Warum missbilligen Vegetarier/Veganer den Fleischkonsum anderer Menschen, nutzen aber Smartphone, PC und alle anderen elektrischen/elektronischen Geräte?

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du musst wissen dass der Verzicht für viele eine Art Quasireliigon geworden ist und Glaube hat noch nie Sinn ergeben. Der Unterschied liegt darin nur andere Bevormunden zu wollen mit dem was man selbst bereit ist zu tun. Man will auf seine Kunstwelt nicht verzichten sondern nur Macht ausüben und über andere bestimmen daher blendet man einfach rationalität aus und fixiert sich auf die Ideologie. Der Vorschlag des Veggie Day der Grünen der NULL Sinn ergibt aber das eigene Ego befriedigt schlägt in die selbe Kerbe. Das siehst du schon alleine daran dass es Begriffe gibt für den Verzicht auf Fleisch/Tierisches. Für den Verzicht auf Südfrüchte, Tomaten oder Pilze gibt es keinen. Vegetarismus und Veganismus sind Ideologien mit Hoheitsanspruch. Auch hört man oft von Veganern dass Tierversuche "böse" sind und man deshalb auf Tierversuchsfreie Kosmetik achten sollte. DASS aber für Pestizide die aufs Feld gesprüht werden EBENSO ein Tierversuch herhalten muss um die Schädlichkeit zu prüfen wird ausgeblendet oder schön geredet. Meist haben solche Personen ein Schwarz/weiss bild und denke und einen Tunnelblick entwickelt der keine neue Erkenntnis zulässt. Fleisch/tierisches gut und Pflanzen wachen im Paradies und sind immer Gut.

Veganismus ist eine auf fantasie basierende Ideologie die ähnlich wie Religionen bestimmte gefühle zu vermitteln versucht z.b. Gemeinschaft, Hoffnung, Geborgenheit in einem übergeordneten Zusammenhang und Identifikation mit etwas über die Existenz des Einzelnen Hinausweisendem. Denn Veganismus hilft weder den Tieren, Menschen noch der Umwelt es ist ein hype für Youtube süchtige selbstdarsteller die auch mal in der öffentlichkeit onanieren wollen (also sich selbst befriedigen mit halbwahren texten ähnlich wie imame oder Priester). Es gibt Menschen die essen keine Tomaten... haben dafür weder ein Begriff (wie veganismus) noch machen sie dazu ein Video und posaunen es in der ganzen Welt umher wie schlimm doch die Tomatenproduktion... ist...

Vegan ist heute lifestyle und Mode, basierend auf der Identikätskrise vieler Menschen in den westlichen Industrienationen. Es ist ein Statement wer man ist / sein will. Dazu gehört heute einfach welches Handy man benutzt, welches Auto man fährt, hinter dem was konsumiert wird steckt eine Botschaft ein Statement hinsichtlich geistiger Grundhaltung, politischer Werthaltung etc...

Im Grunde zeigt es nur, wie psychisch krank die Lebensweise in unseren Industrienationen die Menschen macht, durch Schnelllebigkeit, Dauerstress, Kapitalismus, Nullnachhaltigkeit, fehlender Kultur und der kranken Einstellung, dass der Wert des Individuums sich an dessen Konsumverhalten orientiert/bemisst.

Insbesondere deiner Aussage, dass „sich der Wert des Individuums an dessen Konsumverhalten orientiert/bemisst“ stimme ich gerne in diesem Zusammenhang zu.

Gerade die Bewertung fleischessender Menschen als unethisch, nicht emphatisch, unmoralisch etc. ist hier im GF immer wieder nur allzu deutlich. Und genau dies hat mich zu dieser Frage gebracht.

Sinnvolle und wirkliche Argumente, warum es verurteilenswert ist, wenn ein Mensch Fleisch isst, aber warum es (scheinbar) völlig legitim ist, dass Tiere für elektronische Geräte sterben müssen, sind nicht gekommen.

Selbstverständlich ist klar, dass es in unserer heutigen Zivilisationsgesellschaft ohne Computer, Smartphone, Auto etc. gar nicht mehr geht – und selbstverständlich gibt es viele Menschen, die ganz bewusst auf Fleisch verzichten – aber für sich selbst, ohne ihre Mitmenschen bekehren zu wollen.

Es ist wohl tatsächlich so, dass ideologisch glaubensfeste Menschen gar nichts lernen, sondern nur Recht behalten wollen und sie daher nichts mehr verwirrt als Tatsachen. Tatsachen, die sie nicht wissen oder auch gar nicht wissen wollen, denn diese passen ja nicht in ihre heile, ideologische Welt. Denn es ist nicht ein nachvollziehbares Argument gekommen, nur Ausflüchte, Unterstellungen, Beschuldigungen, die alle grundsätzlich keine Antwort auf meine Frage waren. (Wohlgemerkt, es geht nicht um die Menschen, die bewusst und „still“ für sich selbst auf einen Fleischkonsum verzichten!)

Besonders „krass“ in diesem Zusammenhang für mich die hier mehrfach getätigten Aussagen, man bräuchte ein Smartphone ja dazu, um die eigene Weltanschauung zu verbreiten. Prima, ich nutze ein Teil, für das Tiere ihr Leben lassen mussten, um genau dagegen zu intervenieren. Das ist in etwa so, wie eingehüllt in einen warmen Pelzmantel zur nächsten „Anti-Pelz“-Demonstration zu gehen.

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@Hollandgroede

ja das hast du richtig erkannt. Manche Veganer/Vegetarier sind Vertreter einer Gesinnungsethik, also der ansicht, schon dadurch ein guter Mensch zu sein, daß man alleine durch den Verzicht auf der "richtigen" Seite steht. Menschen, die das Gute für sich reklamieren, fühlen sich oft grundsätzlich im Recht. Im Namen der guten Sache darf beleidigt und erpreßt werden.

Durch die Hybris der vermeintlichen moralischen Überlegenheit beanspruchen Veganer die Deutungs- und Diskurshoheit in allen Tierprodukte Fragen und fordern von Diskurspartnern ständig positive Bekenntnisse zur Veganen Positionen ein mit der Drohung, sie ansonsten vom Diskurs auszuschließen.

Sie sind unfähig, die Legitimität von Meinungen anzuerkennen, die nicht mit ihrer übereinstimmen. Das Vorhandensein anderer Meinungen erklären sie sich deshalb ausschließlich durch Vorliegen menschlicher Defizite, intellektueller, ethischer oder auch materieller Art, und bezeichnen deshalb Nicht-Veganer immer als dumm, bösartig oder, im besten Fall, als "zu kurz Gekommene".

Dem pathologischen Zwang zur Veganerei liegt ein Hang zur rigiden Selbstdisziplinierung zugrunde, der einhergeht mit dem Gefühl der Überlegenheit über diejenigen, die einfach das Falsche essen. Das hat etwas von religiöser Sonderstellung, also einer auserwählten Gruppe anzugehören, die sich durch bestimmte Verhaltensweisen zu erkennen gibt. Genauso wie du von keinem Religösen eine Sinnvolle erklärung bekommst wirst du diese auch nicht von Verzichtern bekommen.

Der Vegetarismus und der Veganismus sind "-ismen". Und wie das bei "-ismen" meist so ist, arbeitet der Verstand den dogmatischen "-Ismen" zu. Das Dogma lautet, dass vegetarisch oder vegan besser/ethischer/schicker ist. Es geht hier nicht darum, ob einem gewisse Lebensmittel schmecken oder nicht oder darum ökologisch nachhaltig Produzierte Lebensmittel zu konsumieren, sondern der generelle Ausschluss tierischer Produkte bis hin zur Schuhsohle ist das Ziel. Und wenn man dieses Ziel erreicht wird man belohnt und erlöst. Das wird in vielversprechenden Verheißungen dargestellt, etwa dass es ethischer sei, oder dass es umweltfreundlicher sei. Und natürlich wird es als modern und der als letzte Schrei, als Erlösung von allen Übeln der Zivilisation(z.b. -skrankheiten) dargestellt. Und deshalb versuchen die Fanatiker der fleischlosen Nahrung auch geradezu zwanghaft, andere Menschen zu bekehren da sie nun mal NICHTS anderes als ihre eigene zurechtgeschusterte "Wahrheit" zulassen.

Danke für den Stern!

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Vielleicht nicht zum Überleben aber um einigermaßen an der Gesellschaft teilhaben zu können und teils auch zum arbeiten braucht man einige Dinge eben schon. Wenn man also nicht unter einem Stein leben will, muss man ein paar Abstriche machen. Trotzdem kann man doch vieles Vermeiden, das wirklich unnötig ist, wie z.B. Tierprodukte. ;)

Es gibt einen Unterschied zwischen Tiere essen und etwas von Tieren benutzen. Ich glaube, dass es für die meisten einfach nicht erträglich ist auf einem toten Tier zu kauen. Allein schon, weil sie viele schreckliche Dinge damit verbinden z.B schlechte Haltung und Tierquälerei oder es einfach ekelig finden. Natürlich fragt man sich, ob es sich nicht irgendwie widerspricht, wenn man z.B Tiere schützen will, aber trotzdem Stoffe benutzt, wofür Tiere sterben mussten. Das ist wahrscheinlich auch sowas wie in den Mund nehme ich es nicht, weil das ekelig ist, aber benutzen und anfassen geht noch. Das ist ein bisschen schwer zu verstehen, aber wenn man länger darüber nachdenkt, dann ist es eigentlich ganz nachvollziehbar. Wahrscheinlich setzen sich die meisten auch gar nicht damit auseinander, denn ich glaube, dass fast niemand weiß, dass man für Kupfer Tiere braucht. Heutzutage sind ja aber auch viele Vegetarier oder Veganer, weil es einfach Trend geworden ist. Oder aber auch der Konsum wächst viel zu schnell und beeinflusst das Denken vieler Menschen.

Nur so am Rande:

Ist ein sog. "Trend" nicht gut und wichtig, der Menschen dazu veranlasst, nachzudenken und über den Tellerrand zu schauen ?

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Das ist nicht nur eine reine Suggestivfrage sondern ein klassisches Strohmannargument. Fleischkonsum und Eletrogeräte haben absolut nichts miteinander zu tun und es gibt keinen ursächlichen Zusammenhang.

Außerdem geht es bei Veganismus nicht um Perfektion sondern um die Annährung an ein Ideal. Hier mal die Originaldefinition:

"Veganism is a way of living which seeks to exclude, as far as is possible and practicable, all forms of exploitation of, and cruelty to, animals for food, clothing or any other purpose."

Dabei hängt "as is possible and practicable" von der individuellen Situation der einzelnen Person ab. Ich stimme aber zu dass man auch im Hinblick auf Elektrogeräte sein Konsumverhalten so ausrichten sollte dass dadurch möglichst wenig Schaden für Mensch, Tier und Umwelt entsteht.

Zu argumentieren nur weil man nicht perfekt sein kann kann man auch ruhig alle Hemmungen über Bord werfen ergibt jedoch gar keinen Sinn.

Danke wieder mal - schön, dass du da bist...;)

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Erstmal: Ich bin Veganer und Missbillige NICHT den Fleischkonsum anderer Leute. Warum denken viele immer so in Schubladen, Vorurteilen und Stereotypen? Ich möchte niemandem eine Vegane Lebensweise aufzwingen oder ihn überzeugen. Ich erlebe dieses "überreden wollen" meist ehr von Omnivorer Seite gegenüber Veganern und Veggies.

Ich benutze Elektronische Geräte, weil ich ein normales Leben im 21 Jahrhundert lebe. Ich fahre auch Fahrrad oder mit anderem im Auto, obwohl man da Insekten töten kann. Bei Lebensmitteln führt schlechte Ettiketierung auch schonmal dazu, dass man ausversehen Tierisches isst...
Und trotzdem versuche ich bei meiner Ernährung Vegan zu bleiben und keine Lederprodukte etc. zu kaufen. Das man das nicht zu 100% schafft ist mir klar. Bin ich deswegen inkonsequenter als jemand, der täglich tierisches kauft?

Nein, bist du nicht - im Gegenteil !

Ich denke, da is(s)t viel Neid im Spiel von der "antiveganen Front...;)

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