Warum leiden so viel Hunde an Epilepsie?

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7 Antworten

Was ist Epilepsie und woher kommt sie?

Epilepsie ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der es zu übermäßiger Aktivität von Nervenzellen und durch Erregungsausbreitung schließlich zu Krampfanfällen kommt. Unterschieden werden:

Die primäre (oder idiopathische) Epilepsie. Bei dieser Krankheit kommt es durch eine vererbte Veranlagung zu einer - im Vergleich zu gesunden Tieren - erniedrigten Reizschwelle für Übererregungen im Gehirn. Bei einigen Hunderassen (z. B. Golden Retriever, Labrador Retriever, Collie, Berner Sennenhund, Beagle und viele mehr) ist sicher nachgewiesen, dass die primäre Epilepsie eine Erbkrankheit ist. Erkrankte Tiere sollten daher prinzipiell von der Zucht ausgeschlossen werden. Die Anfälle fangen durchschnittlich im Alter von eineinhalb bis fünf Jahren an. Katzen erkranken wesentlich seltener als Hunde.

Die sekundäre (oder symptomatische) Epilepsie. Die Krämpfe werden hierbei durchandere Grundkrankheitenhervorgerufen. Dies können einmal innere Krankheiten (z. B. Leber- und Nierenerkrankungen, Störungen im Elektrolythaushalt, Schilddrüsenunterfunktion) oder Krankheiten des Gehirnes (z. B. Tumoren, Entzündungen, Missbildungen) sein. Die Krämpfe können in jedem Lebensalter auftreten, besonders verdächtig sind aber Krämpfe bei sehr jungen oder sehr alten Tieren.

Quelle: http://www.drc.de/gesundheit/epilepsie

Ob die Erkrankung nun heutzutage verstärkt oder häufiger vorkommt - dazu konnte ich nichts finden.

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Kommentar von brandon
07.01.2016, 13:41

Danke für die ausführliche Antwort.

Wenn es eine Erbkrankheit ist kann man dann bei einer Zuchttauglichkeitsprüfung erkennen ob ein Tier daran erkrankt ist?

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Ich war vor kurzem erst wegen dem Dackel meiner Eltern beim TA (der hat Epilepsie) - und wir hatten genau das Thema -. "kommt Epilepsie vermehrt vor", mein TA verneinte - es gäbe genausoviele wie früher.

Allerding hat der gesagt, das epilepsieähnliche Krankheiten am Aufmarsch sind und er macht die neumodische Ernährung und Gefahren durch Gifte für den Hund zunehmen.

Bei jedem Verdacht auf Epilepsie werden immer zuerst das Blut auf Neurotoxine hin untersucht, die diese Pseudoepilepsie auslöst.

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Ist schon komisch, einer der längsten tierischen Begleiter des Menschen hat generell die gleichen Krankheiten wie der Mensch selbst .... Epilepsie, Diabetes usw. usf.

Meines erachtens nach ist der Mensch daran Schuld mit seinen Züchtungen

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Kommentar von wotan0000
07.01.2016, 11:42

Warum gibt es dann viele Menschen, die diese Krankheiten haben?

Mensch und Hund sind beides Säugetiere. 

Hunde werden viel älter als vor 30 Jahren, was die Möglichkeit für Krankheiten erhöht.

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Hallo,

nur, weil hier immer mal wieder so eine Frage auftaucht, heißt das noch lange nicht, dass Epilepsie bei Hunden stark zugenommen hat.

Du findest hier im GF auch immer wieder Fragen: Hilfe, ich bin 15 und schwanger!. Auch das bedeutet nun nicht, dass immer mehr 15jährige schwanger werden.

Zudem bleibt die Frage: Wer hat die Epilepsie festgestellt? Tatsächlich ein TA oder der Hundehalter selbst? Wahrscheinlich eine Internet-Diagnose?

Unbestritten ist natürlich, das gerade bei Hunden Epilepsie durch Stress, entsetzliche viele Umweltreize, ein eher ungeregeltes Leben ohne feste Strukturen und emotionale Aufregungen ausgelöst wird. Diesen Faktoren sind unsere Hunde heutzutage mannigfaltig ausgesetzt und müssen damit umgehen können.

Dass immer mehr Hunde unter den sogenannten Zivilisationserkrankungen leiden (ebenso wie Menschen), ist allerdings auch kein Geheimnis mehr. Vllt. geht das sogar Hand in Hand mit möglicherweise zunehmender Epilepsie.

 

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Kommentar von friesennarr
07.01.2016, 13:36

Es gibt auch durch Gifte und Stoffwechselprobleme ausgelöste Epilepsien. Jeder TA untersucht das als erstes wenn das Thema Epilepsie auf den Tisch kommt.

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Kommentar von brandon
07.01.2016, 14:43

Habe ich in meiner Frage irgendwo behauptet das die Krankheit stark zugenommen hat? 😮

  Davon war in keinster Weise die Rede.   Daher hättest Du Dir Deinen  merkwürdigen Vergleich mit 15jährigen Schwangeren schenken können.

Vielleicht hast Du recht und die Hundehalter die hier davon sprechen das ihr Hund unter Epilepsie leidet haben das einfach nur erfunden. Wer weiß, vielleicht gibt es so etwas wie Epilepsie gar nicht und das sind alles nur Internet Diagnosen 

Ich kann es ja  schlecht nachprüfen.

Bei so manchen Antworten kommt es mir vor als ob man Epilepsie als  etwas ganz normales ansieht und mir meine Frage etwas verübelt.

Vielleicht ist so manchem meine Frage zu unbequem und/oder ich habe da unbeabsichtigt einen Nerv getroffen. Keine Ahnung.

Ich kann mir vorstellen das bei einem Hund der unter Epilepsie leidet Stress durchaus ein Auslöser für einen Anfall sein kann.

Aber ich glaube nicht das Epilepsie durch Stress entsteht.

Da Du in Deiner Antwort überhaupt nichts von Vererbung geschrieben hast scheint das für Dich keine Begründung zu sein.

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Tja, das kliegt an der Zucht, Hunde sind nun mal Menschenwerk und wenn man der Natur permanent ins Handwerk pfuscht und einzelne Merkmale besonders hochzüchtet, weil man eine bestimmte Fellfarbe, Größe, Körperbau usw. so schön findet, dann kommt es eben auch zu Ausfallerscheinungen und Krankeiten aller Art. Manche Rassen sind dann ganz besonders davon betroffen, besonders anfällig für Epilepsie sind z.B.Schäferhund, Cocker, Setter und Pudel.

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Kommentar von dsupper
07.01.2016, 11:36

Merkwürdig nur, dass es sich bei fast allen Fragen zur Epilepsie bei Hunden hier im GF um Mischlinge handelt ....

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Ich glaube Epilepsie kommt zustande,wenn hunde vermehrt werden und nicht genug "frisches Blut" mitdrin ist...also wenn nicht zu viel auf die Vorfahren geachtet wird....oder es wird vererbtwenn Mutter oder Vater es schon hatten oder sie Großeltern. ...außerdwm kann es duech Stress zu anfällen kommen oder auch durch "geschädigte organe"

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da müsste man erst mal wissen, was "viel" und was "wenig" ist, woher diese zahlen stammen um das beantworten zu können. hier sind darüber hinaus sicher auch wenige tierärzte "on".

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Kommentar von brandon
07.01.2016, 11:22

Mit anderen Worten Du weißt es nicht und kannst auch nichts dazu beitragen.

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