Warum müssen wir in der Schule ALLES können?

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17 Antworten

In der Schule soll eine grundlegende Allgemeinbildung vermittelt werden. Dazu gehören auch Sachen, die einen nicht unbedingt interessieren. Es ist aber dennoch wichtig, dass diese Fächer belegt werden müssen, damit ein Grundstock an Verständnis - etwa für Chemie - vorhanden ist. Außerdem ist es ja nur so überhaupt möglich, die eigenen Vorlieben zu erkennen und den späteren Berufsweg zu planen.

Und was die Lehrer angeht: Die haben in ihrem Studium für ihre Fächer wahrscheinlich wesentlich mehr gelernt, als sie in der Schule überhaupt vermitteln können. Das ist aber wichtig, weil sie nur durch umfassende Kenntnisse ihres Fachbereichs Zusammenhänge richtig darstellen oder auf unvorhergesehene Fragen reagieren können.

... und das regt mich auf.

Zu Recht regt Dich das auf! Es wird wohl auf immer das große Geheimnis unseres Schulsystems bleiben, warum das Bestreben darin liegt, allen Schülern das gleiche Wissen einzutrichtern. Dabei weiß doch jeder, dass Menschen unterschiedliche Talente und Fähigkeiten haben. Einer der Nachteile dieser Absurdität ist, dass die Kinder und Jugendlichen an ihren Defiziten gemessen werden, anstatt an den Fähigkeiten. Und weil sie den Erwartungen nicht in allen Fächern entsprechen, glauben viele, sie seien dumm.

Dabei bestreiten wir unser Leben nicht mit Dingen die wir nicht oder nicht gut können. Nur wer singen oder ein Musikinstrument spielen kann, wird eine musikalische Karriere einschlagen. Wer ein technisches Verständnis hat, wird einen entsprechenden Beruf ergreifen und nicht Bäcker oder Gärtner werden.

Übrigens hat Im Jahre 1996 ein Berliner Schüler nachgewiesen, dass Lehrer nicht das können, was von Schülern verlangt wird. Er wollte sich vom Chemieunterricht befreien lassen, da er sich sicher war, dass ihn der Inhalt dieses Fachs für ihn bedeutungslos ist.

http://kraetzae.de/schule/unterrichtsverweigerung/

Natürlich ist niemand von den Verantwortlichen auf seine Argumente eingegangen. Stattdessen hat man mit drokonischen Strafen gedroht, bis hin zum Verweis von der Schule.

Es geht eben um etwas ganz anderes. Zitat des Buchautors Frercks Hartwig-Hellstern: "Schulisches Lernen ist oft sinnlos, von Fremdbestimmung, Bevormundung, Disziplinierung geprägt. Dies bestreiten heute nur noch wenige. Zu offensichtlich sind die Folgen schulischen Zwangslernens für einen Großteil der SchülerInnen. (...) Lernen wird kaserniert, Kreativität wird erstickt, Selbstbestimmung kann oft nur noch in Lernverweigerung erlebt werden, Konkurrenz und Leistungszwang wird zum Lebensinhalt, Unterordnung unter staatliche Vorgaben unterdrückt freiheitliches Denken und Handeln."

Recht hat er!

Gruß Matti

IchbineineWand 14.12.2015, 14:34

Wird auf jeden Fall beste Antwort 😀

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Das ist wichtig, damit Du mal eine Berufsausbildung machen kannst. Kein Mensch weiß, in welche Richtung die mal geht - deshalb musst Du eben alles lernen.

Und stell Dir vor: Auch Deine Lehrer mussten, als sie in der Schule waren, alle Fächer lernen. Und sie haben es auch überstanden.

Und um nun Unterricht geben zu können, haben sie sogar studiert.

Die Lehrer unterrichten die Fächer, die sie studiert haben. Das bedeutet nicht, dass sie das Wissen aus den anderen Fächern nicht haben oder nicht brauchen. In der Schule wird ein gewisses Grundlagenwissen vermittelt. Als Chemielaborant wirst du erheblich mehr in Sachen Chemie kennenlernen als in der Schule.

Die Schule vermittelt Basiswissen, in der Oberstufe wird dieses vertieft, dort kannst du deine Schwerpunkte mit Leistungskursen aber frei wählen. Leider stehen aber nicht viele Fächer zur Auswahl, ich hätte auch lieber Ethik, statt BWL genommen..

In vielen anderen Ländern ist das anders, dort wählt man ab der 6-7 Klasse schon einen Schwerpunkt (z.B. Naturwissenschaftlich)

Glaube mir, im Berufsleben später musst du noch viel mehr wissen, was manchmal ganz praxisfern ist.

Weil Schule nichts weiter ist als wissenschaftlicher Kindergarten für deine eigentliche wissenschaftliche Ausbildung im Studium. Da spezialisierst du dich dann, brauchst aber erstmal ein breit gefächertes Basiswissen, um dich zu entscheiden.
Hört sich vielleicht was hart an, ist aber so.

Das sind nun mal die Grundlagen, wir leben in einem Land, in dem jeder eine gewisse Grundausbildung erhält, das ist ein großes Glück! Wirklich ins Detail geht es ja auch erst nach der Schule, frühstens beim Abi, wo du ja deine Fächer schon wählen darfst.

Außerdem hilft es auch, überhaupt etwas zu lernen (auch, wenn es wirklich nicht sinnvoll sein sollte), weil es deinen Geist anregt und fit hält.

Ein breites Allgemeinwissen ist meiner Ansicht nach sehr wichtig. Du weisst ja nicht, wie deine Zukunft aussieht und welche Kenntnisse dir später im Leben sehr nützlich, oder sogar notwendig sind. Überall gut sein, ist praktisch nicht möglich, da gehe ich mit dir einig. Aber man sollte sich bemühen, möglichst überall das Mögliche zu leisten. 

Du lernst ja nicht nur Fakten auswendig, sondern erwirbst auch Strategien zum Problemlösen. Und die wirst du im Leben immer wieder brauchen, das versprech ich dir.

Dazu muss man sich besser nur seinen Teil denken. Keiner muss alles können oder lieben. 2/3 braucht man später nie wieder.

Man soll ausprobieren können, ob dir das Fach wirklich liegt und wo du gut bist. Du weißt ja noch nicht, was dir später so gefällt.

die lehrer können in ihren 2 fächern aber mehr als ihr

schule ist halt basiswissen

und es wäre zu viel aufwand, schon früher zu selektieren, dass du zb gar keine chemie mehr hast

außerdem wäre es für manche schlecht, weil manche wechseln doch später dahin, wo sie es nie gedacht hätten

Wie sagen Lehrer so schön?

Allgemeinwissen

Geb dein bestes. lass dich nicht stressen. Wenn du es geschafft hast kommen noch blödere Sachen......is leider so:(

damit es später keine Fachidioten gibt

Weil das alles nur allgemeine Informationen sind das ist noch lange kein Fachwissen.


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