warum lebt man eigentlich, wenn man eh irgendwann sterben muss und dann alles sozusagen vergessen ist?

27 Antworten

Hallo Liara220,

angesichts dessen, was Du in Deiner Frage anführst, fragen viele Menschen, ebenso wie Du, nach dem Sinn des Lebens. Viele haben erkannt, dass man ohne die Einbeziehung Gottes in dieser Frage nicht weiterkommt. Wir Menschen können den Sinn unseres Lebens nicht allein aus uns selbst heraus definieren. Wir können zwar viele sehr sinnvolle Dinge tun, die uns zum Teil auch befriedigen und ausfüllen; dennoch bleibt in vielen die Frage nach dem Sinn des Ganzen.

Wenn es einen Gott gibt, könnte es dann sein, dass er uns sagt, warum wir hier sind? Gott hat sich uns in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, geoffenbart. Durch sie finden wir einen Zugang zu ihm. Im Grunde sind wir mit dem Bedürfnis erschaffen worden, nach Gott zu fragen. Davon sprach auch Jesus Christus, als er sagte: "Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind" (Matthäus 5:3). Einem Menschen, dem diese "geistigen Bedürfnisse" nicht bewusst sind, fehlt ein wichtiges Element für ein glückliches und sinnvolles Leben. Gelingt es uns, ein enges, persönliches Verhältnis zu Gott einzugehen und sind wir bereit nach seinem Willen zu leben, stellt sich die Frage nach dem Lebenssinn eigentlich nicht mehr.

Wenn man sich etwas näher mit der Bibel beschäftigt, erfährt man, dass Gott für die Menschen nicht nur ein Leben von 70 oder 80 Jahren vorgesehen hat. Der ursprüngliche Vorsatz Gottes war es, dass wir für immer am Leben bleiben sollten. Durch Sünde und Tod ist die Sache zwar etwas anders verlaufen, doch hält Gott nach wie vor an seinem Vorsatz bzgl. des ewigen Lebens fest. Dass Menschen die Aussicht auf ein ewiges Leben haben, geht aus vielen Stellen der Bibel deutlich hervor, wie z.B. auch aus folgender Aussage aus dem Johannesevangelium: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe".

Obwohl also grundsätzlich jedem die Möglichkeit offen steht, ewiges Leben zu erlangen, sind dennoch bestimmte Voraussetzungen daran gebunden. Eine der wichtigsten wird in dem zitierten Bibeltext genannt: Glauben an Jesus Christus auszuüben. Glauben "auszuüben" schließt jedoch mehr ein, als lediglich von der Existenz der Person Jesu Christi überzeugt zu sein. Wie Jesus an anderer Stelle sagte, muss man bereit sein, ihm nachzufolgen, also einem ähnlichen Lebensmuster zu folgen. Jeder, der das mit allen Konsequenzen tut, wird feststellen, dass er ein äußerst sinnvolles, ausgefülltes und befriedigendes Leben führt, ein Leben mit sogar endlosen Perspektiven

LG Philipp

Menschen sind da, um zu erleben. Deswegen haben wir auch positive Gefühle sowie negative Gefühle und Erlebnisse. Wenn wir die Tiefen im Leben nicht hätten, würden wir die Höhen nicht erkennen. Außerdem erschaffen wir unsere Welt auch mit. Das Zitat "Ich denke, also bin ich", kommt genau richtig, denn wir denken die ganze Zeit und erschaffen damit auch unsere ganze Welt, allein durch das Unterbewusstsein.

Natürlich frägt man sich, wieso manche "Schicksalsschläge" haben, wie schon früh als Kind zu sterben, also nie wirklich erleben zu können. Für mich macht das nur Sinn, wenn man die Reinkarnation miteinbezieht. Es gibt einige Menschen, die sich an Details früherer Leben erinnern.

Man sagt, dass es immer die gleiche Anzahl von Elektronen gibt und wenn eines beeinflusst wird, bekommt jedes andere am "Ende des Universum" das sozusagen auch mit. Das bedeutet, wir alle beeinflussen uns gegenseitig und sind wie "Eins". Es gibt auch nicht wirklich so etwas wie Ort oder Zeit.
Das würde bedeuten, dass du die ganze "Zeit" deine Realität erschaffst, egal in welcher Zeit oder in welchem Körper du bist. Oft merkst du es bestimmt nicht mal, weil das schon dein Unterbewusstsein macht, so wie es auch deinen Arm heben lässt, ohne dass du daran denken musst.

Hallo Liara220,

 eine reizvolle Frage!

Was hat es für einen Sinn, in Urlaub zu fahren, wenn man doch wieder zurückkommt?

Was hat es für einen Sinn, einen 400m-Rekord zu laufen, wenn man da wieder ankommt, wo man weggelaufen ist?

Was hat es für einen Sinn, eine Schale Kirschen zu essen? Schmeckt doch eine wie die andere?

Der Atheist würde da sagen: Jeder hat die Aufgabe, seinem Leben selbst einen Sinn zu geben. Aber letztlich hat er sich dann was Subjektives konstruiert. Das ist dann schon ein Problem.

Der "Gläubige" würde sagen: Es gibt objektiv einen Sinn. Antworten finde ich dazu in meiner Religion.

Eine Geschichte in der jüdischen Tradition: Man diskutierte die Frage, ob es für den Menschen besser wäre zu leben oder gar nicht erst geboren zu werden. Antwort: Es ist besser, gar nicht erst geboren zu werden. Da man aber nun mal lebt, sollte man das Beste daraus machen.

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