Warum milderes Urteil?

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das heißt verminderte Schuldfähigkeit unter Drogen oder Alkoholeinfluß, kann aber auch Strafverschärfend sein, wenn derjenige schon öfters unter dem Einfluß von Drogen oder Alkohol strafbare Handlungen begangen hat, denn dann heißt es Vorsätzlicher Vollrausch! Es gibt also nicht immer Strafmilderung!

wenn's denn so wäre- leider kommt es relativ selten vor.

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Es kann durchaus strafschäftend sein.. Manchmal liest man in Urteilen auch "trank größere Mengen Alkohol, obwohl ihm bewußt war, wie aggressiv ihn das macht" oder "...obwohl es bereits vorher in ähnlichen Situationen zu Straftaten gekommen ist" Es kommt auf den Einzelfall an.

Im übrigen ist "ich hatte schon 2 Bier getrunken" völlig unerheblich. Verminderte Schuldfähigkeit fängt bei 2 Promille an, Schulunfähigkeit bei mindestens 3 Promille. Solche Werte erreicht ein Durchschnittsmensch gar nicht erst. Und der "Strafrabatt" ist bei verminderter Schuldähigkeit meistens eher zu vernachlässigen, weil sehr gering.

weil alkohol und drogen die urteilsfaehigkeit einschraenken und daher die vorsaetzlichkeit einer straftat nicht eindeutig ist und das ausmass vom taeter weniger gut einzuschaetzen war.

die meisten leute, die alkoholisiert oder unter drogen verbrechen begehen, nehmen diese mittel ja nicht vorher, um spaeter besser wegzukommen, sondern die taten "passieren" waehrend des rausches. insofern findet kein vorsaetzlicher missbrauch von drogen/alkohol zur strafmilderung statt.

davon abgesehen gelten alkoholismus und drogenabhaengigkeit (wenn in diesem zusammenhang vorliegend) als krankheiten und krankheiten koennen ebenfalls mildernde umstaende beguenstigen.

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