Warum müssen Tourette-Patienten fluchen?

2 Antworten

Tourette ist eine Art Druckabbau und das wird mit möglichst aggressiven Arten bekämpft, wie um sich schlagen, schimpfen, etc, so als hätte man Dämonen im Kopf, die man vertreiben will.

Betroffen müssen aber nicht immer fluchen. Meine Schwester mit Tourette flucht nicht, sie hat motorische Störungen, macht Grimassen, pustet, räuspert sich, saugt Luft geräuschvoll ein und aus. Gott sei Dank schimpft sie nicht, das wäre sonst unterträglich (ist es auch so schon). Wenn Tourette-Patienten fluchen, dann ist die Krankheit schon sehr massiv vorangeschritten. Tourette fängt ja mit sehr kleinen Gesten an wie: Augenzucken, Zappeln, Kopfwerfen, etc. Das steigert sich im laufe des Lebens, wenn man nichts dagegen macht oder es nicht einigermaßen unter Kontrolle hat. Wie immer: der Körper ist ein Gewohnheitstier. Ich bin der Meinung (nach jahrzehntelanger Erfahrung mit Tourette) man kann es minimieren, wenn man streng dahinter ist, es einzuschränken, aber da muss der Betroffene wollen, sich immer öfter zusammenreißen und man muss streng durchgreifen bei Kindern und es schon frühzeitig "verbieten" - immer wieder, bis es fruchtet, sonst gerät es außer Kontrolle.

Wenn mir ein "unbedachtes" Wort rausrutscht, ist es vermutlich eher so etwas wie sch...eibenkleister statt "oh wie schön" oder "danke".

Und bei den Tourette-Leuten geht es eben darum, dass sie nicht steuern können, was sie sagen. Andere beißen sich auf die Zunge oder verkneifen sich nen Kommentar, aber bei Tourette ist eben diese Sperre nicht da.

ja, das weiß ich, dass sie das nicht steuern können was sie sagen. um so mehr wundert mich ja auch, dass sie immer nur fluchen oder schimpfen.

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