Warum lehnt die Bundesregierung der Weiterbetrieb der Kernkraftwerke ab?

6 Antworten

Die Probleme der Atomkraft fangen an beim Uranabbau: extrem gesundheitsschädlich für die Arbeiter, Häufung von Krebsfällen, mit Verzögerung ein sicheres Todesurteil. Die Umwelt wird dabei zerstört und beim Tagebau riesige Landstriche durch die Windverbreitung radioaktiv verseucht.

Weiter geht es mit den aufwendigen und gefährlichen Transporten. Da bleibt unterwegs wiederum einiges hängen an radioaktiver Belastung.

Atomkraftwerke setzen auch im Normalbetrieb radioaktive Stoffe frei. Im 5 km Umkreis um die Standorte konnte eine Vervielfachung von Leukämiefällen bei Kindern festgestellt werden. Daher kann man von einer erheblichen Gesundheitsschädigung der Bewohner in der Nähe von Atomanlagen ausgehen, auch wenn sich das meistens erst auf lange Sicht auswirkt.

Der Bau und erst recht der Abriss der Anlagen ist extrem aufwendig. Was bei der direkten Stromerzeugung an CO 2 vermieden wurde, wird beim Bau und Abbau der Atomkraftwerke doppelt und dreifach ausgestoßen.

Der Atommüll wird über weite Strecken transportiert und dann entweder hochriskant zwischengelagert oder in abgelegenen Gebieten, meistens Sibirien, unter freiem Himmel abgelagert, von wo sich die frei werdende Radioaktivität weit verbreitet. Nach einem sogenannten Endlager wird weiter vergeblich gesucht.

Wer die Atomkraft befürwortet hat sich entweder nicht für die Fakten interessiert oder er ist ideologisch verblendet aus Trotz gegen gutgemeinte ökologische oder um das Leben besorgte Argumente.

Zitat:

"Es ist überhaupt keine gute Idee, die Atomkraft wieder aus der Mottenkiste zu holen", sagt dagegen Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung im Interview mit ntv.de. "Atomstrom war, ist und bleibt unwirtschaftlich." Während eine Kilowattstunde Strom aus Solar- und Windenergie im Durchschnitt 6 bis 8 Cent koste, sei der Preis für Atomenergie mit 16 Cent fast dreimal so hoch. Das liege vor allem an den hohen Investitionskosten wie dem durchschnittlich zehn Jahre langen Bau der Kernkraftwerke, sicherheitstechnischen Updates und schließlich dem notwendigen Uranabbau und -einsatz, erklärt Kemfert. Aufgrund der radioaktiven Strahlung in der gesamten Wertschöpfungskette sei Nuklearenergie auch eine enorme Gefahr für Mensch und Natur. "Atomkraft ist damit weder eine wirtschaftliche noch eine saubere Energieform."

Quelle:

https://www.n-tv.de/politik/Erlebt-Atomkraft-eine-Renaissance-article22389159.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Mittlerweile wollen die Betreiber der AKWs sie selbst nicht mehr betreiben. Jahrelang wurde ihnen gesagt, dass AKWs keine Zukunft haben, und so haben sie keine neuen Leute mehr angelernt. Wenn die jetzige Generation der Mitarbeiter in den Ruhestand geht, gibt es keine Nachfolger. Also müssen sie den Betrieb einstellen.

Handelt unsere Regierung überhaupt rational, wenn Gutachten und Expertenmeinungen ignoriert werden?

Die Regierung hört da lieber auf die Betreiber (EON, RWE und EbBW), die sagen, dass es nicht geht. Mangels Personal, dass längst neue Jobs hat und mangels Brennstoffen, die man in Russland bestellen müsste.

Ich bezweifle, dass der TÜV-Süd Experten zum Betrieb von Atomkraftwerken hat. Gut möglich, dass die "Experten" vom TÜV die Einstellung des Abblendlichts vom Reaktor kontrollieren können. Aber ob die auch was am Vergaser oder der Einspritzpumpe eines AKW´s machen können?

 - (Politik, Physik, Wirtschaft und Finanzen)

Sie stellen sich nicht "quer", sondern lehnen aus wohlerwogenen Gründen eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke ab.

Deine Fragestellung ist so gefärbt, dass klar wird, welche Art von Antwort du hören möchtest.

Es ist eine suggestive Fragestellung.

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@earnest

Die Frage ist neutral gestellt. Du kannst sagen: Ja, die Regierung handelt rational, weil ... Nein, die Haltung ist nicht ideologisch, weil .. Oder du sagt: Nein, die Regierung handelt nicht rational, weil ...

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Und aus "wohlerwogenen Gründen" fahren die Grünen die Raffinerie PCK Schwedt runter, damit Kraftstoffe nicht nur teuer sondern (in Ostdeutschland und Westpolen) sogar knapp werden.

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@tunik123

Ich sehe keine Veranlassung, mich durch diesen polemischen Kommentar triggern zu lassen.

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Atomwaffen sind gefährlich, und Atomkraftwerke sind es auch.

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