Warum löst sich hydrophiler teil der biomembran nicht?

3 Antworten

Ich verstehe deine Frage nicht richtig, weil der Begriff "lösen" vermutlich nicht richtig verwendet wird. Wenn sich etwas in Wasser löst, bedeutet das, dass die Wassermoleküle, mit polaren Molekülen in Wechselwirkung treten (H-Bücken, Hydrathülle, etc.).

Genau das passiert schließlich auch mit den hydrophilen Kopfgruppen der Lipide (z.B. Phospholipide). Diese polaren Kopfgruppen haben allerdings einen hydrophoben Schwanz kovalent gebunden, was heißt, dass dieser im Weg ist und auch nicht ohne weiteres entfernt werden kann. Energetisch gesehen, ist es also am günstigen, wenn sich die Lipide so anordnen, dass der hydrophile Teil mit Wasser in Wechselwirkung tritt, und der hydrophobe Teil eben nicht.

Diese Konformation finden wir in Membranen und in Mizellen. Alles andere ist energetisch nachteilig und kommt somit nicht vor. Zusammenfassend kann man also sagen, dass sich der hydrophile Teil sehr wohl löst, allerdings somit den hydrophoben Teil nachzieht und somit die energetisch günstigste Konformation einnimmt (Membran). Stabilisiert werden Membranen zusätzlich noch, wie bereits von jobul angesprochen, durch Proteine und andere Komponenten (z.B. Cholesterin).

LG

Proteine (Polyamide) stabilisieren die Membran. Sie sind ihr eigentliches Gerüst. Sie sind zwar hydrophil, aber langkettig, bilden also stabile Netze. Langkettige, hydropbhile Gewebe können auch Kohlenhydrate bilden (Cellulose), und oft wirken auch beide zusammen noch effektiver, wenn es um bestimmte Stoffeigenschaften geht (Glykoproteide).

Die Membran hat eine Lipid-Doppelschicht, sie ist eine semipermiable Membran. Das Thema ist schon lange her, aber ich hoffe ich konnte ein wenig helfen

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