Warum machen meist schlechte Sachen abhängig?

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Unter einer "Sucht" versteht man ein zwanghaftes Verhalten, so dass andere wichtige Dinge vernachlässigt werden und die Lebensqualität eingeschränkt wird. Es gibt keine gesunde Sucht. Denn wenn eine Sucht nicht merklich die Lebensqualität vermindert, wird sie nicht als Sucht sondern eher als Marotte oder Angewohnheit bezeichnet. Eine Sucht schädigt einen Menschen immer "psychisch und/oder physisch". Deshalb gibt es keine Sucht, die vollkommen gesund wäre.

Verstehe ich nicht. Auch schöne Sachen können süchtig machen, wie Bergsteigen, Klettern, Bodybuilding, nur wird es als angenehm empfunden und es wird selten von einer Sucht gesprochen. Erst die Psychater haben die Diagnose, Sucht.

Hallo verenalool,

da ich selbst ein Suchtproblem habe, versuche ich dir mal diese Frage aus meiner eigenen Erfahrung heraus zu beantworten. Ich muss dazu noch erläutern, dass ich seit über 2 Jahren suchtfrei lebe.

Ich denke die Lösung ist schlicht und einfach. Die Antwort ist das Suchtpotenzial. Schlechte Sachen, z. B. Alkohol, Zigaretten, Drogen, Medikamente haben dadurch, dass sie Stoffe in sich haben, die den Mensch zu aller erst einmal positiv beeinflussen, ein hohes Suchtpotenzial.

Man ist ja nicht gleich beim ersten Mal abhängig. Allerdings gewöhnt sich unser Körper ziemlich schnell an diverse Suchtstoffe. Er kann innerhalb kürzester Zeit lernen, was welche Drogen mit ihm machen und in bestimmten Situationen "schreit" er danach.

Der Übergang von der Genußphase über die Mißbrauchphase in die Abhängigkeit ist ein schleichender Prozess. Sprich, man kann nie genau definieren, wann der Mensch abhängig geworden ist.

Ich glaube ich habe ein bißchen zu weit ausgeholt, hoffe aber trotzdem, dass die Frage damit beantwortet ist.

Viele Grüße StefanM1982

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