Warum mache ich mir mit meinem Autismus Gedanken über Sachen die sowieso nicht passieren?

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3 Antworten

Gesprochene Sprache ist nur ein Bruchteil dessen, was im Kopf eines Menschen vorgeht. Auch Mimik ist nur ein weiterer Bruchteil. Wenn ich mir überlege, über was ich mich am Tag unterhalte und wie viel mehr ich noch parallel denke- und an was- ist das ein riesiger Unterschied. Ich denke vielleicht nicht an Drachen, aber an andere Dinge, träume auch vor mich hin. So geht es allen, nicht nur dir, man bekommt es bei anderen nur nicht mit. Das ist menschlich. Nicht autistisch. 

Ich versuche mal zu ergründen, was du mit dem "mit meinem Autismus" in der Überschrift deiner Frage meinst... 

Denkst du, es sei als Autist eigentlich nicht möglich, so abgelenkt zu sein und über Serien oder Drachen nachzudenken?    

Ich kenne durchaus auch Autisten, die absolute Serienfreaks sind und eine ausgeprägte Fantasie haben und sich in eine der Rollen aus der Serie träumen oder deren Inhalte als wahr betrachten oder sich eben sehr lebensnah damit auseinandersetzen. 

Oder denkst du, die Gedanken generell liegen am Autismus? 

Das, was du beschreibst, klingt eigentlich normal, wenn auch eher kindlich. 

Was mir jedoch bei dir auffällt ist eine gewisse thematische Intensität, die mir bei Menschen mit Autismus oft begegnet. Wenn das Interesse an einer Sache besteht, dann tiefgehend und ausdauernd. Das kann zwar auch mal wechseln, es gibt aber einen signifikanten "roten Faden". Du scheinst dich ausschließlich für Medien unterschiedlicher Art zu interessieren und diese Drachen haben es dir echt angetan....  Ich kann mich aber auch irren. Bei Autisten fällt mir öfters auf, dass manche sich so in einen Gedankenstrang/Fantasie/Theorie vertiefen oder in eine Abfolge, wie etwas zu erledigen ist, welche Reinfolge/Ordnung etwas haben muss- oder aber, irgendeine Wahrnehmung  ist gerade sehr präsent- das die Menschen dann wie Abwesend wirken, eventuell nicht ansprechbar sind und an einem vorbeilaufen, ganz in "ihrer Welt" sind. Vielleicht trifft das ja auch bei dir zu und du beschreibst es quasi "aus der anderen Perspektive". 

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Ich halte das für nicht unbedingt autistisch - ich bin Aspie, mein Bruder NT und wir machen sowas beide :D

Wenn du Probleme damit hast, dass du über deine Tagträume wichtige Sachen vergisst, dann häng dir an den entsprechenden Orten Notizen auf, oder mach dir eine Tagesliste, sowas hilft mir ungemein.

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Hör doch endlich auf, alles auf deinen Autismus zu schieben. Nur ein Bruchteil dessen, was du hier mit Autismus begründest, hat wirklich damit zu tun.

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