Warum müssen Bürgschaftsverträge in Schriftform geschlossen werden?

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3 Antworten

bigftkiler:

marcussummer hat es erklärt.

Interessanter wäre die Frage mit plausibler Antwort, warum der Kaufvertrag eines Grundstücks von z.B. 10 qm mit einem Wert von gerademal 500 € der notariellen Bedurkundung bedarf, während für die Rechtgsgültigkeit des Kaufs eines Luxus-Automobils zu einem  3 000 (i.W. dreitausend) mal  höheren Preis die stillschweigende Geldübergabe und der Empfang der Sache samt Quittung und Kfz-Brief  ausreichen.

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Kommentar von coolboy153
11.10.2016, 19:25

Beim Grundstück wird eben auch etwas ins Grundbuch eingetragen das macht den Notar notwendig

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Weil eine Bürgschaft weitreichende Folgen für den Bürgen haben kann. Um ihm das klar zu machen, hat der Gesetzgeber eine Formvorschrift erlassen, die ihn darauf noch einmal aufmerksam macht.

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Kommentar von berkersheim
11.10.2016, 15:20

Verträge sollen möglichst fälschungs- und änderungssicher sein. Das ist bei der elektronischen Form (noch) nicht ausreichend gegeben.

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Die Schriftform kann nach Auffassung des Gesetzgebers die Warnfunktion (unbeschränkte Haftung des gesamten Vermögens möglich!) für den Bürgen am besten erfüllen, ohne die Wirksamkeit gleich an ein notarielles Formerfordernis zu binden, welches den Erfordernissen der Praxis oftmals nicht schnell genug umgesetzt werden kann.

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