Warum missbilligen Vegetarier/Veganer den Fleischkonsum anderer Menschen, nutzen aber Smartphone, PC und alle anderen elektrischen/elektronischen Geräte?

23 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du musst wissen dass der Verzicht für viele eine Art Quasireliigon geworden ist und Glaube hat noch nie Sinn ergeben. Der Unterschied liegt darin nur andere Bevormunden zu wollen mit dem was man selbst bereit ist zu tun. Man will auf seine Kunstwelt nicht verzichten sondern nur Macht ausüben und über andere bestimmen daher blendet man einfach rationalität aus und fixiert sich auf die Ideologie. Der Vorschlag des Veggie Day der Grünen der NULL Sinn ergibt aber das eigene Ego befriedigt schlägt in die selbe Kerbe. Das siehst du schon alleine daran dass es Begriffe gibt für den Verzicht auf Fleisch/Tierisches. Für den Verzicht auf Südfrüchte, Tomaten oder Pilze gibt es keinen. Vegetarismus und Veganismus sind Ideologien mit Hoheitsanspruch. Auch hört man oft von Veganern dass Tierversuche "böse" sind und man deshalb auf Tierversuchsfreie Kosmetik achten sollte. DASS aber für Pestizide die aufs Feld gesprüht werden EBENSO ein Tierversuch herhalten muss um die Schädlichkeit zu prüfen wird ausgeblendet oder schön geredet. Meist haben solche Personen ein Schwarz/weiss bild und denke und einen Tunnelblick entwickelt der keine neue Erkenntnis zulässt. Fleisch/tierisches gut und Pflanzen wachen im Paradies und sind immer Gut.

Veganismus ist eine auf fantasie basierende Ideologie die ähnlich wie Religionen bestimmte gefühle zu vermitteln versucht z.b. Gemeinschaft, Hoffnung, Geborgenheit in einem übergeordneten Zusammenhang und Identifikation mit etwas über die Existenz des Einzelnen Hinausweisendem. Denn Veganismus hilft weder den Tieren, Menschen noch der Umwelt es ist ein hype für Youtube süchtige selbstdarsteller die auch mal in der öffentlichkeit onanieren wollen (also sich selbst befriedigen mit halbwahren texten ähnlich wie imame oder Priester). Es gibt Menschen die essen keine Tomaten... haben dafür weder ein Begriff (wie veganismus) noch machen sie dazu ein Video und posaunen es in der ganzen Welt umher wie schlimm doch die Tomatenproduktion... ist...

Vegan ist heute lifestyle und Mode, basierend auf der Identikätskrise vieler Menschen in den westlichen Industrienationen. Es ist ein Statement wer man ist / sein will. Dazu gehört heute einfach welches Handy man benutzt, welches Auto man fährt, hinter dem was konsumiert wird steckt eine Botschaft ein Statement hinsichtlich geistiger Grundhaltung, politischer Werthaltung etc...

Im Grunde zeigt es nur, wie psychisch krank die Lebensweise in unseren Industrienationen die Menschen macht, durch Schnelllebigkeit, Dauerstress, Kapitalismus, Nullnachhaltigkeit, fehlender Kultur und der kranken Einstellung, dass der Wert des Individuums sich an dessen Konsumverhalten orientiert/bemisst.

Insbesondere deiner Aussage, dass „sich der Wert des Individuums an dessen Konsumverhalten orientiert/bemisst“ stimme ich gerne in diesem Zusammenhang zu.

Gerade die Bewertung fleischessender Menschen als unethisch, nicht emphatisch, unmoralisch etc. ist hier im GF immer wieder nur allzu deutlich. Und genau dies hat mich zu dieser Frage gebracht.

Sinnvolle und wirkliche Argumente, warum es verurteilenswert ist, wenn ein Mensch Fleisch isst, aber warum es (scheinbar) völlig legitim ist, dass Tiere für elektronische Geräte sterben müssen, sind nicht gekommen.

Selbstverständlich ist klar, dass es in unserer heutigen Zivilisationsgesellschaft ohne Computer, Smartphone, Auto etc. gar nicht mehr geht – und selbstverständlich gibt es viele Menschen, die ganz bewusst auf Fleisch verzichten – aber für sich selbst, ohne ihre Mitmenschen bekehren zu wollen.

Es ist wohl tatsächlich so, dass ideologisch glaubensfeste Menschen gar nichts lernen, sondern nur Recht behalten wollen und sie daher nichts mehr verwirrt als Tatsachen. Tatsachen, die sie nicht wissen oder auch gar nicht wissen wollen, denn diese passen ja nicht in ihre heile, ideologische Welt. Denn es ist nicht ein nachvollziehbares Argument gekommen, nur Ausflüchte, Unterstellungen, Beschuldigungen, die alle grundsätzlich keine Antwort auf meine Frage waren. (Wohlgemerkt, es geht nicht um die Menschen, die bewusst und „still“ für sich selbst auf einen Fleischkonsum verzichten!)

Besonders „krass“ in diesem Zusammenhang für mich die hier mehrfach getätigten Aussagen, man bräuchte ein Smartphone ja dazu, um die eigene Weltanschauung zu verbreiten. Prima, ich nutze ein Teil, für das Tiere ihr Leben lassen mussten, um genau dagegen zu intervenieren. Das ist in etwa so, wie eingehüllt in einen warmen Pelzmantel zur nächsten „Anti-Pelz“-Demonstration zu gehen.

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@Hollandgroede

ja das hast du richtig erkannt. Manche Veganer/Vegetarier sind Vertreter einer Gesinnungsethik, also der ansicht, schon dadurch ein guter Mensch zu sein, daß man alleine durch den Verzicht auf der "richtigen" Seite steht. Menschen, die das Gute für sich reklamieren, fühlen sich oft grundsätzlich im Recht. Im Namen der guten Sache darf beleidigt und erpreßt werden.

Durch die Hybris der vermeintlichen moralischen Überlegenheit beanspruchen Veganer die Deutungs- und Diskurshoheit in allen Tierprodukte Fragen und fordern von Diskurspartnern ständig positive Bekenntnisse zur Veganen Positionen ein mit der Drohung, sie ansonsten vom Diskurs auszuschließen.

Sie sind unfähig, die Legitimität von Meinungen anzuerkennen, die nicht mit ihrer übereinstimmen. Das Vorhandensein anderer Meinungen erklären sie sich deshalb ausschließlich durch Vorliegen menschlicher Defizite, intellektueller, ethischer oder auch materieller Art, und bezeichnen deshalb Nicht-Veganer immer als dumm, bösartig oder, im besten Fall, als "zu kurz Gekommene".

Dem pathologischen Zwang zur Veganerei liegt ein Hang zur rigiden Selbstdisziplinierung zugrunde, der einhergeht mit dem Gefühl der Überlegenheit über diejenigen, die einfach das Falsche essen. Das hat etwas von religiöser Sonderstellung, also einer auserwählten Gruppe anzugehören, die sich durch bestimmte Verhaltensweisen zu erkennen gibt. Genauso wie du von keinem Religösen eine Sinnvolle erklärung bekommst wirst du diese auch nicht von Verzichtern bekommen.

Der Vegetarismus und der Veganismus sind "-ismen". Und wie das bei "-ismen" meist so ist, arbeitet der Verstand den dogmatischen "-Ismen" zu. Das Dogma lautet, dass vegetarisch oder vegan besser/ethischer/schicker ist. Es geht hier nicht darum, ob einem gewisse Lebensmittel schmecken oder nicht oder darum ökologisch nachhaltig Produzierte Lebensmittel zu konsumieren, sondern der generelle Ausschluss tierischer Produkte bis hin zur Schuhsohle ist das Ziel. Und wenn man dieses Ziel erreicht wird man belohnt und erlöst. Das wird in vielversprechenden Verheißungen dargestellt, etwa dass es ethischer sei, oder dass es umweltfreundlicher sei. Und natürlich wird es als modern und der als letzte Schrei, als Erlösung von allen Übeln der Zivilisation(z.b. -skrankheiten) dargestellt. Und deshalb versuchen die Fanatiker der fleischlosen Nahrung auch geradezu zwanghaft, andere Menschen zu bekehren da sie nun mal NICHTS anderes als ihre eigene zurechtgeschusterte "Wahrheit" zulassen.

Danke für den Stern!

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Bitte veralgemeinere da nicht. Nicht jeder Vegetarier/Veganer missbilligt den Fleischkonsum anderer Leute. Ich selbst gehöre dazu. Ich habe in 21 Jahren noch nie Fleisch gegessen, brauche dies auch nicht. Ich missbillige den Konsum anderer Leute nicht, die sollten essen dürfen was sie wollen, so wie ich das auch tue. Wenn sich jemand über meine Ernährung lustig macht oder diese in den Dreck zieht, dann missbillige ich den Fleischkonsum der Person nicht, auch wenn ich sauer oder gereizt werde. Ich muss mich für meine Ernährung nicht rechtfertigen, genauso wie ein Fleischkonsument das nicht muss.

worin der unterschied liegt, macht jeder mit sich selber aus. für den einen gibt es keinen, für den anderen gibt es einen.

ich finde es immer etwas seltsam, wenn dieser art kritik angeschleppt wird. du selber nutzt das internet = ein elektrisches gerät - aber du kritisierst die nutzung bei anderen leuten. anderen wasser predigen und selber wein trinken.

ich diskutiere maximal mit jemandem über meine einstellung, der seine haltung selbst auch vertritt.

Danke und DH - mehr kann ich auch hier nicht dazu sagen...;)

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Du scheinst meine Frage gar nicht verstanden zu haben, das ist sehr schade. Ich kritisiere nirgendwo - weder Leute die Fleisch essen, noch Leute, die kein Fleisch essen, weder Leute die ein Smartphone etc. nutzen, noch Leute, die darauf verzichten.

Mir geht es nur darum zu verstehen, warum viele Menschen ihren Mitmenschen böse vorwerfen, für sie würden Tiere (zum Essen) getötet - diesen Menschen eben scheinbar völlig egal ist, dass auch für ihr Smartphone Tiere sterben müssen. Dieses Verhalten ist mir unerklärlich und ist in meinen Augen nicht in Ordnung.

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@Hollandgroede

ich denke, deine "frage" habe ich sehr genau verstanden. du unterstellst, dass veganer, die smartphones etc. nutzen, gewissensbisse haben sollten - das ist ganz klar kritik. und hier schreibst du nochmals deine meinung ("ist in meinen augen nicht in ordnung") - auch das ist kritik.

dein standpunkt ist somit nicht neutral fragend.

die antworten interessieren dich ja auch gar nicht - sonst würdest du nicht überall deinen sermon dazu schreiben, sondern einfach mal die meinungen anderer stehen lassen.

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@Schokolinda

Nein, du verstehst die Frage überhaupt nicht. So schwer ist das doch gar nicht. Ich unterstelle niemandem etwas. Ich frage nur nach, warum fleischessenden Menschen von vielen V/V die Tiertötung böse angekreidet wird - die Nutzung elektronischer Geräte aber nicht die gleiche Abwertung erfährt.

Und natürlich interessieren mich die Antworten, denn ansonsten würde ich KEINE Kommentare schreiben. Eine Diskussion lebt von der Rede und der Gegenrede - und hat nichts damit zu tun, dass man die Ansichten anderer nicht gelten lässt. Aber dazu braucht es Toleranz - über die ich verfüge.

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@Hollandgroede

klar, dass du dich selber gerne als neutralen beobachter sehen möchtest, der clever auf angebliche diskrepanzen hinweist statt wie veganer "böse ankreidet".

tolerant ist aber nicht, die gegenseite böse zu nennen oder mit verallgemeinerungen zu "argumentieren" oder anzunehmen, dass eine andere meinung nur darauf beruhen könnte, dass du angeblich nicht verstanden wurdest.

wenn dich toleranz ein bißchen interessieren würde, dann hättest du auf die wertung "böse ankreiden" verzichtet, nachdem ich dich auf deine nicht-neutrale haltung/ausdrucksweise hingewiesen habe.

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@Schokolinda

Entspricht es nicht der Wahrheit, dass Fleischessern ihr Verhalten böse angekreidet wird? Dann solltest du doch vielleicht mal die vielen entsprechenden Fragen hier im GF lesen ...

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@Hollandgroede

nein, das entspricht nicht der Wahrheit. es gibt Millionen veganer/Vegetarier und du behauptest, alle machen das eine - das KANN nicht wahr sein. im übrigen empfehle ich dir die anti-vegane Fraktion auf GF, entweder als Gesinnungsgenossen oder um zu sehen, dass "böse ankreiden" unabhängig vom Konsum (ja/nein) von fleisch ist.

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@Schokolinda

Hust ! Ich hab angesichts dieser "Frage" bzw. dem User dahinter permanent "multiple Dejavus"...;)

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