Warum lernen wir in der Schule oft unwichtiges? werden wir nicht gut vorbereitet?

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16 Antworten

Hallo Bursche1994,

was du da beschreibst, ist ja dann bestenfalls ein Schwachstromabitur - sehr dürftig im Inhalt.

Wenn ich das mal von hinten aufrolle: Das Abitur war früher nicht leichter oder schwerer, da grundsätzlich ja im Abitur geprüft wird, was vorher im Unterricht besprochen worden war. Durch die zentral gestellten Aufgaben ist außerdem der Lehrer gehalten, bestimmte Stoffe durchzunehmen, die den entsprechenden Richtlinien und Stoffplänen entsprechen. Er selbst würde sich sonst mit den Abiturergebnissen blamieren.

Das Abitur war allerdings früher in einigen Punkten anders: Heute habe ich eine umgestaltete Oberstufe mit Leistungskursen, bei denen einige Fächer abgewählt werden können. Damit kommen in der Bildung beim einzelnen Schüler bestimmte Inhalte zu kurz, andere sind dagegen weiter ausgebaut und auf höherem Niveau als früher.

Vor der Umgestaltung der gymnasialen Oberstufe Ende der 60er Jahre waren alle Fächer verpflichtend, dazu drei Fremdsprachen, kein Fach konnte abgewählt werden, statt der Leistungskurse gab es feste Klassen. Sechsstündige Abiturklausuren wurden in zwei Fremdsprachen, Deutsch und Mathematik geschrieben. In welchem Fach man in die mündliche Prüfung kam, war nie absehbar. Man musste auf alle Fächer vorbereitet sein.

Im Verhältnis zu heute kamen aktuelle Themen weniger vor, auch keine berufsbezogenen oder lebenspraktischen Themen, da das Abitur die vornehmliche Aufgabe der Studienreife hatte, nicht aber der Berufsreife.

Trotzdem wurden Themen wie Lebenslauf, Bewerbungschreiben, Wirtschaftsstrukturen (GmbH und andere Unternehmensformen, Aktien...) besprochen.

Die Notengebung war anders. Das kannst du daran sehen, wie heute der Abiturschnitt eines Jahrgangs ist. Vor der gymnasialen Reform war beispielsweise eine Zensurendefinition: "eine tüchtige Leistung des guten Durchschnitts!" - Da konnte man stolz drauf sein. Und was war das? - "befriedigend"

Die Berufsaussichten waren anders: Das Abitur war gleichzeitig die Zulassung zu allen Studienfächern ohne numerus clausus und der sichere Einstieg in eine Berufsausbildung bzw. Stellung danach. Die meisten Abiturienten studierten.

FRÜHER :

Da kamen Abiturienten aus gebildeten Kreisen und haben daheim sehr viel von den Eltern , den Geschwistern , der Famile und Umfeld gelernt in Sachen Allgemeinbildung - Haushaltung - Ernährung . Die Bibliothek wurde weiter vererbt . Alle Fächer wurden bis zum Examen gelehrt , im Klassenverband .

Es wurde viel diverses gelehrt ; am Ende war aber für jeden in der Klasse etwas für seine Zukunft dabei . Selbst der Mathematikus konnte dank Physik daheim den Wagnerschen Hammer  reparieren .


Heute

hielt ein gewisser Herr Lammert eine Rede zum Gedenken an 100 Jahre seit Beginn des 1. WK

hielt die Tochter eine Hit-lerjungen eine Rede in der sie begründete warum bewaffnungsfähige Drohnen Sinn machen

brachte der Deutschlandfunk Hintergrund

Guter Wille und leere Kassen - Der Fonds für ehemalige Heimkinder

habe ich bezüglich irgendwelcher Energieförderungen einfach weggehört weil ich all die Lügen welche dazu verbreitet werde nicht mehr ertrage. - Ich habe mit dem Spiegel vor Jahrzehnten lesen gelernt. Ich weiß also dass schon vor rund 40 Jahren in diesem Wochenmagazin sehr viele Informationen zu Ökostrom standen inklusive Umbau des Stromnetzes, Europa.... .

Mir ist kein anderer Staat bekannt der so offensichtlichen Wert auf Unwissenheit des eigenen Volkes legt um es zum ungezählten Male belügen, betrügen und bestehlen zu können, verkaufen zu können und dessen Bevölkerung auch noch lautstark dazu Hurra! ruft.

Ja. Das Abitur war früher tatsächlich der Weg hin zur Reife. Du brauchst nur die Meinungen dazu der Deutschen Wirtschaft und der Fachhochschulen und Universitäten im Netz recherchieren. Es spielt aber keine Rolle. Mittlerweile sucht die Deutsche Wirtschaft im Ausland Jugendliche die für ihr Unternehmen geeignet sind. Dann erhalten diese Jugendlichen von unseren Steuergeldern Deutsch-Unterricht und werden dann hier ausgebildet. Die Deutsche Wirtschaft, immerhin systemrelevant, braucht die Deutsche Jugend nicht. Da schon Euren Eltern und Großeltern nie auch nur angedeutet wurde welche Bedeutung und welchen Inhalt unser Grundgesetz hat kann es ihnen ja auch wo vorbei gehen. Wie geiferte mal ein in der Waffenindustrie Arbeitender in ein Mikrofon: "Es ist mir egal Was mit den Dingen die bei uns produziert werden geschieht. Mich interessiert nur dass ich Arbeit habe. Alles Andere ist mir egal." Scheint sich auch auf die eigenen Kinder zu beziehen. - Kann ich von meinen Eltern nun wirklich nicht behaupten. Ich hatte Glück.

Dieses Buch könnte Dich interessieren:

Thomas Städtler, Die Bildungshochstapler. Warum unsere Lehrpläne um 90 % gekürzt werden müssen, Spektrum-Akademischer Verlag, Heidelberg

http://www.glanzundelend.de/Artikel/abc/s/thomas_staedtler.htm

Der Verfasser faßt Ergebnisse zahlreicher Untersuchungen der Bildungsforschung zusammmen, aus denen hervorgeht, daß der Schulunterricht fast kein bleibendes Wissen in den Schülern hinterläßt, über das sie später als Erwachsene noch verfügen könnten.

Sicher drängt sich die Frage auf, wieso das denn so ist und trotz unablässigen Reformgeredes keine ernsthaften Änderungen stattgefunden haben. Nun ist ja kein Geheimnis, daß die Schule gar nicht ausschließlich dazu eingeführt wurde, den Schülern Wissen zu vermitteln. Sie dient der Gesellschaft nicht zuletzt auch zum Sortieren der jungen Menschen in verschiedene Brauchbarkeitsstufen und zur Zuteilung der Zutrittsrechte in Berufe und gesellschaftliche Klassen, zum Einüben der Fabrik- und Bürodisziplin (Anwesend sein, Anweisungen befolgen, Stillsitzen, ruhig sein usw.) Nicht über alle diese Zwecke wird offen gesprochen, deshalb ist unter kritischen Beobachtern auch vom "Heimlichen Lehrplan" die Rede.

Bei diesem heimlichen Lehrplan geht es nach Auffassung des Pädagogen Hilbert Meyer...

[...] um die lautlosen Mechanismen der Einübung in die Regeln und Rituale der Institution; es geht darum, sich an Oben und Unten, an Gutsein und Schlechtsein, an Auffälligwerden und Durchwursteln zu gewöhnen. Um es in den gängigen Fremdwörtern zu formulieren: es geht um die Einübung in hierarchisches Denken, in Leistungskonkurrenz und Normkonformität.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Heimlicher_Lehrplan

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Dass es im Abitur so gemacht wird, macht mE durchaus Sinn. Das was Du beklagst nicht zu wissen, hat in der Oberstufe nichts verloren, das sollte man schon viel früher gelernt haben. Wenn das nicht passiert ist, nunja... Es gibt halt gute und schlecht Schulen, bzw gute und schlechte Lehrer. Theoretisch aber, werden solche Dinge schon gelehrt. Nur viele Lehrer interessiert halt der Lehrplan nur begrenzt, oder die Unterrichtsqualität ist so schlecht, dass die Kinder das keine 5 Minuten behalten..

naja also über den ersten und zweiten Weltkrieg den hatten wir fast ein halbes Schuljahr in Geschichte . Und auch Afrika hatten wir sehr lange . Liegt vlt. am Bundesland aber eigentlich sollte man so etwas schon wissen . LG sandy =)

dafür lernen wir ganz viel was wir niemals brauchen werden

Sei Dir da mal nicht so sicher. Und ganz nebenbei: Wenn Du kurz vor dem Abi stehst, dann solltest Du auch gelernt haben, wie man sich selbst Informationen beschafft, um die eigenen Wissenslücken zu füllen.

Und ja: Vor mehr als 45 Jahren war das Abi tatsächlich schwerer, aber gegen Ende der Siebziger war es auch leichter als heute.

was dir fehlt kannst alles aus den tageszeitungen entnehmen und alles kann man nicht wissen

Hallo Bursche1994

So wie du das beschreibst, halte ich die Schule für sehr fragwürdig,

Grundsätzlich kann man sagen, dass auch in der Schule die Eigenleistung des Schülers gefordert ist. Das heisst, dass man im Unterricht mit macht und vielleicht auch selbst mal etwas recherchiert oder so. Oftmals passt man im Unterricht nicht auf und denkt nachher bloss, dass man das nicht gelernt hat. (Das ist keine Unterstellung)

Der Punkt wegen dem "unwichtigen Zeug" würde die Schule mit Allgemeinbildung argumentieren. Sie wollen, dass man über alles etwas weiss. Dabei leidet aber leider immer mehr das vertiefte Wissen.

Dein Beispiel mit der Steuererklärung, habe ich bspw. in der Ausbildung gelehrt bekommen. Ich weiss nicht ob das überall so ist.

Soviel kann ich dazu sagen. Denk einfach positiv und zeig Eigenleistung ;-)

Lerne Bursche ;-)

glg. Fuchs95

  • Ich bin dafür, dass man die unangesagten Tests die 1 x mal zählen abschafft und diese dann stattdessen ansagt.

Die Frage ist auch, wie schnell reagieren die Lehrer auf Änderungen des Lehrplanes.

Deine Schule mutet recht sonderbar an, wenn es stimmt, was du schreibst. Ansonsten gilt: in der Schule lernen wir nicht für das Leben, sondern für eine weitere Ausbildung. Jenseits einer weiteren Ausbildung ist Schulwissen meist unbrauchbar, da nicht alltagstauglich. Das ist auch so grwollt, denn die Schule ist lediglich ein Zubringer für Kapital und Staat, also nicht für einem selbst gedacht.

tja ... das gute Kultusministerium, sogar in Berufsschulen wird dir zeug beigebracht das im alltag kein schwein mehr verwendet weil die lehrpläne einfach aufm stand von vor 10 jahren sind ( wenn nicht mehr ) .... Beamte

Das ist eine polemische Behauptung, die mit der Realität der weiterbildenden Schulen in den meisten Bundesländern nur wenig zu tun hat.
(Die Lage in Berufsschulen kann ich nicht beurteilen.)

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Ich finde das Video zu gut... Oft wird ja Zentralabitur gemacht. Also es war früher schwerer

gruß

Merkwürdig. Ich war auf der Realschule und Erdkunde war Pflichtfach. Auch in Geschichte haben wir lange und breit über den 1. und 2. Weltkrieg gesprochen.

In welchem Bundesland gehst du zur Schule.

Du scheinst eine sehr seltsame Schule zu besuchen. Also verallgemeinere bitte nicht.

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