Warum mögen die Franken die Bayern nicht?

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5 Antworten

Auch diese  pauschalierte Aussage ist so nicht zutreffend.

Sicherlich gibt es Reibungspunkte, vorallem zwischen München (Oberbayern) und Franken. Grund hierfür ist in erster Linie die Übeheblichkeit vorallem vieler Münchner gegenüber den Restbayern (= alles nördlich von Dingolfing). Diese Konzentration der politischen und wirtschaftlichen Macht auf dem Großraum München, durch die sich viele außerhalb dessen lebende Bürger, vorallem auch in Franken oft zurückgesetzt oder benachteiligt fühlen, versärkt dieses Gefühl.

Die Erweiterung des heutigen Bayerns in der napoleonischen Zeit wird da eigentlich nur als Vorwand  stilisiert, denn der fränkische Reichskreis war auch vor dieser Zeit kein einheitliches Staatsgebiet, sondern stark zersplittert.

Auflistung aus dem Wikipedia-Artikel "Fränkischer Reichskreis":

"Geistliche Fürstentümer: Hochstift Bamberg, Hochstift Würzburg, Hochstift Eichstätt, Deutschmeistertum des Deutschen Ritterordens für Mergentheim, mit den Komtureien Virnsberg und Ellingen in der Ballei Franken
Weltliche Fürstenbank: Fürstentum Brandenburg-Ansbach, Fürstentum Brandenburg-Bayreuth, Gefürstete Reichsgrafschaft Henneberg-Schleusingen, Gefürstete Reichsgrafschaft Henneberg-Schmalkalden, Gefürstete Reichsgrafschaft Henneberg-Römhild, Gefürstete Reichsgrafschaft Schwarzenberg, Gefürstete Reichsgrafschaft Grafschaft Löwenstein-Wertheim-Rochefort, Gefürstete Reichsgrafschaft Löwenstein-Waldenburg
Grafen und Herrenbank: Gefürstete Reichsgrafschaft Hohenlohe-Neuenstein,
Reichsgrafschaft Castell, Reichsgrafschaft
Löwenstein-Wertheim-Virneburg, Reichsgrafschaft Rieneck,
Reichsgrafschaft Erbach mit der Herrschaft Breuberg, Reichsgrafschaft
Limpurg-Gaildorf, Reichsgrafschaft Limpurg-Speckfeld, Reichsgrafschaft
Seinsheim, Reichsgrafschaft Reichelsberg, Reichsgrafschaft Wiesentheid
Städtebank: Reichsstadt Nürnberg, Reichsstadt Rothenburg, Reichsstadt Windsheim, Reichsstadt Schweinfurt, Reichsstadt Weißenburg".

Erst Ludwig I vin Bayern ließ "Franken" in seinen 3 Kreisen wieder als einheitlich abgegrenztes Gebiet entstehen und stärkte damit die Identität der "Franken", wie auch der Schwaben im Gesamtstaat Bayern.

In vielen Notsituationen, wie Kriegen und Umstürzen erwiesen sich oft die Franken und vor 1945 auch die Pfälzer als die treuesten und patriotischten Bayern.

Und ein Großteil der Franken ist dies auch heute noch, nur nicht so lautstark und medienwirksam organisiert wie der "Fränkische Bund", der im wesentlichen nur die Unterschiede zwischen Franken und Altbaiern propagiert und herausstellt, aber die vielen kulturellen und sprachliche Gemeinsamkeiten, wie der Stolz auf die eigenen Dialekte, die deftige Küche, und die ruhige gelassene Mentalität nahezu völlig außer Acht lässt.

Auch "nördlich des Maines" sieht man die Idee eines geschwächten Bayerns ohne Franken und am besten auch ohne bayrisch Schwaben gerne, da sie einem deutschen Einheitsstaat erleichtern würde.

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Es gibt da gewisse Abgrenzungsbestrebungen, obwohl es dasselbe Bundesland ist. Die Sticheleien beruhen hierbei auf Gegenseitigkeit, wobei man sagen muß, daß die (Süd)Bayern froh sein sollten, einen tendenziell weltoffenen Landstrich wie Franken zu besitzen. Franken stellt sowohl kulturell als auch geographisch ein Bindeglied zwischen (Süd)Bayern und dem Rest Deutschlands dar.

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Verletzter Stolz, die Franken denken das sie keine Bayern sind und leben aber mitten drin... ;)

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Kommentar von Sophienrose
02.03.2017, 23:11

mittendrin stimmt ja mal überhaupt nicht. ;) wir leben gaaaanz am rand. *gg*

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Weil die Bayern die Franken nicht mögen.

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Ich finde es ja auch schade...,

weil München besser Fußball spielen kann als Nürnberg!!!

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