Warum ließ Gott den Sündenfall in garten Eden zu was denkt ihr? Wegen dem Teufel oder warum?

14 Antworten

Hallo maliga13,

als der Teufel die ersten Menschen zum Ungehorsam verleitete (der Bericht dazu steht in 1. Mose 3:1-5), wurde eine entscheidende Frage aufgeworfen: Hat Gott das Recht über den Menschen zu herrschen? Den beiden ersten Menschen wurde von Satan also sittliche Autonomie angeboten, indem sie für sich das Recht beanspruchen sollten, selbst zu entscheiden, was gut und was böse wäre. Er stellte Gott in gewisser Weise als Lügner hin, in dem er indirekt behauptete, den Menschen ginge es besser, wenn sie sich von Gott unabhängig machten. Der Teufel sagte gewissermaßen, die Menschen brauchten Gott nicht als Herrscher, sie könnten doch viel besser selbst darüber entscheiden, was richtig und falsch ist. Außerdem behauptete er, Menschen würden Gott nur dann dienen, wenn sie Nutzen daraus hätten und nicht aus Liebe und Dankbarkeit für das, was sie alles von Gott empfangen hatten. Hier traten wichtige Streitfragen auf, die ungeklärt im Raum standen. Wie Gott nun vorging, könnte man durch eine Veranschaulichung umschreiben.

Nehmen wir einmal an, ein Lehrer steht vor seiner Klasse und erklärt, wie eine schwierige Aufgabe zu lösen ist. Einer der Schüler behauptet frech, der Lösungsweg des Lehrers sei der falsche und er kenne einen besseren . Einige Schüler glauben der Behauptung des Mitschülers und stellen sich auf seine Seite. Was wäre wohl erreicht, wenn nun der Lehrer die Besserwisser aus der Klasse schickt? Könnten die übrigen Schüler nicht daraus schließen, das der Störenfried vielleicht doch Recht hat? Es könnte der Eindruck entstehen, der Lehrer fürchte sich davor, dass sich sein Lösungsweg als falsch herausstellt. Was wäre, wenn der Lehrer den Besserwisser zeigen ließe, wie er die Aufgabe lösen würde?

So in etwa könnte man umschreiben, wie Gott mit den aufgeworfenen Streitfragen umging. Er ließ die Menschen, die der Meinung waren, ohne ihn besser zurecht zu kommen, gewähren und gab ihnen die Freiheit, eigene Herrschaftsformen auszuprobieren. Auch ließ Gott zu, dass sie unwissentlich unter die Gewalt eines unsichtbaren Herrschers, Satans des Teufels kamen. So heißt es nämlich in der Bibel: "Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist (1. Johannes 5:19).

Kommen wir noch einmal auf den Lehrer in der Veranschaulichung zurück.
Er weiß zwar, dass der Besserwisser und seine Mitstreiter im Unrecht sind, allerdings weiß er auch, das es für die gesamte Klasse am besten ist, wenn er ihnen Zeit einräumt, damit sie Ihren Standpunkt beweisen können. Wenn ihr Lösungsweg scheitert, wird die übrige Klasse einsehen, dass der Lehrer am besten geeignet ist, die Klasse zu unterrichten. Außerdem wäre es dann verständlich, wenn der Lehrer zukünftig Störungen dieser Art nicht mehr dulden würde.

In ähnlicher Weise behauptete Satan, seine Herrschaft sei die bessere und würde den Menschen größeren Nutzen bringen. Gott räumte nun dem Satan und seinen irdischen Gefolgsleuten Zeit ein, damit deutlich würde, welche Herrschaftsform tatsächlich die bessere wäre.

Um noch einmal auf die Veranschaulichung zurückkommen.Was würde der Lehrer vernünftigerweise nicht tun? Er würde dem Besserwisser nicht den Mund verbieten und auch nicht bei seinem Lösungsversuch helfen. Er gibt ihm Zeit, seine eigene Lösung zu entwickeln und vorzutragen.

Auch Gott hat beschlossen, zwei Dinge nicht zu tun: Erstens hielt er Satan und seine Anhänger nicht davon ab, zu beweisen, dass ein Lebensweg unabhängig von Gott der bessere ist. Dazu musste er ihnen allerdings die nötige Zeit einräumen. Inzwischen sind tausende von Jahren vergangen, in denen der Mensch Gelegenheit hatte, die verschiedensten Herrschaftsformen auszuprobieren. Trotzdem nehmen Leid und Ungerechtigkeit, Verbrechen und Kriege immer mehr überhand. Es tritt inzwischen deutlich hervor, dass die unsichtbare Herrschaft des Satan über den Menschen gescheitert ist. Zweitens wird er Satan und seine Unterstützer nicht dabei helfen, über diese Welt zu herrschen. Was wäre damit erreicht, wenn Gott die Folgen seiner Herrschaftsweise, z. B. Verbrechen und Kriege, verhinderte? Würde er letztendlich damit nicht die Rebellen unterstützen und zu dem Gedanken verleiten, es gehe auch ohne Gott?

Gott hat jedoch gleich zu Anfang kundgetan, dass er das Leid nur eine bestimmte Zeit dulden würde, und zwar nur so lange, bis die Streitfragen zweifelsfrei geklärt wären. Gemäß Apostelgeschichte, Kapitel 17, Vers 31 hat er bereits "einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten wird". Er ist in der Lage alles Leid und seine Ursachen vollständig und für immer zu beseitigen. Auch vergangenes Leid wird er gemäß der Bibel wiedergutmachen. Das wird er durch die Herrschaft seines Sohnes, Jesus Christus, erreichen. Darauf können wir uns heute schon freuen. Gemäß der Bibel ist die Zeit nicht mehr fern.

LG Philipp

maliga13,

hi :-))

eine Mutter zieht ihr Kind auf, gibt ihm Anleitung fürs Leben und sagt ihm, welche Gefahren es im Leben gibt.

Allerdings hört das Kind nicht immer zu bzw, hat auch nicht immer Lust, auf die Stimme der Mutter zu hören.

Es will seine eigenen Erfahrungen machen.

So ähnlich kann man sich die Geschichte mit Adam und Eva vorstellen.

Gott gab ein Verbot, das sie nicht befolgten. Sie hörten nicht mehr auf ihn, sondern auf den "Verführer".

So könnte ein Kind auch handeln: es hört nicht mehr auf die Mutter, sondern auf einen Anderen.

Letztlich wird ein Kind mehr  und eher hören, wenn es sich nicht gegängelt fühlt und den Umstand erfassen kann, weshalb etwas geschieht.

Adam und Eva wußten, was passieren würde, wenn sie das Gebot mißachteten.

Also taten sie es in vollem Bewußtsein des Ausmaßes der negativen Folgen.

Vielleicht kann man das heutzutage auch damit vergleichen, daß Menschen ja oft wissen, wenn sie etwas tun, was es nach sich zieht.

Aber sie wollen sich eben manchmal/oft nicht an Regeln halten, sondern das tun, was sie wollen.

Der Allmächtige lies die Situation zu. Er hätte auch alles, was er erschaffen hat, vernichten können.

Daß er es nicht tat, zweigt seine Liebe zu seienr Schöpfung, denn er hat für eine Lösung der ganzen Problematik gesorgt.

Das ist das Thema der Bibel.

Weil Gott den Menschen ihren freien Willen lässt. Er schreibt ihnen nicht vor, wie sie zu leben haben.
Er schreibt nur vor, was man machen muss um in den Himmel zu kommen

(Ich vertrete diesen Glauben nicht und hab mch auch nicht wirklich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, aber das müsste deine Frage theoretisch beantworten)

Was möchtest Du wissen?