (hier: Werte) auf beiden Seiten gleich groß.

Das kannst du mit einer mathematischen Gleichung vergleichen:

0=0

1=1

2=2

usw.

Denn 2 ist nunmal nicht 0 ;-)

Alles was beim einen weniger wird, muss irgendwo anders mehr geworden sein.

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