Warum lernt man gesunde Ernährung nicht in der Schule?

14 Antworten

Das ist bei uns in der Schweiz ein wichtiges Thema. Es wird nur nicht immer konsequent umgesetzt, wenn z. B. im Kochen Ernährungslehre behandelt wird, während im Pausenkiosk ungesunde Sachen verkauft werden. Oder wenn im Pausenkiosk nur Gesundes verkauft werden darf, während die Lehrer bei jeder Gelegenheit als Belohnung Ungesundes verteilen.

Gute Ernährung wird allgemein oft vernachlässigt...

Bei uns in der Schule gab/gibt es keinerlei Angebote wie z.B. Kurse oder ähnliches wo einem eine gute Ernährung beigebracht wird. Grundlegend gibt es in der Schule eher mehr eine grundlegende Vorbereitung auf das spätere Berufsleben als auf das spätere Privatleben. Themen wie gute Ernährung etc. sind aus meiner Sicht Aufgaben des Elternhauses, trotzdem sollte es von seiten der Schule auch dort Angebote geben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ja aber wenn die Eltern keine Ahnung davon haben sind die Kinder chancenlos . Sobald sie das ganze realisieren ist es oft spät und dann auch schwer dir Gewohnheiten abzulegen

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@manfredgertrud

Ist leider richtig, in Zeiten von "schnell mal eben was essen" kommt das Thema gesunde Ernährung oft zu kurz

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Teilweise wird es in Bio oder AWT (Arbeit-Wirtschaft-Technik) ein paar Wochen lang unterrichtet. Oft aber "nur" in Projektwochen - und da haben die Kinder oft auch die Möglichkeit Themen, die nicht mit der Ernährung zu tun haben, zu wählen.

Aber wir können auch nicht alles und jedes in die Schule verlagern, insbesondere nicht als gesondertes Fach. Für fächerübergreifenden, projektgebundenen Unterricht sind die meisten Lehrkräfte nicht ausgebildet. Und ein solcher Unterricht wird seitens Kultusministerien auch vermutlich nicht wirklich gewünscht. Es gibt viel zu tun ...

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Mutter von Pubertier und eigene Erfahrungen von "damals"

Tut man doch. Die Ernährungspyramide haben wir in der ersten oder zweiten Klasse durchgenommen. Wir haben eigenes Brot gebacken, einen Garten angelegt, Popcorn selbst gemacht, Obst zu Smoothies gepresst und einmal im Jahr kam jemand, der uns übers Zähneputzen und Karies aufgeklärt hat. In der weiterführenden Schule wurde das dann etwas schleifen gelassen. Aber in Bio haben wir meine ich nochmal darüber geredet, als das Thema Verdauungssystem aufkam. Wir haben über die Vor- und Nachteile von Veganismus gesprochen, regelmäßig Projektwochen gehabt, wo es auch Kurse über Ernährung gab, in der Kantine gab es immer Obst und Gemüse der Saison zu kaufen (neben normalen Backwaren) und was in der Mittagspause angeboten wurde war auch relativ ausgewogen und abwechslungsreich. Die Schulen setzen sich schon dafür ein, Schülern einen gesunden Lebensstil zu vermitteln. Nur ob man sich auch Zuhause daran hält oder sich von der Familie beeinflussen lässt, können sie eben nicht steuern. Der Lebensmittelmarkt und die Werbung sind Schuld daran, dass wir nur noch ungesunde und verarbeitete Produkte kaufen.

Was mir gerade noch einfällt: In unserer Kantine gab es gar keine Süßigkeiten zu kaufen. Die Oberstufenschüler hatten dafür die "Snack Shack" auf dem Schulhof eröffnet, die aber abgeschafft wurde, als ich in der siebten Klasse war. Die Lehrer wollten kein Geld mehr für Süßigkeiten ausgeben.

Die Ernährungspyramide kenn ich auch noch. Wenn man sich danach Ernähren würde, könnte man wohl kaum die Rente mit 70 schaffen.

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Es wird zumindest in den Schulen und auch im Kindergarten angeschnitten. Zumindest habe ICH es noch gelernt (bin 34) im Kindergarten, der Grundschule und an der weiterführenden Schule in Bio und im Kochunterricht (letzteres war 1 Jahr Pflicht, danach konnten wir es als Kursfach nehmen). In den Schulen wird dann nämlich über die Ernährungspyramide gesprochen und somit auch kurz darüber was zu einer gesunden ausgewogenen Ernährung dazu gehört.

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