warum lernt man in der schule NICHTS über das zinssystem außer vllt z=kpt/100*360

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10 Antworten

Du musst bedenken, dass man Dinge exemplarisch lernt. Das heißt, du lernst nicht ob Abtreibung gut ist, sondern am Beispiel Abtreibung lernst du, Diskussionen angemessen zu führen, Argumente vorzubringen und die anderer zu bewerten, sich gegenseitig zuhören und anderer Meinungen gelten lassen. Das kannst du dann zum Beispiel auch gebrauchen, wenn du im Berufsleben vor der Frage stehst, ob du nun bei 2 Kunden, die du nicht beide schaffst, den Auftrag des kleineren Kunden der zuerst da war annimmst oder den des Großkunden. Oder wenn du auf dem Schulhof Menschen triffst, die einfach anders sind- egal ob Kleidung oder Weltanschauung. Oder hier auf gutefrage. Eigentlich ständig im Leben.

In Mathematik lernst du vor allem Problemlösungskompetenzen, Modellieren, argumentieren und auch Formelwissen und die mathematische Fachsprache zum Beispiel. Du lernst über Zinsen sicher mehr als nur einmal diese Formel- denn alle Inhalte werden auf verschiedenen Niveaus immer wieder in den Schuljahren wiederholt. In der Grundschule lernst du zum Beispiel schon kennen, was Halb und Viertel heißt. In der 5. und 6. dann die Bruchrechnung- all dies hat auch mit der prozentrechn ung zu tun, erkennst du das? Sicher hast du auch gelernt, dass 46% dasselbe ist wie 46/100 , oder? Du hast den Dreisatz gelernt- hat auch mit Zinsrechnung zu tun. Usw.

Nun gibts nunmal Computer- es ist nicht mehr nötig, dass RECHENfertigkeiten bis in alle Ewigkeiten immer wieder eingetrichtert werden. Aber es ist nötig, dass die Schüler lernen, Probleme in Gleichungen zu übersetzen oder vorhandenes Wissen anwenden und dazu teilweise auch die Technik nutzen.

Ich kann sehr gut verstehen, dass du gernen mehr Mathe hättest,. ging mir auch immer so ;-) Aber sieh es mal so- auch anderes ist wichtig und in deiner Freizeit und dann bei der Berufsausbildung kannst du es ja gerne vertiefen.

Das ist zwar sehr schön erklärt und stimmt auch so, kann man unterschreiben, aber der Fragesteller hatte wohl eine andere Stoßrichtung im Sinn.

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Moin, fatuglynerd!

Wenn alle in der Schule lernen würden, wie unser Schuldgeldsystem tatsächlich funktioniert und man allen zeigen würde, dass Zins und Zinseszins exponentiell wachsen, dann wäre die angebliche Grundlage unseres derzeitigen Wirtschaftssystems gefährdet, weil sich das keiner einfach so gefallen lassen würde. Das nicht zu vermitteln ist volle Absicht und aus der Sicht derer, die die Macht haben, absolut notwendig.

Beschäftigt man sich internsiver mit der Problematik, muss man zwangsläufig zu dem Schluss kommen, das exponentielles Wachstum, ja selbst normales lineares Wachstum endlich sein muss, da ja unsere Ressoucen - also unser Planet - auch endlich ist. Solange wir nicht in der Lage sind, weitere Planeten zu kollonialisieren, ist also unser derzeitiges Wirtschaftsmodell, dass aufgrund ständig neuen Kreditbedarfs zur Zahlung von Zins und Zinseszins angewiesen ist, auf "Resets" von Zeit zu Zeit angewiesen. Das können Kriege, Revolutionen oder auch gelegentliche Börsencrashs sein. Ursach dafür ist ausschließlich das Schuldgeldsystem, bei dem Geld aus Schuld erschaffen wird, die Zinsen jedoch dabei nicht mit als Geld entstehen.

Das hält uns schön am Rennen im Hamsterrad, schließlich wollen wir nicht zu denen gehören, die am Ende alles verlieren, weil sie beim Zinserwirtschaften nicht mithalten konnten.

Die jenigen, die von diesem System profitieren oder abhängig sind, haben kein Interesse daran, dass jeder Hans und Franz begreift, wie ihr System zur Zinsknechtschaft funktioniert. Theorien, die Lösungen dieser Probleme anbieten oder auch nur Lösungsansätze werden nicht einmal den BWL- oder VWL-Studenten nahe gebracht, sie sollen als Manager weiterhin fleißig Kredite aufnehmen, die sie dann nicht zurückzahlen können und so reale Werte für wertloses Papier opfern.

Letztlich ist es nicht anders als bei anderen Interessengruppen auch. Die Kreationisten wollen nicht, dass die Evolutionslehre in der Schule unterrichtet wird, die religiösen wollen, dass ihre jeweilige Religion in der Schule unterrichtet wird und so weiter. Junge Menschen sind einfach viel einfacher zu indoktrinieren als ältere, die bereits gefestigte Meinungen haben.

Schule ist derzeit so ideologisiert und so wenig auf kritisches Denken ausgerichtet, wie seit dem Ende der DDR nicht mehr.

Zum Schluss noch eins: "Provinz ist da, wo man Lehrer zu den Intelektuellen zählt." Sagte Andreas Rebers. Denk 'mal darüber nach...

Ach ja, klingt ein wenig nach Verschwörungstheorie, aber wenn dich das näher interessiert, dann schreib mir eine PM.

ich habe gestern den film "inside job" gesehen. msg war: mehr regulierung und dann ist alles wieder wie früher! wenn ich mir aber so filmchen im internet anschaue, dann ist das gesamte system schon mal IM GRUNDE zum scheitern verurteilt. aber wie gesagt, der nächte crash kommt und dann...

aber danke für die "gscheite antwort"

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@fatuglynerd

Filmchen im Internet sind sicher nicht der richtige Weg, zu einer fundierten Meinung. Sehr zu empfehlen ist die Internetseite der Initialive für natürliche Wirtschaftsordnung (INWO) oder das Buch "Die natürliche Wirtschaftsordnung" von Silvio Gesell. Außerdem gibt es Unmengen von darauf aufbauenden Büchern. Leider sind Leute wie wir in der Minderheit, die Masse läßt sich von Fakten nicht beeindrucken....

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Nun, man lernt ja zum Beispiel auch nichts über Gastroschisis. Das hängt eben damit zusammen, dass man ja sich ein allgemeines Wissen aneignen soll und die Schule auch versucht, Werte zu vermitteln ( so zb beim Thema Abtreibung). Auf einem Gymnasium wirst du bestimmt mehr lernen, als auf einer Gesamt- oder Realschule, aber eben auch nicht alles.

Ich habe mich früher auch immer aufgeregt, ich mochte Mathe überhaupt nicht und hab zum Beispiel nie verstanden, warum wir Differentialrechnung machen mussten. Das ist eben so, die Schüler werden später viele verschiedene Berufe erlenenen, die meisten brauchen Zinsrechnung eben nicht mehr, werden aber wohl noch öfter als einmal über Abtreibung reden/nachdenken, einfach damit konfrontiert. Hört sich jetzt doof an, aber verstehst du was ich meine?

Es tut mir Leid für dich, ich kann dich voll verstehen, ich fand mein Schulsystem auch immer total bekloppt. Liebe Grüße

Also Zinsrechnung braucht jede Hausfrau....es sei denn, sie stellt ihre Alltagprobleme generell bei gutefrage ein und lässt sich das von anderen ausrechnen ;-)

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Der Vergleich des Schuldgeldsystems mit Gastroschisis ist sogar richtig gut, sind beides Fehlbildungen. Nur betrifft uns das eine täglich - jeden von uns - das andere ist so speziell und selten, dass wohl 99,9 % der Bevölkerung in deiner Antwort zum ersten Mal davon gehört haben - ich schließe mich hier ein.

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@GuyHeadbanger

:D

Nun gut, Zinsrechnung ist klar, aber für mich hörte es sich eher so an, als würde er viel mehr über das Thema wissen wollen , eben Dinge, die man nicht so alltäglich braucht, wie vieles der Mathematik.

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@mellaaa

zählt eigentlich eher zur wirtschaftlehre.

und btw war ich auf einem wg und dort hat man uns auch nur formeln eingehämmert ohne mal metadiskussionen über das system zu führen, gerade so als ob wir ein volk von fachidioten werden/sein sollen

abi nach 12 jahren verschärft das ganze natürlich noc h:/

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Es gibt viele Fächer die viel nützlicher sind als andere.

Aber Zinsrechnung ist meiner Meinung nach zu genüge dran gewesen. Ich kann mich auf jeden Fall daran erinnern, dass wir (zur info: Abschluss vor 7 jahren) Zinsrechnung ausgiebig dran hatten und auch viele beispiele gerechnet haben.

es geht hier NICHT ums berechnen, sondern um das ZINS UND BANKENWESEN!

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Der Punkt ist, dass viele die Zinsrechnung zwar einigermaßen beherrschen, aber aus ihrem "Wissen" keine Schlüsse ziehen können, weil ihnen keiner gesagt hat, dass unser ganzes Wirtschaftssystem sowie Krieg und Frieden mit der Zinsrechnung zu tun haben. Es ist so viel besser, den Staatsbürger dumm zu halten...

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„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“ – Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company „

In der Schule lernt man viele Dinge die man später vergißt oder nie braucht.Man sollte die Schüler einer zB Gesamtschule oder Hauptschule besser auf das Leben vorbereiten.Für den Besuch eines Gymnasiums sieht das etwas anders aus,mit den Anforderungen an das Wissen.Die Lehrpläne sollten generalüberholt werden.

Wurden sie gerade erst, indem Kompetenzen festgelegt wurden, die gekonnt werden sollen

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gerade einkommensschwache, die dann später ihr konto überziehen müssen, sollten über das system bescheid wissen, in dem sie leben, oder wollen wir ein volk von konsumzombies haben?

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Du meinst nicht Zinsen berechnen aber das Bankensystem? Ist einfach zu speziell oder meinst du nicht? So moralische Sachen, da sollte jeder drüber nachdenken. Aber ob man das Bankensystem komplett im Unterricht haben sollte? Weiß nicht. Find ich nicht so sinnvoll. Zinsen an sich hatten wir zu Genüge. Wenns dich intressiert kannst du dich auch selbst damit beschäftigen.

Du hast recht, das Banksystem ist tatsächlich so unmoralisch, dass man darüber lieber nicht nachdenken sollte... Herr, lass Gras wachsen!

Ach ja, ich schreibe 'mal lieber dazu, dass das Ironie war. Was das ist, kannst du bei Wikipedia nachlesen. Sooooo blond....

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@GuyHeadbanger

Noch alles klar?! Tut mir leid, dass ich die Frage falsch verstanden hab. Ironie versteh ich trotzdem, danke.

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dürfte wohl so im lehrplan stehen :) also bei uns gibts im klassenbuch ganz hinten sowas wie ein lehrplan was man in jedem fach beherrschen sollte...

echt? wirklich? na sowas!

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In Religion gibt es nicht so viele Themen.

Frag doch mal den Mathelehrer.

Ich kann mich auch daran erinnern, dass wir über Zinsen ziemlich viel gemacht haben.

Das Zinsnehmen ist eigentlich im Christentum und im Islam verboten, also könnte das durchaus ein Thema für Reli sein.

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@GuyHeadbanger

@masselzoff: es gibt wichtige dinge, die unser täglich leben beherrschen wie etwa zinswesen und bankenwelt und dann gibt es dinge, die sind zwar AUCH wichtig, aber es ist absoluter schwachsinn, dass man sich - weil der relilehrer "cool" wirken will - 10 mal hintereinander (sic!) mit abtreibung beschäftigt und NICHT EINMAL - zumindest in den höheren klassen - mit den kulturellen konflikten wie etwa islamophobie "christlich-jüdisches abendland" etc, stattdessen lässt man grundschüler irgendwelche gebete aufsagen und oberschüler bekommen zum xten mal das thema "ufolgie" vor den latz geknallt und verlassen die schule dann halbgebildet und angeödet. muss net sein, gell? @guyheadbanger: aufpassen! im AT ist das zinsnehmen gegenüber "brüdern" (glaubensbrüder odda was?) verboten gegenüber anderen ABER ERLAUBT! und der jesus hat im matthäusevangelium klipp und klar gesagt, dass die alten gesetze nachwievor gelten (hat sich dann aber immer wieder mit den pharisäern angelegt) aber das thema ist heikel, da auch der "schnäuzerle" gegen die "jüdische zinsknechtschaft gewettert hat. mir würde es schon langen, wenn wir politiker mit cojones hätten, die mal die großwirtschaft und hochfinanz im griff hätten und nicht umgekehrt und kleine unternehmen und bürger gängeln, aber was red ich da...

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na es gibt einen richtplan. aber du kannst dich doch auch selbst damit befassen

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