Warum lernt man in der Schule nicht signifikante Dinge fürs Leben?

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15 Antworten

Weil unser (Aus-)Bildungssystem seit mehreren Generationen nicht mehr geändert wurde - es ist reine "Beschäftigung" und "Abrichtung" der Kinder bis sie Arbeitsfähig sind und bis dorthin werden sie darauf trainiert für das System zu funktionieren - also du musst nix verstehen oder kombinieren können sondern tun was man dir sagt - ein wahres Bildungssystem hätte keine getrennten "Fächer" wie Mathematik, Physik, Chemie und Geschichte... Ein wahres Bildungssystem würde dir die Formel erklären mit der du die Erderwärmung aufzeigen kannst - dir erklären wie die Welt funktioniert und das "Fächer"-übergreifend - doch das braucht kein Land, Leute die selbstständig denken, frei im Geist sind und hinterfragen machen unserem System nur Probleme :)

Zu empfehlen dazu: "Der Verrat des Schulsystems an unsere Kinder" von David Precht :)

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Kommentar von Hooks
27.06.2016, 20:13

Kennst Du den Film Alphabet mit Arno Stern?

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Kommentar von Shilja
27.06.2016, 20:21

Leider noch nicht gesehen aber kennen ja :)

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Deine Frage hatte ich mir als Schüler auch gar viele Male gestellt
und festgestellt, dass ich viel Gerümpel höherer Art mir einverleiben
mußte, für dich ich im täglichen Leben keine oder nur geringe Verwendung
fand und finde. Manches kommt mir vor, wie Stuck an der Decke, also
bloßer Zierat, mit dem sich bei Bedarf ein wenig prunken läßt, mehr aber
auch nicht. Das Meiste, was einen praktischen Nutzwert hat, lernte ich
entweder durch andere Menschen kennen, oder bei "learning by doing". Was
ich an Bildung zwecks Hobbypflege erwarb, bedurfte gleichfalls nicht
der Schule, sondern eignete ich mir autodidaktisch an, oder der
Grundstein wurde in meiner einstigen Familie gelegt. Ich verdanke der
Schule lediglich gewisse Deutschkenntnisse, Englisch, Französisch und
ein wenig Mathe. Die höhere Mathematik brauchte ich nach dem Abitur nie
wieder, gleiches gilt für einige andere Fächer, da diese im Alltag
völlig irrelevant sind. Auch im Berufsleben konnte ich mein
zurückliegendes Schulwissen kaum gebrauchen, ja selbst im Studium war es
nicht sonderlich hilfreich, wenn auch nicht völlig vergebens. 

Ein Großteil des Schulwissens dient ja auch nur als Zubringer für die Welt
der Arbeit, gewissermaßen als Sockel, auf dem dann in einer weiteren
meist recht nützlichen Berufsausbildung aufgebaut und draufgesattelt
wird. Die bloße Schulbildung allein reicht fast nie, um einen Beruf
sinnvoll ausüben zu können.

Was mich schon einst am Schulunterricht störte und später dann noch mehr, ist die Praxisferne,

der fehlende Bezug zum Alltag, die erfolgreiche und erfolgversprechende
Nutzanwendung zur Lebensbewältigung. Mir ist das noch viel deutlicher
geworden, als ich vom Sowjet-Pädagogen Makarenko seine
autobiographischen Romane mit dem Titel "der Weg ins Leben" sowie
"Flaggen auf den Türmen" las, wo eine andere Art der Bildung dargestellt
wrd. Makarenko war Leiter von 2 pädagogischen Kolonien, die er in den
20-er und 30-er Jahren in der Sowjetunion gründete. Mit seiner Pädagogik
vermochte er es, nicht nur lebensnahe Bildung seinen Zöglingen zu
vermitteln, sondern er schaffte es gar, Kriminelle und Verwahrloste in
rechtschaffene Bürger umzuwandeln, etwas was hierzulande fast nie
gelingt. Makarenko schaffte es durch Selbstbestimmung der Jugendliche
und mit der Verzahnung von Arbeit und Schulwissen, die sich gegenseitig
durchdrangen und beeinflußten. Er nutzte auch den Sinnspruch der Alten
Römer "theoria cum praxi" , eine Maxime die der Marxismus übernahm.

Da im Kapitalismus eine scharfe Trennung in Kopf,- und Handarbeit
vorgenommen wird, zwecks Sortierung der Menschen nach Rängen, übt dies
die bürgerliche Schule schon mal ein.

Der fehlende Bezug zum Alltag, die erfolgreiche und erfolgversprechende
Nutzanwendung zur Lebensbewältigung. Mir ist das noch viel deutlicher
geworden, als ich vom Sowjet-Pädagogen Makarenko seine
autobiographischen Romane mit dem Titel "der Weg ins Leben" sowie
"Flaggen auf den Türmen" las, wo eine andere Art der Bildung dargestellt
wrd. Makarenko war Leiter von 2 pädagogischen Kolonien, die er in den
20-er und 30-er Jahren in der Sowjetunion gründete. Mit seiner Pädagogik
vermochte er es, nicht nur lebensnahe Bildung seinen Zöglingen zu
vermitteln, sondern er schaffte es gar, Kriminelle und Verwahrloste in
rechtschaffene Bürger umzuwandeln, etwas was hierzulande fast nie
gelingt. Makarenko schaffte es durch Selbstbestimmung der Jugendliche
und mit der Verzahnung von Arbeit und Schulwissen, die sich gegenseitig
durchdrangen und beeinflußten. Er nutzte auch den Sinnspruch der Alten
Römer "theoria cum praxi" , eine Maxime die der Marxismus übernahm.

Da im Kapitalismus eine scharfe Trennung in Kopf,- und Handarbeit
vorgenommen wird, zwecks Sortierung der Menschen nach Rängen, übt dies
die bürgerliche Schule schon mal ein.

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Hallo!

Interessante Frage ----> DH! Erst gestern hatte ich's in einer tollen Diskussion mit einem pensionierten Lehrer über exakt dieses Thema.. und er hatte die selbe Ansicht, die ich schon lange hege!

Die Kultusministerien sind schlicht zu weit vom Schuss! In ihren Regierungsbauten der Landeshauptstädte bekommen sie einfach nicht mit, wie der Schulalltag "da draußen" abgeht, wie es da läuft & was die Jugendlichen heute als Rüstzeug für die moderne Gesellschaft/die Arbeitswelt wirklich brauchen.

Das Problem ist, dass das oft überalterte Ministerien sind mit Leuten, an denen die Realität der letzten sagen wir 20-30 Jahre mehr oder weniger vorbeigezogen ist.. was man ihnen aber nicht mal "verdenken" kann, da sie in ihren Bauten mehr oder weniger von der Realität in den Schulen auf dem Land abgeschirmt sind.

Der Lehrer i.R. kritisierte massiv, dass Kultusministerien auch jegliche Vorschläge abblocken, weil sie in ihrer Bürokratie keine Chance sehen oder sogar von vornherein total passiv seien. Nach dem Motto: "Es soll so bleiben, wie es bis heute war, denn es war wunderbar"^^ ihr wisst sicher, was ich meine ;) Naja...!

Mir persönlich (Mittlere Reife 2007) haben in der Realschule lediglich die Fächer Geschichte, Erdkunde, Gemeinschaftskunde und in gewissen Grundkenntnissen auch Physik, Musiktheorie und Religion geholfen.. die Fremdsprachen Englisch & Französisch bis zum gewissen Grad auch. Das sind allgemeinbildende Fächer, wo man z.B. auch erfuhr, was der Prager Frühling war, wie die DDR und das III. Reich funktionierten, wie die Gesetze geschrieben sind und wie die Regierung aufgebaut ist, was der Landtag macht, wie die Welt aussieht & wer die bekanntesten Komponisten sind, wie die Bibel interpretiert werden kann usw.! Und das ist für alle deutlich wichtiger als das, was wir in den "Hauptfächern" zumindest in der Realschule lernten. 

In Mathematik war man nach anspruchsloser Geometrie, der Bruchrechnung und rationalen Zahlen (ca. 6./7. Klasse-Realschule) mit "brauchbaren" Dingen spätestens durch ---------> komplexe Algebra, Flächenberechnungen oder komplizierte Geometrie erweckten mir stets mehr den Anschein der "Zeitfüllung".. sorry! Deutsch ab ca. 7./8. Klasse mit Gedichtbeschreibungen, lateinischen Fachbezeichnungen für Fälle der deutschen Sprache und anderen "Feinheiten" hatte den unerwünschten Effekt, dass viele in der 10. noch immer nicht richtig die Rechtschreibung beherrschten & auch Satzzeichenfehler noch ein Dauerthema waren ------> weil man sich im Gegenzug nicht groß um Rechtschreibung oder Satzzeichenlehre/Sprachlehre scherte. Der Lehrplan sah dieses wichtige Thema nicht vor. Und das kann's doch echt auch nicht sein, bei aller Liebe!

Meine Meinung!

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Kommentar von Hooks
28.06.2016, 15:26

Ich habe es von jemand höherem in der Hierarchie, daß der Sinn der Schule (ihr Hauptziel) nicht die Bildung ist, sondern die Integration in die Gruppe.

Du siehst also, es will auch keiner, daß die Schüler richtig etwas lernen (sehr zum Leidwesen der Berufsausbilder, die stellenweise ihre Ausbildung auf den Kopf stellen müssen, weil die Kinder nicht mehr die Voraussetzungen dafür mitbringen!!)

Da hilft wirklich nur, sich selbst um seine Bildung zu kümmern.

Immer wieder höre ich, daß Kinder, die jahrelang selber gelernt haben und später in die Schule gegangen sind (meist, um einen Abschluß zu erlangen), dies als große Zeitverschwendung ansehen, die sie am Lernen hindert.

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Solange man nicht genau weiß, was für wen relevant ist, muss jeder eben auch Dinge lernen, die er später nicht braucht.

Oft werden die Dinge erst dadurch relevant, dass man sie lernt und sich mit ihnen beschäftigt. Für die meisten in meinem Jahrgang war Latein ein toter Ballast - mir hat es beim Lernen anderer Sprachen enorm geholfen.

Ich habe bei meinen 20- und 30-Jahres-Abiturfeiern einige wiedergetroffen, für die das Abitur der geistige Höhepunkt ihres Lebens blieb, weil sie danach in dumpfe Routinejobs abgetaucht sind. Das ist sehr schade für sie - aber hätte man deswegen den ganzen Jahrgang nur auf dumpfe Routinejobs abrichten sollen? Und würde nicht auch diesen Leuten dann etwas fehlen?

Allerdings stimme ich Dir zu, dass die Schule in der heutigen Zeit ein paar mehr lebenspraktische Dinge vermitteln sollte - zum Beispiel ein Minimum an Grundwissen über den Umgang mit Geld.

Das sollte aber zusätzlich und nicht ersetzend vermittelnd werden.

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Kommentar von Hooks
28.06.2016, 15:06

Solange man nicht genau weiß, was für wen relevant ist, muss jeder eben auch Dinge lernen, die er später nicht braucht.

Ziemlich sinnlos, so ein Gießkannenwissen auf alle zu verteilen - das kann sich niemand anders leisten als die sog. allgemeinbildenden Schulen, die erschreckend viele Schüler heute nicht mehr zu Ende bringen.

Und wäre nicht auch Latein für andere sinnvoll, wenn sie nicht das Abi machen?

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Nicht für ungut, aber in Deutsch lernt man unter Anderem, wie man die Aussage eines Texts versteht. Dies versetzt einen in die Lage, eine Steuererklärung anzufertigen - das ist kein Hexenwerk und wenn man seine Voreingenommenheit ablegt, kann man das auch. Wo es spezielle Anforderungen gibt, z.B. beim Betreiben eines Unternehmens, da bedient sich auch der kundige Unternehmer eines Steuerberaters.

Ein Mietvertrag will auch nur vor(!) dem Unterschreiben gelesen werden, wobei unklare Punkte mit dem Vermieter geklärt werden können. Was gibt es dabei zu lernen?

Zu meiner Zeit gab es verschiedentlich Angebote auf freiwilliger Basis, z.B. Rechtskunde, Erste Hilfe, Russisch, praktische Chemie. Die konnte man wahrnehmen oder auch nicht. Ist so etwas nicht mehr vorhanden?

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Kommentar von Hooks
28.06.2016, 00:50

Sachliches wird kaum mehr vermittelt. Es geht hauptsächlich um Beziehungen. In allen Fächern, ich habe es neulich wieder an den Englischbüchern festgestellt.

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Kommentar von iddontkcree
28.06.2016, 10:10

natürlich liest man den Mietvertrag und klärt alles nochmal mit dem Vermieter - aber willst du mir erzählen, dass alle Vermieter freundlich sind und zu deinem Vorteil denken?

Sicher nicht genau deshalb muss doch die schule da besonders drauf eingehen - auch Eltern haben da nicht unbedingt den besten durchblick

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Dafür sind Deine Eltern zuständig oder schaffen sie das nicht. Da hat die Schule nichts mit zutun. Wenn Du eine Beziehung eingehst oder mit ins Bett gehst, dann schaffst Du das doch auch alleine oder muss die Schule da auch helfen. Wenn man Interesse zeigt kann man sich vieles aneignen oder etwa nicht.

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Kommentar von Hooks
27.06.2016, 19:55

Ohne Schule sähe unser Land mit seinen Beziehungen anders aus!

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Kommentar von iddontkcree
28.06.2016, 10:12

wozu sollte man dann noch in die Schule gehen, wenn man sich ja alles so aneigenen kann? Nach deiner Aussage wäre schule dann ja verschwendete Zeit

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Die Schule ist ein Ort der akademischen Bildung. Das Problem liegt am anderen Ende. Das Problem sind Eltern, die sich nicht um die Ausbildung ihrer Konder kümmern. Es wird zu oft davon ausgegangen, dass die Kinder in der Schule schon alles lernen werden.
Ich habe akademisches Wissen in der Schule erlangt und empfinde mein Wissen aus Deutsch oder Geschichte für sehr viel Lebensnäher als Analysis.

Worauf ich bei meinem ersten Mietvertrag und bei der Wohnungssuche achten musste haben mir meine Eltern erklärt.

Schlimm genug, dass Kindern in den ersten sechs Lebensjahren kaum etwas beigebracht wird ist schlimm genug, die Verantwortung aber noch weiter von den Eltern wegzunehmen halte ich für den falschen Weg.

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Kommentar von Hooks
27.06.2016, 20:00

Und doch werden Kinder immer früher fremdbetreut.

Sollten nicht die Eltern ihren Kindern wenigstens das Lesen, Schreiben und die Grundrechenarten beibringen können?

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Also wenn du lernen würdest was man bei Verträgen so beachten muss, wie man ordentlich kündigt, wie man Unternehmen gründet, wie man seine Finanzen optimieren kann, welche Rechtsmöglichkeiten es gibt, wie die Writschaft funktioniert etc würdest du dieses System in der BRD sehr schnell anzweifeln. Mit Bienen und Blumen kann das nicht passieren.

Du wirst in der Schule so erzogen dass du später mal ein fleissiger Lemming sein sollst der dem Staat Steuern bringen soll ohne aus der Reihe zu tanzen.

Du sollst aber nicht bloss nicht lernen selbständig zu denken, anzuzweifeln, revolutionen anführen, Systeme verändern. Solche Leute sind nicht gewollt, machen nur Ärger ... geschickt gemacht vom ollen Bismarck .

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Kommentar von Hooks
28.06.2016, 00:32

Wieso Bismarck?

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Der Schulabschluss muss Dich auf eine weiterführende berufliche Qualifikation vorbereiten. Nach bestandenem Abitur könnte zum Beispiel ein Theologie-studium gewünscht sein. Genauso könntest Du eine Ausbildung zum Chemie-laborant machen. Egal in welche Richtung es geht - Du benötigst die Grund-lagen im Fachwissen. Insbesondere darauf bereitet Dich die Schule vor!

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Kommentar von iddontkcree
28.06.2016, 10:22

was nützt mir ein Studium wenn ich nicht weiß wie ich alltägliche Dinge bewältigen kann? Wenn ich beim Mietvertrag über den Tish gezogen werde? Sollte da nicht auch das Bildungssystem wert legen?

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Die Schule vermittelt durchaus sehr praxisrelevante Dinge. Dazu gehört insbesondere auch die Fähigkeit, sich Informationen zu verschaffen - sei es nun über das Balzverhalten der Grasmücke oder eben das Ausfüllen einer Steuererklärung. Und sie sollte die Fähigkeit vermitteln, Texte verstehend zu lesen - ob das nun ein Sonett ist oder ein Mietvertrag.

Neben diesen praktischen Aspekten geht es aber auch darum, als Mitglied unserer Gesellschaft leben zu können. Dazu gehören soziokulturelle Fragen, wie sie z.B. im Religions- oder Ethikunterricht behandelt werden. Um zu verstehen, wie unsere Gesellschaft funktioniert und warum sie sich zu dem entwickelt hat, was sie heute ist, dient u.a. der Geschichtsunterricht. Gerade in der heutigen Zeit wird immer deutlicher, wie wichtig dieser ist.

Davon abgesehen, soll die Schule natürlich eine Bildungsgrundlage für alle möglichen weiteren Laufbahnen schaffen. Für die einen Schüler sind diese Inhalte wesentlich, für andere sind es jene. Es liegt in der Natur der Sache, das Unterrichtsinhalte für eine Gruppe nicht jedem Individuum maßgeschneidert passen können.

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Ich frage mich wieso wir in der Schule jeden Dre.ck lernen aber nichts fürs Leben.


Die meisten Schüler mit geistigen Interessen lernen in der Schule sehr viel "fürs Leben". Was sie dort lernen, ist allerdings nur eine orientierende Grundlage, auf der sie dann aufbauen können, was sie wollen.

Was die sog. "lebenspraktischen" Dinge angeht: das gehört insbesondere in die Verantwortung der Familie, besonders der Eltern, deren Aufgaben zu übernehmen nicht die Pflicht der Schule ist und - schon aus zeitlichen Gründen angesichts des Lehrstoffumfangs - sein kann! Die Eltern haben vermutlich selbst schon einen "Mietve(r)trag" abgeschlossen und mussten dem Finanzamt gegenüber mehr als eine "Steuererklärung" abgeben. Gerade zum Steuerrecht gibt es auch kompetente Hilfsliteratur, bei deren Ausschöpfung derjenige klar im Vorteil ist, der in der Schule verstehendes Lesen gelernt hat.

Der Fragesteller ist zweifellos zu bedauern. Er scheint ein Opfer der Unfähigkeit oder des Unwillens seiner Eltern zu sein, sich an einem erzieherischen Zusammenwirken von Elternhaus und Schule zu beteiligen. Die Schule jedenfalls hat ihre Pflicht mit Bravour erfüllt, denn der Fragesteller hat "jeden Dre.ck" so erfolgreich gelernt, dass er nicht nur sein Abitur bestanden hat, sondern auch nach der Schule immer noch weiß, "Bibelstellen runter(zu)rattern - Goethe (zu) zitieren" und ferner, "wann Goethe geboren wurde und was die großen Literaren (!) alles gefaselt haben." Sehr gut, der Fragesteller hat etwas gelernt, was ihn sein Leben lang begleiten mag!  :-))

MfG      

Arnold    

 

 


 

 




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Kommentar von iddontkcree
28.06.2016, 10:02

dann sag mir mal wozu habe in in der Oberstufe noch Religion, Geschichte und Sport?

Diese Fäche könnten ohne Bedauern gestrichen werden und durch sinnvolle ersetzt werden.

PS: sicher gibt es "hilfsbücher für Steuererklärung" haha aber ich werd sicher nicht mal das auch nur aufschlagen, wenn der Staat oder was auch immer die Steuererklärung sein mag, von mir was will..dann muss es mir auch erklären wieso und wie es geht. Wenn nicht dann gibts eben nichts

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Die Schule ist formal dazu da Dinge zu erläutern bei denen einem die Eltern nicht zuverlässig helfen können. Dinge die fürs Leben oder den Alltag relevant sind soll man eigentlich außerhalb der Schule lernen. Ob das Sinn macht kann man anzweifeln, aber es steckt ein Grund dahinter.

Dass du manche Fächer wie Geschichte als sinnlos bezeichnest spricht nebenbei nicht unbedingt für eine Hochschulreife


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Kommentar von Hooks
27.06.2016, 19:58

Da liegst Du aber sehr falsch - und vor allem unterschätzt Du die Eltern gewaltig! Die meisten haben doch dieselbe Schulbildung hinter sich ... da wäre es ein Armutszeugnis, wenn sie ihren Kindern da nicht zuverlässig helfen könnten!

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Natürlich wäre es nicht falsch noch eine Unterrichtsstunde zu haben die sich zumindest mit Dingen befasst, die selbst viele Erwachsene an ihre Grenzen bringt oder schlicht nicht jeder machen muss. Da wäre dann auch die Steuererklärung nicht falsch oder eine erste Einführung ins Berufsleben, was einen erwartet usw. 

Am Ende sind für viele Dinge aber auch einfach die Eltern da und nicht die Schule. Die Schule gibt dir die nötige (Allgemein-)Bildung um einen Beruf erlernen zu können, für den Alltag ist jedoch am Ende das zu Hause da.

Du hast Probleme mit dem Mietvertrag? Du hast deine Eltern die sich damit auskennen müssten oder suchst dir eine Beratungsstelle. Wo die Kompetenzen der Eltern aufhören gibt es oft Beratungsstellen etc.

Man darf der Schule schlussendlich nicht alles aufdrücken. Erziehen und auf das Leben vorbereiten sollen die Eltern. Das zu Hause ist nicht nur zum schlafen, essen und Geld geben da, sondern auch um ein Fundament für die Zukunft zu schaffen. Lehrer sind keine Erzieher, sie müssen schlicht mit dem arbeiten was ihnen Eltern überlassen.

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Kommentar von Hooks
27.06.2016, 20:04

Interessante Argumentation. Am hinteren Ende sind auf einmal die Eltern dafür verantwortlich. 

Sollte man ihnen nicht lieber den Anfang überlassen, mit rechnen, lesen und schreiben - solange die Kinder noch klein sind und die nahe Beziehung zu den Eltern brauchen?

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Kommentar von Shilja
27.06.2016, 20:17

Hooks ich mag deine Idee dazu - doch dies ist ja fast nicht möglich da es finanziell etc heutzutage gar nicht mehr möglich ist bei den Kindern zuhause zu bleiben um dies an das Kind angepasst (also nicht zwanghaft dann wenn neben Haushalt/Arbeit Zeit bleibt ne Stunde) näher zu bringen - sprich es ist mit 2 1/2 Jahren bereits in "Fremdobhut" (damit wieder Geld rein kommt) und dort wird schon "Fremderzogen" - jeder verwendet ne andere Art und Weise um sowas Kindern näher zu bringen etc...

Und dann kommt der Faktor Eltern dazu, wo es ja doch noch einige gibt die mit Grundlagen in Mathe, Deutsch und Englisch bereits zu kämpfen haben - diese bringen es dem Kind dann eventuell falsch bei und das Kind wird es sehr viel schwerer haben sich neues Wissen anzueignen, weil es sehr lange damit beschäftigt sein wird die Fehler der Eltern in der Schule ausbessern zu müssen...

Also ja: halte ich für eine gute Idee aber realistisch betrachtet nicht für jedermann/Frau geeignet das so umzusetzen :P

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Kommentar von iddontkcree
28.06.2016, 10:18

natürlich können Eltern und Beratungsstellen helfen, jedoch frag ich mich wieso ich wenn ich so auf meinen Stundenplan schaue, mindestens 6Schulstunden habe die mich überhaupt nicht weiterbringen - die könnte man (theoretisch) streichen und durch lebensnahe Fächer ersetzen?

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Tja, das ist der Unterschied zwischen Real-Schule und Gymnasium... hattest Du was fürs Leben lernen wollen, hättest Du eine andere Schulform wählen müssen. Hat man Dir das nicht gesagt?


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Weil sowas wie Goethe zur Allgemeinbildung gehört. Und ´n paar Bibelstellen zu kennen schadet auch n icht! Sonst könntest Dich ja nicht darüber aufregen, oder?

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Kommentar von iddontkcree
28.06.2016, 10:23

sicher wissenswert - in der Tat.

Aber wenn ich beim Mietvertrag über den Tisch gezogen werde wäre es sinnvoller sich dabei auszukennen

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