Warum liegen holzverarbeitende Betriebe meistens an der Küste oder an einem See?

4 Antworten

Wer sagt das? Zunächst einmal liegen holzverarbeitende Betriebe natürlich dort, wo viel Wald existiert, und nicht überall, wo Wald ist, sind auch Seen oder ist das Meer in der Nähe. Früher wurde Holz mit Hilfe der Wasserkraft zu Tal geflößt, aber eben an FLÜSSEN. Später entstanden holzverarbeitende Betriebe meist an Eisenbahnlinien. Einige Sägewerke liegen wegen der Transportmöglichkeiten natürlich auch heute an Seen oder der Küste, aber nicht "meistens".

Die Möbelindustrie in Europa ist nicht dort entstanden wo Holz wächst, oder wo es gut transportiert werden kann. sondern wo die Kundschaft war. Das waren im 18. Jahrh. die Königshäuser, die genug Geld hatten sich schöne Möbel zu leisten. Erst viel später wurden Truhen ( Kampfertruhen auch schon früher für das Volk ) und "Bauernschränke" für das Volk produziert. Deshalb sind in Coburg und Umgebung in Westfalen für die Hannoveraner und in Württemberg später auch in der Industrialisierung ( Kreissäge um 1850 ) die drei großen Möbelzentren in Deutschland entstanden. Das Holz das im Schwarzwald geflösst wurde ging großenteils nach Holland zum Schiffbau. Nach meiner Kenntis sind nur Sägewerke immer am Wasser entstanden.Die haben immer die Wasserkraft genutzt. Heute sind ganz andere Faktoren entscheidend. z. B. kommt billiges Weichholz aus dem Baltikum und Exotenholz kommt halt schon immer daher wo es wächst.

Weil das Holz (zumindest früher) auf dem Wasserweg leichter transportiert worden konnte. Solche geographischen Schwerpunkte halten sich über die Jahrhunderte.

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