Warum lieben wir ungesundes Essen und ungesunde Aktivitäten?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

1. Ja, mir schmeckt der Apfel besser als Schokolade. Schokolade ist eh nicht so meins.

Also ich glaube, dass vieles eine Erziehungssache ist. Ist leider oft üblich in der Kinderstube, mit Naschereien zu belohnen, wenn das Kind auch etwas gesundes gegessen hat (Wenn du deine Erbsen isst, bekommst du zum Nachtisch noch ein Eis). Oder auch in anderen Situationen: Dein Aua ist gleich weg, wenn du diese Gummibärchen isst.

Wir lernen also sehr früh, dass man sich mit Süßkram belohnen kann. Während Gemüse ein gesundes Muss ist. Darüber hinaus enthält Schokolade ja auch wirklich Endorphin, ein Glückshormon, und hebt die Stimmung.

Also gerade im Kindesalter haben die Menschen wirklich Spaß an Sport. Sport macht auch glücklich und es ist ja wie spielen (wenn man nicht gerade das Laufband, sondern eher den Ballsport wählt).

Aber auch hier halte ich es für eine Gewöhnungssache. So ein Schweinehund ist groß und die anziehungskraft auf der Couch eh 10 mal höher als anderswo. Es ist sehr schwer sich aufzuraffen. Wer es aber tut und das auch mehrere Tage am Stück durchzieht, merkt sehr schnell, dass der Körper mit Sport (auch nach der stressigen Arbeit) neue Energie gewinnt und man sich schon insgesamt besser fühlt.

Hat man also mal sein bequemes Schema durchbrochen, ist es auch gar keine Überwindung mehr. Man findet Spaß und Kraft wieder.

Ich habe auch schon von vielen gehört, die aus gesundheitlichen Gründen auf gewisse Lebensmittel verzichten mussten, dass dies zwar die ersten Wochen sehr schwer war. Dann verliert sich aber auch das Verlangen, nach dem, was man nicht mehr essen darf.

Danke, gute Antwort! Stimmt, jetzt wo Du das schreibst, Sportspiele machen tatsächlich viel mehr Spaß als reine Athletik. 

Und Du meinst, wenn man einfach mal mehrere Tage hintereinander Sportübungen macht, entwickelt der Körper sowas wie Bewegungsdrang? Na, ich werds mal ausprobieren mit leichten Übungen daheim, hoffentlich kann ich mich überwinden. Schreiben und Reden ist ja immer so herrlich leicht.

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@Cyberkitty

Vielleicht nicht gerade einen Bewegungsdrang, aber es fällt dir mit der Zeit einfach leichter, dich überhaupt aufzuraffen.

Besser wäre es natürlich, für den Sport auch einen anderen Ort aufzusuchen. Wenn die Couch/ das Bett nicht gerade im Hintergrund steht und lockende Rufe entsendet. ;-)

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Die Haubtsache dafür ist beqeumlichkeit(faulheit/"zeitmangel")den das meiste was ungesundes gegessen wird sind Fertggerichte Fastfoot und co.

Mit Geschmack   hat das nur wenig zu tun.Dein vergleich Schokolade mit Apfel ist auch müssig den ein gutes stück reifes Obst oder  gute Nüsse ziehe ich z.b Schokloade vor und das tun auch viele andere nur ist Schokolade auch billiger.

LG Sikas

Gutes Argument! Gesunde Ernährung kostet - nicht immer, aber oft - mehr Zeit und mehr Geld.

Aber... trotzdem, wenn ich zum Bespiel Obst esse, das ist schon irgendwo auch lecker, aber nicht befriedigend!? Ich brauche dann trotzdem was Süßes hinterher, sonst fühl ich mich unrund. Industriezucker-Sucht!?

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@Cyberkitty

Möglich und oft bei vielen schon die abstumfung der geschmacksnerven durch zu viel aromatiesiertes und Geschmacksverstärkern.

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Das liegt einfach daran, dass wir in einer modernen Zeit leben. Jeder fährt bequem mit dem Auto, kann sich billig essen beim Discounter kaufen und kann Abends vor dem Fernseher ruhen.

Und die gesunden Sachen wie z.b. ins Fitnessstudio gehen sind deshalb öde, weil das total "augezwungen" ist und man mit der falschen Einstellung an die Sache ran geht.

Die Leute denken : jetzt MUSS ich dreimal die Woche zur Gym und immer nur gesundes essen. Die sind das einfach nicht mehr gewöhnt. 

Also mir schmeckt weder der Apfel noch die Schokolade ;) Und ja ich hab nach der Arbeit (gerade wenn das Wetter auch mitspielt) noch Lust auf Sport (nicht aufs Laufband, aber auf Radfahren, Krafttraining usw)! Ich zwinge mich nicht dazu sondern mache es weil es mir Spaß macht und weil ich dies als Ausgleich zur Arbeit sehe und brauche.

Ungesundes essen schmeckt mir auch überhaupt nicht (mehr) und mein Körper will das Zeug auch gar nicht (ich vertrag es nämlich weder vom Magen noch von der haut her). Was mein Körper will (und das bekommt er auch) ist ne gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten usw 

Was is denn gesund?.. Gleich auf den Körper hören. Haushalt ist auch Sport. Geistige Leistung am PC is auch nich zu unterschätzen. Dwg. vllt die Schokoladenvernichtung. Der "Schrei" kommt dann durch den Mangel. Anstatt die pure Zuckerzufuhr langkettige Kohlenhydrate, dann ist die Zufuhr gleichmäßig und der Schrei nicht so "laut".

Sport ist gesund weil (modern) zu viel gedacht wird. Sport soll den Ausgleich zur wenigen Bewegung schaffen. Normaler wäre denken und handeln, möglichst gleichzeitig. Darüber kommt man wieder zu Haushalt oder Handwerk. Da entsteht was "sinnvolles", man denkt und bewegt sich. Noch gesünder wäre, lol der Gemeinschaftshaushalt, Teamwork usw..

Also Körper und Geist verlangen was man kennt und wovon man schonmal viel hatte (oder schon ziemlich konkrete Vorstellung..). Da ist halt die Falle, wenn man nur "auf seinen Körper hört" oder "seinen Gewohnheiten nachgibt". Wir werden dazu gebracht, viele Wünsche zu tragen.

Ich lehn mich mal aus dem Fenster. Kulturell gesehen, heisst es von nichts kommt nichts, Arbeit führt zum Erfolg. Sagen wir mal, seit ein paarhundert Jahren ist unsere Gesellschaft im Wandel. Träume werden verkauft, "schnelle Wege zum Glück" usw. Das Glück lauert an jeder Ecke, man darf nur nich hinsehen. Ist alles Ersatzbefriedigung.

Ob Psychologisch oder Biologisch ist im Grunde egal, hatte ich vorhin. Die "Wege" werden einfach breiter getreten, ob es Gewohnheiten oder "Rezeptoren" sind ist mal egal. Also jenachdem fliesst es in die Erziehung. Keine Familie macht mehr einen "Abgleich" mit der Gesellschaft und klärt die Kinder dahingehend auf, wo wie und warum sie hier und jetz eigentlich stehen.

Man bekommt den Lebensweg vorgezeichnet, gesagt, wo es lang geht. Ein paar Infos über die Gefahren (z.B. der Medien) werden hochstilisiert, verteufelt, ignoriert, weiter gehts. Andererseits müssen manche für andererleuts Irrläufer herhalten. Man gewöhnt sich Verlangen (nach Lust und Leid) an von denen man nie etwas gehört hat - von denen man nie geahnt hätte, dass es von außen kam und "nicht gut" ist.

Gesund ist also Gleichmäßigkeit. Tätigkeiten ohne gutes Gefühl dabei zu haben kann man gleich lassen. Dem 'inneren Schrei' dürstet nach etwas das er nicht anders benennen kann? Also immer das Neue und Unbekannte um glücklicher und gesünder zu werden?

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