Warum liebe ich es beim Sex gedemütigt zu werden?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Naja, ins Gesicht zu spritzen ist ja noch nicht unbedingt demütigend. Das ist aber eine Frage dessen, wie es empfunden wird. Viele Männer liebes es einfach, ihren "Saft" auf ihrer Partnerin zu sehen. Und es ist doch wohl normal, dass einem gefällt, dass dem Partner (bzw der Partnerin) etwas gefällt. (Nach dem Motto: Solange es nicht abstoßend ist, ist es OK. Wenn der andere Freude dran hat, soll er machen)

Und die Kontrolle abgeben... naja, auch das gefällt so ziemlich allen. Den Kopf ausschalten, nicht nachdenken zu müssen, sich fallen lassen können, verwöhnt werden, das Gefühl genießen, begehrt zu werden, ... Das mögen auch dominante Menschen. Das ist einfach etwas Schönes.

Ich weiß schon, wie du es meinst. Diese beiden Aspekte sehe ich aber in so ziemlich jedem Menschen. Bei sexuell devoten Menschen ist das nur stärker ausgeprägt. Ich sehe darin aber erstmal, als Ursprung, ganz normale Bedürfnisse.

Wieso jetzt manche sexuell dadurch erregt werden, wenn sie dienen, gedemütigt werden oder Schmerzen erleiden (und umgekehrt) ist wohl höchst individuell. "darkhouse" hatte ja schon einiges dazu geschrieben. Eindeutige Ursachen gibt es dafür nicht. Inwiefern das Veranlagung ist, ist unklar. Es gibt bisher noch viel zu wenig Studien darüber. Außerdem können wir uns an frühkindliche Erfahrungen nicht mehr erinnern - die können uns aber auch prägen.

Du kannst jetzt natürlich für dich selber überlegen, ob du eine Erklärung findest. Ob das dann aber wirklich der Urpsrung bei dir ist, bleibt aber völlig ungewiss. Meine Erklärungen für meine BDSM-Neigungen reichen von Veranlagung, über traumatische Erlebnisse oder die Tatsache, dass ich einen älteren Bruder habe (zu dem ich als Kind aufgesehen habe), bis hin zu ganz langweiligen klassischen Konditionierung. Also ist bei mir im Grunde alles möglich - und ich bin jetzt genauso klug wie vor meinen Überlegungen ;)

Das ist kein Fetisch. Fetisch bedeutet: Befriedigung erreichen mittels eines
bestimmten Gegenstandes. Körper/Körperteile sind damit grundsätzlich nicht gemeint. Und ohne diesen Gegenstand kann man keine Befriedigung erreichen. Dazu kommt, dass es eigentlich nur diesen Fetisch braucht, der Mensch daneben eigentlich keine Rolle spielt.

Davon sind deutlich abzugrenzen: Vorlieben oder Neigungen. Das liegt bei dir vor. Wenn sich dein Partner darauf einlassen kann und ebenso seine "Rolle" wahrnimmt, ist das doch optimal. Woher die Lust an der Unterwerfung kommt, ist höchst verschieden. Das kann in der Kindheit begründet liegen, in früheren unglücklichen Beziehungen, kann auch unerklärt bleiben. Die Evolution würde sicher bei näherer Betrachtung erklären, warum diese Neigung etwas mehr bei Frauen zu finden ist, aber es gibt auch viele Männer damit.

Sie ist aber da und möchte Beachtung finden, sprich, du Befriedigung über diese Neigung. Man sollte das ausleben, weg bekommt man das sowieso nicht. Im Gegenteil, wenn man das unterdrückt, knallt es irgendwann.

Und dass man das im Spiel, oder sogenannten Sessions auslebt, und die Grenzen auch nach und nach erweitert, aber dabei außerhalb im Alltag auf Augenhöhe oder in entgegengesetzten Rollen lebt, ist völlig normal und wünschenswert. In den Beziehungen, die 24/7 ausleben, also die Unterwürfigkeit rund um die Uhr, liegt immer die Gefahr des Missbrauchs, des psychisch zerstörenden Festfahrens ohne Selbstbewusstsein, der totalen Abhängigkeit auf verschiedenen Ebenen.

Eine sehr kluge, interessante Antwort. Gerne würde ich die Grenze höher setzen, wer weiß, vielleicht bald :) Danke

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Wenn man einen Fetisch hat ist man nicht automatisch grob im normalen Leben.

Es gibt so viel Fetische. Wenn es euch so gefällt ist doch alles gut. Weitermachen.

Und nicht auf die Spießer hören. Die meisten Frauen mögen dominante Männer im Bett geben es nur nicht zu.

Tut was euch gefällt das ist eure Sache und geht niemanden etwas an solange ihr beide es wollt.

Viel Spass :-))

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