Warum meinen so viele, dass der Kapitalismus schlecht wäre? Warum akzeptiert man nicht einfach, dass nur Leistung im System zählt?

21 Antworten

Ich meine wenn man viel leistet wird man eben auch gut entlohnt! Was hat das jetzt mit Sklave des Systems zu tun?

Menschen sind Leider keine Roboter... Viele Arbeiten auch nur für Geld oder Arbeiten, weil es halt alle so machen, weil ihre Eltern das befohlen haben oder weil sie ja ihre Miete Zahlen müssen...Aber ein Tiefen Sinn in ihrer Arbeit sehen sie nicht! Aber man weiß was die Folgen sind, wenn jemanden keine Erfüllung in das was er tut empfindet... Menschen werden dadurch immer Kränker und alles andere als Leistungsfähiger! Und das Führt natürlich zu einem Teufelskreis und viele kommen dann in einen Mangelbewusstsein....

Wenn Menschen lernen würden, dass es im Beruf nicht nur um Geld geht sondern um anderen einen Mehrwert zu bieten um anderen zu Helfen oder aus Freude zu Dienen... Dann sieht das Ganze andres aus...Wenn auch alle Berufe auch nicht mehr in Hierarchien unterteilt werden würden in dem man Sagt ! "Arzt werden ist Besser als Müllmann oder was auch immer."..Das man den Wert eines Menschen durch den Beruf misst, macht alles noch schwieriger... Wenn Menschen ihre Arbeit als etwas besonderes Sehen würden, dann würde die Wirtschaft besser laufen! Menschen wären automatisch Motivierter! Und Geld würde kein Problem mehr sein....

Geld ist ein Ergebnis und es sollte nicht das Ziel sein...Aber viele Haben Angst und vertrauen diese Regel nicht.....

Kapitalismus ist nicht schlecht... Geld gehört zum Leben dazu aber durch Gier und Horten erreicht man dadurch nichts. Die Frage was macht man mit dem Geld...Geld verdirbt nicht den Charakter wie manche sagen...Geld an sich ist nicht Schuld daran.

"Ich meine wenn man viel leistet wird man eben auch gut entlohnt!"

Das stimmt auch nur zum Teil. Sicher verdient ein Ingenieur in den meisten Fällen mehr als jemand, der keine Fachkraft ist. Nur gibt es dazu mehrere Dinge zu sagen:

  • auch schlecht entlohnte Tätigkeiten (zum Beispiel in der Pflege) können eine große Leistung darstellen
  • auch Ingenieure verdienen nicht gleich viel, manche arbeiten sich (auch aufgrund von "soft skills" wie guten Redefähigkeiten) nach oben, andere bleiben halt bei ihrer ursprünglichen Tätigkeit
  • auch nicht ganz so tolle Leistungen werden oft gut bezahlt (z.B. wenn man gut schwätzen und anführen kann - dazu gibt es etliche Beispiele - Menschen lassen sich so oft von Rhetorik blenden)
  • Vermögen ist etwas anderes als das Einkommen, auch bei gut bezahlten Jobs ist es oft so, dass andere Faktoren wichtiger für das Vermögen sind (z.B. ein Erbe)

Sicher bringt Leistung etwas - im Prinzip schon korrekt, aber weder ist dies eine Garantie für ein gutes Einkommen, noch ist ein gutes Einkommen eine Garantie für hohe Leistung.

Und wenn wir von Vermögen reden, spielen wieder andere Faktoren eine Rolle.

Du sagst es ja selbst, dass nur Leistung zählt. Das heißt doch konkret, dass alles andere nicht zählt.

Was hat das mit Leistung zu tun, wenn sich jemand in den Kapitalfluss schaltet und Geld abzweigt, nur weil er die Möglichkeit dazu hat und nicht befürchtet muss, dass er das verantworten muss. Oder weil er die Macht hat, den Kapitalfluss zu seinen Gunsten auf Kosten anderer zu beeinflussen.

Was heißt das, wenn man den Kapitalismus richtig anwendet? Genau das wird ja bemängelt. Würde man das tun, hätte auch keiner was dagegen.

Wie blauäugig muss man sein, um zu glauben, dass ein Mensch soviel Leistung erbringen kann, dass er ein Vermögen von 70 Milliarden US-$ anhäufen kann? Oder worin liegt die Leistung Zuckerbergs, dass er dort noch nicht einmal Steuern zahlt, wo er auf Kosten anderer seine Gewinne macht?

Ist es in Südafrika besser als in BRD?

also man liest hier sehr oft das es in Deutschland eine 2 Klassen Gesellschaft gibt in der reiche immer reicher werden und arme immer ärmer. Die Mittelschicht wird wegen Lohnkürzungen und befristet Arbeitsstellen immer kleiner und wird ausgebeutet. die reichen leben in den zentralen Wohngegenden mit guter absicherung (private Krankenversicherung etc) und die armen leben am Stadtrand ohne gute Infrastruktur. unser Nachbar hat ein Zaun um sein Haus gebaut, evtl um sein hab und gut vor kriminellen zu schützen. die vorherschende Meinung hier ist das Deutschland den Bach runtergeht (Kapitalismus der Menschen ausbeutet, korrupte Politik, grosse soziale scheere, immer mehr afd wähler die gegen Ausländer sind, etc)

hat man in Deutschland also südafrikanische Zustände erreicht oder noch schlimmere?

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