Warum machen die Physiker keine revolutionären Fortschritte mehr?

14 Antworten

Zusätzlich zu den vielen interessanten Antworten, die hier schon gegeben wurden: Ich denke, dass die "Masse" auch einen EInfluss hat und zwar die Masse an Menschen, die sich mitlerweile mit Wissenschaft beschäftigen. Wie war es denn vor 2000 Jahren? Ich schätze mal die Mehrheit der Menschen in Europa war damit beschäftigt zu arbeiten, überlegen und manchmal Kriege zu führen. Nur einige wenige haben "Philosophie" und "Wissenschaft" betrieben. Wenn die wenigen was anders gemacht haben oder etwas neues entdeckt haben, war das gleich etwas besonderes, es dauert aber auch eine lange Zeit bis sich das neue WIssen durchsetzte, war dann aber dauerhafter, wenn sich almählich in Europa verbreitete, dass ein großer Gelehrter aus Griechenland den Satz des Phythagoras entdeckt hatte...

Auch interessant: Einsteins bezog sich zu Beginn seiner Arbeit auf die philosophischen Ansichten von Ernst Mach. Ich frag mich immer: Warum? Soweit ich die Theorien von Mach zum "Machschen Prinzip" verstanden habe, sind das nichts weiter als Gedankenspiele gewesen, die total philosophisch waren, und sich offenbar auch nicht 100% bestätigt haben. Trotzdem haben diese Gedankenspiele geholfen die Wissenschaft vorranzutreiben, weil sie als Inspiration dienten. Aber wie war es möglich, dass diese Gedankenspiele überhaupt von WIssenschaftlern ernst genommen wurden? Ich vermute, weil es immer noch nur einen relativ kleinen Kreis an "Gelehrten" gab und wenn dort eine er was sagt, auch wenn es sich als Quatsch herausstellte, wurde das im Kreis der Gelehrten wahrgenommen.

Heute ist es so: Auf den Webseiten vieler Wissenschaftler, vor allem von bekannten Wissenschaftlern, findet man Hinweise wie: "Sie können mir gerne Emails schicken aber bitte haben Sie Verständnis wenn ich nicht auf jede ihrer Ideen und Vorschläge und Arbeiten eingehen kann, da mich so viel erreicht". Das Phänomen was meiner Meinung nach dahinterliegt: 1. "Jeder Depp" beschäftigt sich heute mit Wissenschaft und kann sich im Internet informieren und seine Ideen irgendwo hinschicken. 2. "Fast jeder Depp" kann heute Medizin, Physik oder Philosophie studieren, ich selber kenne ganz viele junge Leute die ne Doktorarbeit geschrieben haben, die sich für große Gelehrte halten, dessen Doktorarbeiten aber im Nirvana verschwinden und niemand sie beachtet.

Was würde passieren wenn eine wie Ernst Mach heutzutage leben würde und die Idee hätte, dass man mal die Bewegung der Körper in Relation zu anderen Körpern betrachten sollte. Würde er damit Gehör finden und Physiker die seine Idee überprüfen? Oder würde er als "Troll" gelten und seine Idee im Gewusel des Internets und der vielen Bücher die es so gibt verloren gehen, auch weil Ernst Mach kein "Charisma" hat und deshalb nicht im Fernsehen auftreten kann, im Gegensatz zu gut aussehenden "Philosophen" und "Intellektuellen" wie Precht und Thea Dorn?

Dass sich eine solche Masse an Menschen mit Wissenschaft und schwierigen Themen beschäftigt ist ein Problem, da Oberflächlichkeit die Folge ist, aber es ist auch eine Chance, da viel mehr gute Ideen entstehen, die aber keiner nachprüft. Ich glaube die Chancen der "Massenwissenschaft" werden nicht genutzt. Der Wissenschaftsbetrieb führt im Extremfall nicht mehr dazu, dass nur die "Besten" Wissenschaft betreiben, sondern er führt dazu, dass eine Masse an schlauen Leuten aus der Wissenschaft fern gehalten wird.

Es gibt keinen Weg zurück. Wir können die Uhr nicht 2000 Jahre zurückdrehen. Man muss mit der Welt umgehen wie sie heute ist. Meine These: Wirkliche Fortschritte in Medizin, Physik, in Wissenschaft allgemein, wird es erst dann wieder geben wenn "die Wissenschaft" eine Lösung findet wie all die tausenden Ideen der vielen Menschen vernetzt und für die Menschheit genutzt werden. Wenn heute ein Ernst Mach in seinem Büro sitzt, eine gute Idee hat, und sie wo hinschickt, dann besteht heute die Gefahr, dass diese gute Idee im Gewusel der Masseninformation untergeht.

Die Frage die du eigentlich stellst ist: Wie kann heute, wo alle 7 Millearden Menschen mehr oder weniger vernetzt sind, sich eine gute Idee noch durchsetzen? Man muss im Extremfall 7 Milliarden Menschen überzeugen. Das ist nur mit Geld möglich oder... oder gar nicht. Ein Albert Einstein, ein Ernst Mach, ein Phythagoras, das wären, wenn sie heute leben würden, nicht berühmt. Das hat sein gutes, da diese Heiligsprechung von manchen Wissenschaftlern auch kontraproduktiv ist. Aber das Problem: Wenn 7 Milliarden Menschen in einen Raum schreien, dann hörst du nicht mehr das eine Genie raus. Wenn wir dafür keine Lösung finden, dann sehe ich schwarz.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Das liegt leider daran, dass viele Menschen - so auch Du , keine Ahnung von der Physik haben.

Die Physik kann nach ca. 500 Jahren fast Alles erklären, was uns im täglichen Leben betrifft.

Mit dem Auffinden des Higgs-Teilchens sind alle bisher vorausgesagten Elementarteilchen des Standardmodells gefunden. Auf der anderen Seite im Kosmos, können die Astrophysiker die Umgebung im Bereich von über 10 Milliarden Lichjahren erklären und die Zeit bis auf extrem kleine Abstände zurück zum Urknall.

Was will man mehr?

Sensationen? Wo sollen diese so ruckartig herkommen.

Natürlich gibt es Tausende von klugen Physikern, die immer weiter forschen. Aber das sind dann eben immer nur einzelne kleine Kiesel für den großen Steinhaufen des Wissens.

Aber was nicht ist, das kann ja noch werden. Mein Vorschlag: Studiere doch selbst Physik. Danach kannst Du es den anderen Physikern ja zeigen und die von Dir geforderten Weltformeln erzeugen.

Viel Spaß dabei.

Die Physik kann nicht ein Mal erklären warum ein Apfel zu Boden fällt.

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@Moba1

Das ist eine Frage der Definition von "Erklären".

Man kann immer noch fragen warum, und warum dann das, und dann nochmals warum .... Irgendwann gibt es dafür eben keine Antwort.

Die Standarderklärung dafür dassein Apfel zu Boden fällt ist: Gravitation.

Und die Wirkung der Gravitation ist wirklich sehr gut bekannt, und die Gravitations-"Gesetze" beschreiben das Fallen des Apfels mit sehr hoher Genauigkeit.

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Die Physik gibt es ja schon sehr lange und es hat an die 2000 Jahre gedauert bis wir auf die Relativitätstheorie und Quantenmechanik gestoßen sind. Warum erwartest du dann die nächsten großen Sprünge innerhalb von 100 Jahren?

Dass wir keine Fortschritte mehr ist nicht richtig. Es sind vielleicht nicht die absoluten Durchbrüche, aber unser Wissen steigt stetig.

Warum wir noch keine Weltformel (also Vereinigung von ART und QM) haben ist fraglich. Möglicherweise dauert es einfach noch einige Jahre oder aber es gibt vielleicht keine.

Der Gödelsch'e Unvollständigkeitssatz sagt aus, dass es in einem hinreichend komplexen System nicht möglich ist alle Aussagen zu beweisen oder es müssen sich eben einige widersprechen. Vielleicht müssen wir auch einfach damit leben, dass wir niemals alle Fragen beantworten werden können oder wir müssen eben mit Widersprüchen leben.

Umfrage - Zeit eine Illusion?

Hallo,
ich würde gerne eine Umfrage zu der Thematik machen, ob Zeit, wie wir sie wahrnehmen, eine Illusion ist.

Ich habe mal ein bisschen deswegen recherchiert und selbst darüber nachgedacht und bin der Meinung, dass Zeit mit ihrem „Fortließen“ tatsächlich eine Illusion ist und somit alles feststeht, wie es einmal sein wird.

Denn wenn man mal darüber nachdenkt, dann erscheint es doch merkwürdig, dass die Gegenwart immer nur für einen minimalen Bruchteil einer Sekunde existiert.

➡️Um das genauer zu erklären hier ein Zitat:
„Insbesondere besagen Albert Einsteins Relativitätstheorien nicht nur, dass keine speziell ausgezeichnete Gegenwart existiert, sondern auch, dass alle Momente gleich real sind. Im Grunde ist die Zukunft nicht offener als die Vergangenheit“ (Spektrum der Wissenschaft)

➡️Weiteres Zitat: Denn immer mehr Physiker und Philosophen kommen zu dem Schluss, dass es die Zeit objektiv überhaupt nicht gibt. „Das zu erkennen, ist vielleicht die größte intellektuelle Herausforderung, mit der die Menschheit jemals konfrontiert wurde“, sagt der Philosoph und Physiker Vesselin Petkov von der Concordia University im kanadischen Montreal. (Focus.de)

➡️ Vesselin Petkov: „Wenn die Welt dreidimensional wäre, dann wären die Konsequenzen der speziellen Relativitätstheorie und die Experimente, die sie bestätigen, unmöglich. Physikalische Objekte sind in der Zeit ausgedehnt, was
bedeutet, dass sie vierdimensional sind.“

Falls jemand Lust hatte, sich das durchzulesen oder einfach so was zu dem Thema schreiben will, kann er das sehr gerne machen.

PS: vielleicht hätte ich Philosophie wählen sollen😅

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Relativitätstheorie: Wieso ist c immer überall konstant?

Ich habe mich kürzlich mit Einsteins Relatvitätstheorie beschäftigt. Dass es nicht wie nach Newtons Theorie eine absolute Zeit und einen absoluten Ort gibt, erscheint mir logisch. Aber warum die Lichtgeschwindigkeit immer konstant ist verstehe ich nicht. Schließlich ist Licht doch Photonen, die unterschiedliche Energie haben. Wieso ist c dann immer gleich, egal durch welche Art von Raum das Licht fällt?

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Grauwolf

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