Warum wählen so viele Menschen lieber die SPD statt die Linke?

32 Antworten

Die beste Antwort auf Deine Frage dürften die vielen vor Unsachlichkeit nur so strotzenden Kommentare in diesen Thread sein.

Tatsächlich hat es schon eine gewisse Ironie, dass Die Linke, die sich von allen im Bundestag vertretenen Parteien am stärksten für die Interessen der Mehrheit einsetzt, von der Mehrheit nicht gewählt wird. Die Ursache dafür sind vielfältig:

1. Wie Du bemerkt hast, wird Die Linke bei den meisten Deutschen sofort mit der DDR assoziiert, was daran liegt, dass sie formell die Nachfolgerpartei dritten Grades der SED ist. Dass diese historische Tatsache keinerlei negative Auswirkungen auf die politischen Ziele der Linkspartei hat, wird dabei leider außer Acht gelassen. Denn ganz im Gegenteil hat sich Die Linke ihre DDR-Vergangenheit zum Anlass genommen, ein reformiertes linkes Programm zu erstellen. Damit ist sie dogmatisch-linken Parteien in anderen Ländern der Welt um einiges voraus, denn letztgenannte halten oft noch an kommunistischen Revolutionsvorstellungen fest. Trotzdem haben die Leute alleine vom Bauchgefühl her schon negative Konnotierungen wegen der DDR und fürchten sich vor wirtschaftlichen Problemen, weil ihnen das von der Gegnerschaft der Linken oft genug erzählt wurde.

2. Der größte Teil der Wählerschaft ist zwischen 50 und 70 Jahre alt ("Laut der repräsentativen Wahlstatistik hatte die Altersgruppe der 60- bis unter 70-Jährigen mit 79,8 Prozent die höchste Wahlbeteiligung, gefolgt von den 50- bis unter 60-Jährigen mit 75,5 Prozent." http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/bundestagswahlen/205686/wahlbeteiligung-nach-altersgruppen). Das ist genau die Generation, denen das "deutsche Wirtschaftswunder" Helmut Kohls präsent ist. Sie sind also überzeugt von gewissen Prinzipien, beispielsweise dass das Wirtschaftswachstum eine Art Selbstzweck sei und mit einer Verbesserung der Lebensverhältnisse aller einhergehen würde. Ein weiteres Dogma besteht darin, dass Privatisierungen per se gut und Verstaatlichungen per se schlecht seien. Gleichzeitig haben diese Menschen miterlebt, wie andererorts sozialistische Parteien entweder Menschenrechtsverletzungen begangen haben oder in Misswirtschaft untergingen. Da hat sich dann das Vorurteil eingebrannt: Bloß nicht links wählen, da kann nur Mist bei rauskommen. Zu guter Letzt liegt es schon in der Natur der Sache, dass man im Alter vorsichtiger wird und weniger offen für Veränderungen ist.

3. Nach wie vor ist der Neoliberalismus die in den Eliten dominierende Wirtschaftsideologie. Die Mainstream-Ökonomen und politisch/wirtschaftlich Mächtigen propagieren und stützen dieses System. Die Marktpsychologie, die aus dem Neoliberalismus hervorgeht, ergreift immer größere Teile der Gesellschaft, in welche wir hineingeboren werden. Das bedeutet: Kommerzialisierung, Konkurrenzkampf, Kosten-Nutzen-Kalkül, Effizienz- und Wachstumsdenken usw. In den Bildungseinrichtungen, die genau nach diesen Mustern funktionieren, werden uns deckungsgleich dazu noch von den meisten Lehrern oder Professoren die Vorzüge des Neoliberalismus angepriesen. Ähnlich sieht es in den Wirtschaftsteilen der meisten Printmedien aus, auch dort dominiert die einseitige neoliberale Sichtweise. Das hat nichts mit staatlicher Verschwörung zu tun oder so, sondern der Neoliberalismus entspricht wie gesagt einfach dem Zeitgeist.

4. Die Linke macht sich insbesondere für die Schwächeren der Gesellschaft stark, doch leider ist der Anteil der Nichtwähler unter dieser Gesellschaftsschicht am größten. Viele Menschen schlechteren Bildungsstandes sowie Hartz IV Empfänger oder Obdachlose sind generell politikverdrossen und werfen Die Linke in einen Topf mit den anderen Parteien. Nach dem Motto: "Die Politiker sind doch alle Lügner". Zudem ist ihre politische Bildung logischerweise schlechter, weswegen sie die komplexen Zusammenhänge nicht verstehen und deshalb den Versprechen des Neoliberalismus oder der Propaganda der Rechtspopulisten auf den Leim gehen. Hier offenbart sich also eine weitere Ironie: Die Verlierer des Systems befinden sich zwar in der Mehrheit, doch sie verstehen das System nicht und wählen deshalb ihre Schlächter oder gar keinen. Die Gewinner des Systems, die zwar eine Minderheit des Volkes sind, gehen größtenteils zur Wahl und wählen auch die Parteien, die sie privilegieren.

5. Die Linke nimmt als einzige Partei keine Unternehmensspenden entgegen. Dadurch kann sie im Wahlkampf natürlich auf geringere Ressourcen zurückgreifen als die anderen Parteien, die (insbesondere in Person von Union und FDP) saftige Geldsummen kassieren. Die wirtschaftsliberalen Parteien haben logischerweise auch die besseren Marketing-Experten auf ihrer Seite, weil sie eben die Interessen der Wirtschaft bedienen. Und Die Linke hat mit Großunternehmen und Reichen ausgerechnet die Mächtigsten und Einflussreichsten der Gesellschaft als Gegner.

6. Die Negativfolgen, die der Neoliberalismus mit sich bringt, sind sehr komplex und auf den ersten Blick nicht zu erkennen, da sie zeitlich und räumlich verschoben stattfinden und eine gewisse finanzpolitische Bildung erfordern. Dem Durchschnittsbürger ist nicht bewusst, dass das deutsche Wirtschaftswachstum nur so lange existieren kann, solange dafür Menschen auf der südlichen Welthälfte unter niedrigsten Bedingungen ackern müssen und Umweltstandarts missachtet werden (Näherinnen in Bangladesh, Kupferminenarbeiter in Peru, Weinpflücker in Südafrika usw.). Solange Deutschland mit Exportüberschüssen und Freihandelsabkommen die Volkswirtschaften von Afrika oder schwächeren europäischen Ländern zerstört. Solange wir auf eine Art leben (konsumieren und uns fortbewegen), durch die man umgerechnet 3,5 Planeten bräuchte. Und was ist mit den Tricksereien der Konzerne, die durch Briefkastenfirmen ihre Steuern nicht bezahlen? Oder gewissen volkswirtschaftlichen Prinzipien, wie in etwa die, dass man einer schwachen Wirtschaft niemals eine starke Währung aufdrücken darf? Oder die Dimensionen, die mit der Entfesselung der Finanzmärkte verbunden sind? Schlussendlich auch mit den Verbindungen zwischen dem Neoliberalismus und den Flüchtlingsströmen... und so weiter und so fort. Das versteht der Durchschnittsbürger nicht. Einfache Floskeln wie: "Wir Deutschen müssen für die faulen Griechen und für die sozialschmarotzenden Flüchtlinge bezahlen" oder "Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum tun allen Deutschen gut" sind halt einfacher zu verstehen.

Traurig. Ärgerlich. Und fast schon wieder amüsant, aufgrund dieser Tragik. Aber ein Grund, aufzugeben? Niemals! Ich bin optimistisch. Dass eine Partei links der SPD gesamtgesellschaftlich anerkannt wird und sich im Bundestag etablieren kann, wäre vor 30 Jahren noch undenkbar gewesen. Und dass Die Linke inzwischen nicht nur von nostalgischen Ossis gewählt wird, sondern insbesondere einen Zuwachs bei der westdeutschen jungen städtischen Bevölkerung gewinnt, ist für die Zukunft ein gutes Zeichen. Egal wie die Umstände sind, ich werde nach wie vor meine Lebensenergie dafür aufbringen, linke Politik zu machen. Für eine gerechtere und bessere Welt, für ein gerechteres und besseres Deutschland. Sozial. Gerecht. Frieden. Für alle.

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Du hast es auf den Punkt gebracht! Danke für diese Antwort!

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Mängel aufzuzählen ist nicht schwierig, durchführbare Konzepte vorzulegen und damit Wähler zu überzeugen ist was anderes. Die linken Parteien haben insgesamt das Problem, dass sie noch nie so recht Gelegenheit hatten, erfolgreich eine wirkliche Verbesserung umzusetzen. Da haben es die Konservativen einfacher. Den IST-Zustand kann man beurteilen und die guten Seiten als erhaltungswert einstufen. Bei Änderungen ist man zurückhaltender, weil man sicher sein will, das es auch funktioniert.

Das wichtigste ist die Frage, ob man einer Partei das überhaupt zutraut, das zu erreichen, was sie verspricht.

Die SPD hat mal mit einem klassenlosen Krankenhaus und kostenlosem Zahnersatz geworben. Als sie dann gewählt wurde und dies auch umgesetzt hat, waren nach einem halben Jahr die Kassen leer und es kam zu einem Kostendämpfungsgesetz, wonach alles schlechter wurde als es ursprünglich mal war. Nur das Gute zu wollen und dann es nicht hinzubekommen nutzt niemandem.

Das einzige "Problem", das ich persönlich an der Partei sehe, ist: Sie ist die Rechtsnachfolgerin der SED, also derjenigen Partei, die an der innerdeutschen Grenze auf ihre eigenen Landsleute hat schießen lassen. Das ist schon ein sehr sehr dunkles Kapitel der Deutschen Geschichte. Natürlich ist das lange her, aber eine solche historische Schande wird man eben nicht so "schnell" los.

Zum anderen, was hier aufgeführt wurde: Sie sei "radikal" - natürlich ist sie das! Um aber an unserer politischen Lage etwas zu ändern, braucht es radikale Forderungen. Sonst hätten wir ja noch eine CDSPU-Einheitsgewäsch-Partei, die "weiter so!" sagt. In meinen Augen ist ein radikaler Umbruch und eine Umwälzung unserer Gesellschaftsstrukturen und insbesondere unseres Wirtschaftssystems mehr als überfällig. Das würde ich der Linken also nicht zu Last legen, eher im Gegenteil!

Ich persönlich bin mit der "aktuellen" Politik (bzw. vielmehr derjenigen der letzten 10 - 15 Jahre) sehr unzufrieden. Da braucht es "radikale" Forderungen, denn es geht nicht um ein zwei Details, die verändert werden müssen, sondern mehr oder weniger um alles.

Ich sehe es als absolut notwendig, unsere Freiheit und Demokratie und die Vielfalt in diesem Land zu verteidigen. Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass die heutige Linke die Grenzen schließen und Wohnungen verwanzen würde. Die Zeiten haben sich geändert. Die heutige Linke möchte unser Wirtschaftssystem reformieren und das würde ich persönlich sehr begrüßen. Kapitalismus und Marktwirtschaft machen den Menschen gierig, korrupt und kaputt.

Warum wird denn Unrecht begangen in der Welt, im Kleinen wie im Großen, vom einfachen Ladendiebstahl bis zu Krieg und Völkermord? Vorwiegend doch, um sich zu bereichern. Wenn es dafür keinen Grund mehr gibt, dürfte sich ein Großteil unserer Probleme in Wohlgefallen auflösen.

Geld ist ein Machtinstrument, Kapitalismus ist Unterdrückung. Im Gegensatz zu einer Waffe oder ähnlichem ist Geld aber nur mittelbar "mächtig". Es ist "mächtig", weil wir ihm einen Wert zuschreiben. Dieses Instrument könnten wir ganz einfach "entmachten", da es nur durch das Gesetz überhaupt einen Wert bekommt.

Wie das gehen soll? Ganz einfach. Es gibt sicher viele Wege. Ich zeige hier nur beispielhaft einen auf. Was glaubst Du, was Geld noch wert wäre, wenn der Bundestag morgen beschließen würde, dass Geld- und Wertzeichenfälschung kein Straftatbestand ist? Oder, nachdem ein Großteil des Geldes inzwischen ohnehin Buchgeld ist, was wäre, wenn morgen alle Konten auf null gesetzt würden? Es bräuchte genau eine einzige politische Entscheidung und schon würde Geld keinen Unterschied mehr machen.

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Das einzige "Problem", das ich persönlich an der Partei sehe, ist: Sie ist die Rechtsnachfolgerin der SED, also derjenigen Partei, die an der innerdeutschen Grenze auf ihre eigenen Landsleute hat schießen lassen. Das ist schon ein sehr sehr dunkles Kapitel der Deutschen Geschichte. Natürlich ist das lange her, aber eine solche historische Schande wird man eben nicht so "schnell" los.

Ich wiederhole zu diesem Argument gerne das, was ich auch schon unter dem Kommentar von rotesand geschrieben habe:

Die Linke hat ihre SED-Vergangenheit innerparteilich aufgearbeitet und positioniert sich klar und geschlossen gegen das Unrecht, das in der DDR geschah. Und was die wenigsten wissen; gerade einmal 0,1% der heutigen Linkspartei besteht aus ehemaligen SED-Mitgliedern. Insofern ist es total unsachlich und unfair, dieses Kapitel der Vergangenheit als Argument gegen Die Linke zu verwenden. Das ist in etwa so, als würde man aufgrund der NS-Zeit in jedem heute lebenden Deutschen einen potenziellen Judenhasser sehen.

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@charismaticus

Die Linke hat ihre SED-Vergangenheit innerparteilich aufgearbeitet und positioniert sich klar und geschlossen gegen das Unrecht, das in der DDR geschah. Und was die wenigsten wissen; gerade einmal 0,1% der heutigen Linkspartei besteht aus ehemaligen SED-Mitgliedern.

Das ist mir alles bekannt und ich habe auch nie das Gegenteil behauptet.

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@charismaticus

Da hast Du völlig Recht.  Da sich wirklich nur sehr wenige tatsächlich und tiefer mit der Politik befassen (also überhaupt keine Ahnung haben und so sich dem Mainstream unterordnen) wird sich bei diesem Thema auch in nächster Zukunft nichts ändern. Selbst Politiker anderer Parteien machen sich diesen Aspekt sehr zu nutzen (obwohl sie es besser wissen) in dem sie nur all zu gern die heutige Linke mit der traurigen SED-Vergangenheit in Verbindung bringen. Bietet sich doch an, um die Wählerschaft auf ihre Seite zu zerren. Wahlkampf war noch nie fair! Aber um Stimmen zu bekommen ist manchem Kandidaten jedes Mittel recht. Da wird eben schnell mal die Wirklichkeit verzerrt und der arme ungebildete Mensch manipuliert. Alles nur noch traurig aber wahr.

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"Die Mehrzahl der Deutschtürken wählt SPD, nämlich 35 Prozent. Weitere 16 Prozent wählen die Linke, also mehr als der Durchschnitt des deutschen Wahlvolkes."

https://www.heise.de/tp/features/Deutschtuerken-waehlen-links-Russlanddeutsche-Union-und-Linke-3987180.html?seite=all

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