Warum mögen Katzen und Hunde es gestreichelt zu werden?

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Tiere, die wie Hunde ursprünglich in Rudeln leben und wilde Katzen, die auch nicht immer allein jagen, ordnen durch Berührungen ihre Rangfolge, versichern sich ihrer gegenseitigen Friedlichkeit. Berührungen gehören bei Tieren zum Kommunikationsrepertoire.

Wir Menschen sind für unsere Haustiere Rudelmitglieder. Für Hunde sind wir der Rudelführer, dessen Berührungen sie zu tolerieren haben, auch wenn sie dazu mal keine Lust haben sollten, ansonsten signalisiert es ihnen, dass der "Boss" zufrieden mit ihnen ist. Für Katzen sind wir gleichberechtigte Mitbewohner, Streicheln signalisiert ihnen ein allgemeines Zur-Ruhe-kommen, das mögen sie. Und wenn sie das Streicheln mal nervt, dann sind sie mit einem Sprung vom Schoß runter und zeigen uns – ihren Bediensteten – den Hintern.

Wegen dieses eigenwilligen Verhaltens bevorzugen kreative und tolerante Menschen meisten Katzen. Menschen für die Ordnung und klare Kompetenzen wichtiger sind (das meine ich völlig wertneutral) bevorzugen dagegen oft Hunde. Das gilt natürlich nur für Menschen, die sich ganz bewusst ein Tier auswählen. Wem so ein armes Viech zugelaufen ist, das er aus Mitleid aufgenommen hat, der hatte natürlich andere Motive, wie Mitleid und Verantwortungsgefühl. Und dass wir uns so oft für Jungtiere entscheiden, hat den Grund, dass sie oft perfekt das Kindchenschema bedienen. Das gilt natürlich nicht für Reptilien, Fische oder Vogelspinnen.

Tiere sind oft sensibler als Menschen die es übrigens auch mögen gestreichelt zu werden aber man wurde ja anders erzogen, bei manchen hagelt es eben statt Liebe Hiebe, mit ein Grund weshalb viele Menschen zeitig die Erde verlassen um ins rettende Jenseits abzutauchen!

hallo,... Streicheln ist ein Zeichen gegenseitigen Vertrauens und Zuneigung. Beinahe jedes Lebewesen, welches in Rudeln oder Familienverbänden lebt mag das. Das gegenseitige Streicheln fördert das Zusammengehörigkeits-Gefühl. und die Zuneigung. Das beginnt, beim Menschen schon im Säuglingsalter. Kinder die keine Zuneigung erfahren, haben dann ein großes seelisches Problem mit dem menschlichen Miteinander.. Bei Tieren ist das auch nicht anders.
Gruß,...spatzi321

Nicht jeder Hund und jede Katze mag es gestreichelt zu werden. Einer meiner Katze haut mir auf die Hände wenn ich sie zu lange streichle.

Kenntst du die "5 Sekunden Regel"?

http://chakanyuka.de/die-fuenf-sekunden-regel/#more-3236

Einer meiner Hunde mag es auch nicht draußen gestreichelt zu werden. Ist ihm wohl peinlich. :-)

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich lebe seit mehreren Jahren mit Hunden zusammen.

Dann hab ich in meinem ganzem Leben nur und ausschließlich Kuschelmonster gehabt ;-)))

Ich weiß nicht woran das liegt, aber alle meine Hunde ob meine eigenen oder Pflegis liessen sich nach kurzer Zeit extrem gerne streicheln, schmusen, kuscheln usw.

Draussen ist das natürlich auch immer verschieden, mein kleiner hier bittet darum von jedem angetätschelt zu werden, meine ängstliche Hündin dagegen mag es wenn sie sieht und weiß das ich es bin oder auch ihr bekannte Menschen, aber Fremde haben da schlechte Karten ;-)

Das hat ja aber wieder nichts mit dem mögen zu tun, sondern eben mit ihrer Ängstlichkeit ;-)

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Das streicheln löst einen hormonellen Vorgang im Körper aus, dieser verschafft Menschen sowieso auch Hunden einen angenehmes Gefühl. Dieses Hormon welches dabei entsteht nennt sich Oxytocin, ist auch landläufig als Kuschelhormon bekannt.

Allerdings muß man eben bei Tieren und auch bei uns Menschen es so sehen, dass auch individuelle Lernvorgänge ihren Teil dazu tun und ob das streicheln diesen hormonellen Vorgang im Körper auslöst.

Hat ein Hund z.B. panische Angst vor Menschen und zeigt Meideverhalten und man würde ihn Zwangsstreicheln, so wird er vorraussichtlich irgendwann nach vorne schiessen und entweder direkt beissen oder aber erst vorwarnen.

Ein Hund der auf der Strasse aufgewachsen ist, nur schlechte Erfahrungen hat und nie von Menschen gestreichelt worden ist, der wird sich auch erst einmal nicht streicheln lassen wollen. Würde man ganz langsame Annäherungen in Richtung dieses Hundes mit sehr viel Geduld und Sachverstand verstärken so würde man ihn auch irgendwann streicheln dürfen und auch er würde es dann auf Grund des hormonellen Vorgangs als angenehm empfinden.

In Einzelfällen klappt das auch über Flooding, weil bei Hunden nun einmal eine starke Affinität zum Menschen besteht, diese z.B. weisen Wölfe nicht annähernd in dieser Form auf, dass liegt aber an der Domestikation. Ein Hund ist domestiziert Wölfe sind es nicht.

Doch würde ich jetzt kein Flooding empfehlen aber das wäre ja auch eine trainingstechnische Frage. ;-)

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