Warum machen Babys mit Schreien auf sich aufmerksam?

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8 Antworten

Nun, Baby brüllen normalerweise nicht nur einfach so rum. Als Mutter hört man schnell, um was für eine Art Weinen es sich handelt. Ein Schmerzweinen hört sich ganz anders an als z. B. Hungerweinen.

Dann fangen Baby auch nicht mit 100 % an. Sie steigern ihr Weinen, wenn man es nicht beachtet. Kinder die gar nicht beachtet werden, werden allerdings auf lautes Brüllen trainiert. Sie lernen schnell, dass sie nicht erst mit kleiner Lautstärke anfangen brauchen. Da reagiert eh keiner drauf. Diese steigern sich auch über die 100 %. Das ist ein Überlebensinstinkt.

Es gibt auch richtige Schreikinder. Das Schreien ist kaum auszuhalten. Sie haben richtige Schmerzen. Da wird Babyhüten zum Quiz. Die Ursache können Verdauungsproblem oder auch ein Kiss-Syndrom sein. Das muß dann dringend behoben werden. Vorher hören die nicht auf. Sie fallen dann mal aus Erschöpfung in einen kleinen Schlaft. Hier kann sich das Brüllen über Wochen oder gar Monate hinziehen.

Dann gibt es noch das "Zivilisationsbrüllen" (Es gibt auch einen Fachbegriff dafür. Der fällt mir gerade nicht ein). Es betrifft hauptsächlich Kinder in den westlichen Ländern. Es tritt zumeist am späten Nachmittag oder frühen Abend auf. Es kann auch bis zu einer Stunde dauern und es ist keine wirkliche Ursache zu erkennen. Fachleute vermuten, dass es mit einer Reizüberflutung zusammenhängt.

Du siehst also, das Brüllen hat eine Funktion.

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Du gibst die Antwort ja schon selbst "Wenn die Eltern in der Nähe sind würde es ja ausreichen normal auf sich aufmerksam zu machen."
meine Tochter hat ihre ersten Lebenswochen an meinem Körper verbracht, fast 24 Stunden am Tag für etwa 6 Monate. Geschrien hat sie genau dann, wenn ich "zu weit" entfernt war, um ihr Zeichen zu deuten oder wenn sie Schmerzen hatte. Zum Beispiel schmatzen, wenn sie Hunger hatte, das Geräusch, wenn etwas in die Windel geht, harter Bauch oder grummeln bei Bauchschmerzen, geschwollenes Zahnfleisch beim Zähnen. Erst wenn die Zeichen ignoriert werden, fängt ein Baby an zu weinen, dann zu schreien. Der Instinkt "meine Mutter ist weg, mein Leben ist in Gefahr, ich muss sehr laut sein, damit sie mich wiederfindet" ist dabei größer, als das ruhige ausharren, bis eventuell jemand kommt und es "rettet".
Sich 100% auf ein Baby zu konzentrieren, bis es in der Lage ist, seine Bedürfnisse in Worten mitzuteilen, passt nicht in unsere heutige Welt und ist sehr schwierig zu bewältigen. Wir legen unsere Babys in ihr eigenes Bettchen, schieben es vor uns im Kinderwagen  umher, geben ihnen Schnuller und Fläschchen, nur um selbst mal kurz durchschnaufen zu können, unser Baby sieht allerdings nur die Verbindung, die unterbrochen ist und schreit, weil wir andere Zeichen in der Entfernung gar nicht mehr deuten können.

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Babys schreien erst, wenn ihre anderen (körperlichen) Signale nicht zur Kenntnis genommen werden und ihnen dann geholfen wird.
Sprich - sie gestillt / gefüttert werden, auf den Arm genommen werden, gestreichelt, eine frische Windel bekommen, zusammen mit der Mutter schlafen können.

Schreien ist für Babys meist das letzte Kommunikationsmittel der Wahl, da es ein Energieräuber ist.
Diese Energie wird normalerweise für die Entwicklung benötigt.

Zudem setzt Schreien Stresshormone frei, welche schlecht fürs kindliche Gehirn sind.

Normale Laute machen die Babys auch: sie brummeln, glucksen, meckern, schmatzen...

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Früher waren die Mütter dazu da die Babys zu versorgen und essen zu machen. Die Babys waren immer dabei. Sie wurden rumgetragen und nicht einfach in die Wiege gelegt.
Ich glaube mal das die Babys früher nicht so geschrien haben.
Es gibt auch Studien, das Babys weniger schreien wenn man sie viel am Körper hat und rumträgt.
Deshalb werden Tragetücher wieder mehr gesehen.

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zeichensprache können die Babies nicht und von reden brauchen wir gar nicht reden. ^^

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Kommentar von GoodHelper
08.04.2016, 07:38

Aber sie können normale Laute machen, damit würden sie Aufmerksamkeit von den Eltern bekommen ohne Feinde auf sich aufmerksam zu machen

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Mein Kleiner ist ein halbes Jahr alt und mein Vater behauptet bis heute, dass was mit dem Kind nicht stimmt, weil er ihn so gut wie nie weinen sieht. Ich weiß einfach, wann er Hunger hat und bin schon vorher mit der Flasche da. Wenn mal nicht, ändert sich sein Blick, der Mund fängt an zu suchen und Arme und Beine paddeln. Erst dann folgt ein Weinen. Dass fängt bei Nörgeln an und steigert sich dann. 

Babys, die gut versorgt sind, sich verstanden und geborgen fühlen weinen nicht so schnell. Schmerzen sind da immer eine andere Sache. 

Ich denke, dass früher, als die Menschen sich noch vor Raubtieren fürchten mussten, die Aufzucht der Kinder auch anders aussah. Da wird ein Baby sicherlich von der ganzen Gemeinschaft versorgt worden sein, ständig Körpernahe genossen haben...


Ich finde die Frage übrigens durchaus gerechtfertigt ;)

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Was sind für dich denn "normale Laute"? Wenn die Babys nur ganz leise "äh, äh, äh" stottern würden, bekämen sie nicht genug Aufmerksamkeit für ihr Anliegen.

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Kommentar von GoodHelper
08.04.2016, 07:40

Mit äh äh ãh und rumgezappel würde man aufmerksam werden, ich verstehe nicht wieso nicht Feinde auf die Menschen aufmerksam wurden wenn die Babys geschrien haben. Die müssten doch alle tot sein

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Kommentar von isebise50
08.04.2016, 15:08

Hm, genau so ein leises "äh, äh, äh" aus der Kinderwiege neben meinem Bett (und manchmal nur "andere" Bewegungsgeräusche) hat mir während der Nacht bei meinen Kindern in der Stillzeit signalisiert, dass sie Hunger haben. Sie waren dann ehr am Busen und ich wieder im Schlaf, bevor mein Mann auch nur seine Träume unterbrechen konnte.

Ein Kind muss nicht schreien, um auf sich aufmerksam zu machen.

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Weil sie ihre Stimme noch nicht so kontrollieren können um die ins Ohr zu flüstern. Außerdem: wer lauter schreit bekommt schneller was.

Das ändert sich auch im Leben nicht mehr

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