Warum leben wir so ein langweiliges leben?

... komplette Frage anzeigen

15 Antworten

Das ist gut erkannt und eine ebenso  vielschichtige Thematik, die  sehr weit reicht, ..Im kreativ künstlerischen Zusammenhang hat etwa der dt. Künstler Beuys daran gearbeitet, auf zu zeigen, das jede/r Mensch ein „Künstler“ sein kann und es schaffen könnte, darin sein spezifisches Potential zu leben zu erkennen und sich und andere damit strukturell zu bereichern, etc. (Siehe: „Jede/r ist ein Künstler“ - aka „das Kunstwerk der gesellschaftlichen Umgestaltung“)

Leider sind die strukturellen und ideologisch fest zentrierten, derzeitigen Lebens- (Zwangs-) Verhältnisse (im Westen vor allem) nicht darauf ausgerichtet, Menschen in die Freiheit oder auch persönliche (dito: geistige) Unabhängigkeit, auf vielen Ebenen, zu führen, Etwa was persönliche Autonomie etc. angehen könnte, Mitbestimmung an eigen verantwortlichen Lebensbedingungen, (eine Forderung die schon Schíller stellte: „Kunst ist es, durch die wir zur Freiheit wandeln ,..“ ) sondern es geht darum, diese angeblich (potentiell) „freien Menschen“ in der Massen zu domestizieren, zu unterwerfen, zu benützen, oder wie Jean Paul Marat es mal nannte, (1792 etwa), "sie abzumähen wie Rasen",

.Also, keine persönliche Freiheit zu zulassen, nur die Freiheit der unendlich ausgeweiteten, (vorgegebenen) Auswahlmöglichkeiten zu erlauben, (etwa im Konsum, Supermarkt, ) auch ohne echte "demokratische "Mitbestimmung (an Produkten, Produktionsverhältnissen, Ausrichtung, Zielen der Waren und Lebensbedingungen, Autos, Wohnen, etc.) keine echte Mitsprache an/ bei den substanziellen Grundlagen und Lebensvoraussetzungen, sondern eine völlig reduziertes, bis zum kompletten, in Monotonie und Apathie reichende Ableben von fremdbestimmten Ersatz-Möglichkeiten und Ersatzbefriedigungen, Fetischkonsum,. Scheinbefriedigung, Rauschzuständen, Entmündigung, etc.

Was kommt dabei heraus? Ein Mensch oder ein Menschenbild, das seiner Kraft und (Freude) wie der autonomen Dynamik beraubt ist, sich selber, in seinen Grundlagen und Fähigkeiten verleugnet, sich behindert, sich verängstigt im Wege  steht (in der einsamen Masse, also „The lonely crowd“, so sagte der Soziologe Riesman dazu) und seinen Ethos (etwa in der sakrosankten/ geheiligten / fremden/ befremdlichen Zu-Arbeitswelt, ..) darauf ausgerichtet hat, im Zu-Dienen für andere, (Fürsten, HERRscher, Vorgesetzte, etc.) sein Dasein in Selbstaufgabe zu erfüllen, als Knecht, als Handlanger, Hilfskraft, Weisungsuntergebener, Lohnsklave, zu fristen, etc.

Das ist ein Leben ohne „Erleben“, (ein Ableben, ein fremder Film) vorbei an spiritueller, gelebter und eigen-Mächtiger Erfüllung des inneren Potentials, als ausgehöhlter, entmündigter Sklave, der seine niederen, dumpfen Schein-Lebensverhältnisse (etwa als Konsum-Zombie) so gut verinnerlicht hat (besonders in einer destabilisierten, entmoralisierten, entgeistigten Techno Welt), das er/ sie / es sogar daran mit-arbeitet, dafür einsteht, diese Lebensverhältnisse, die ihn/ sie behindern, drangsalieren, einschränken und domestizieren, für gut zu erklären und an seiner eigenen Unterdrückung folgsam, devot mit beteiligt ist, diese verinnerlicht hat, ..etc. (und ihm das medial sogar permanent als gelebtes „Glück und Wohlstand“ vermittelt wird zudem), etc.

Einer der wenigen Auswege daraus ist, etwa ein schmerzhaftes Ablösen (siehe Filme wie „Matrix I“) von diesen Strukturen, die das Leben ja so behaglich und wohlig ausgestaltet haben, ein „Aufwachen“, eine Rückkehr zum Selbst (Friedrich Dürkheim) , „ ein Anerkennen auch der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten, einen Freiraum zu sehen, zu zulassen zu erfüllen, der einen auch so beflügeln kann, (aber vor allem „befreien“) das sich nur darin ein echtes Indviduum (und kein Massen-Mensch) überhaupt erst rekonstruiert.

(Das hat aber schon Platon erkannt und ausführlich und plakativ in seinem Höhlengleichnis geschildert, in der „Republik“, .)


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Saragoza
28.08.2015, 12:19

Zusatz:

Viele „Glaubensangebote und Lehren sprechen/ sprachen davon, auch das „Amts-Christentum) das ein Heil nur im Danach, im Paradies verspricht, etc. Aber „Ostler“ also: Hindus, Buddhisten, Brahmanen, Zoroaster, Bahaj, etc. sind da schon immer etwas weiter, (gewesen) da sie Selbsterfüllung und Erkenntnis nur im tätigen Sein erkennen/ anmahnen, also genau  das zu machen, was einen persönlich anzieht und interessiert und darin auch ein etwa „kürzeres“ Leben zu akzeptieren, um zu sich zu finden.

Also im Versuch seine eigenen Kräfte, Potentiale zu entdecken und auszubauen (im positiven Sinne, nicht in der Destruktivität) und darin zu leben, überhaupt erst zu leben und dem eigenen Leben ein sinnvolle-re Dynamik zu verleihen. Ohne im Warten auf Irgendwann,(auf Morgen, auf das wetter, etc.) auf irgendwen, auf einen „Erlöser“, der nie kommt, (weil er/sie, wenn er/sie dich an die Hand nehmen würde, dich darin nicht befreien könnte, sondern du nur wieder „Untergebener“, Jünger wärest und nicht „frei“ oder etwa sogar: „Mensch“, ..!?etc. also?

1

Ich denke nicht das es an der Kleidung liegt und auch nicht an die Leidenschaft denn du kennst nicht alle Menschen um zu sagen er hat keine interessante Leidenschaft, Hobby und Kleidung trägt jeder das was ihm gefällt. Das es Langweilig ist empfinde ich auch so, aber nicht wegen Hoby, Kleidung, Leidenschaft usw. es liegt daran das die Gesellschaft verschlossen ist. Jeder lebt sein eigenes Leben, hat keine Zeit, man ist gestresst, Deutschland ist stark Entwickelt und die Menschen müssen sich anpassen, disziplin, Pünktlichkeit und gute Arbeit leisten. In meinem Land (Serbien) sind die Menschen sehr offen, sehr gastfreundlich die Gesellschaft ist ganz anders als in Deutschland aber die Leute in Serbien leben anders als hier, sie arbeiten sehr hart und verdienen viel weniger als in Deutschland und da braucht man eine Gesellschaft wo man sich gegenseitig Hilft. Vielleicht ist das der Grund warum die Menschen dort offen sind und hier nicht. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jeder Mensch ist einzigartig, denn s gibt ihn genau so, nur einmal.

Es kommt immer drauf an, was jeder aus seinem Leben macht und was jeder einzelne als Langweilig empfindet.

Jeder Mensch hat ein Recht darauf, so zu leben wie er möchte und nicht wie es andere gerne hätten.

Wem sein Leben so nicht gefällt, der kann daran arbeiten und jederzeit etwas daran ändern, zu mindetsens seine Einstellung.

LG Pummelweib :-9

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

Gesellschaft bedeutet Zusammenleben, und ein Zusammenleben ist nur möglich, wenn viele sich anpassen...

Sicher kann man Individualität zeigen, das gehört zu den persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten, die wir haben sollten in einer freien Gesellschaft, aber da viele erst überhaupt nicht gelernt haben, ihre eigene Individualität auszuleben, bleibt oft das Leben und die Gestaltung des Alltags eine "langweilige Angelegenheit". Oft hat man, nach dem täglichen Überlebenskampf auch gar keine Lust mehr, seine Individualität "herauszuschälen"  und auszuleben!

Emmy

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es lebt jeder sein eigenes Leben. wie kommst du dazu, zu sagen, dass das Leben der anderen langweilig ist? Das kannst du gar nicht beurteilen. Was du als Langeweile empfindest, ist für den anderen vielleicht höchst aufregend. (Z.B. Nicht jeder mag Fußball!)

Überhaupt ist Langeweile nichts negatives. Nur wer sich "langweilt" , also Zeit hat für Nachdenken, Überlegen, Genießen, ja für Muße (kennst du das überhaupt?) kann das Leben genießen und dem Stress entrinnen, kreativ werden und neues Schöpfen, sein Leben schöner planen.

Ach hätten wir nur alle diese Langweile! Die meisten stehen im Hamsterrad und arbeiten sich zu Tode.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast es auf den Punkt gebracht. Wir leben quasi nach Prinzipien, wir gehen arbeiten werden erwachsen, bekommen Kinder, werden alt, etc. das ist ein einziger Kreis der immer gleich bleibt. Aber ich liebe individuelle Menschen. Ich bin noch ziemlich jung, deswegen nehme ich mir so viel vor um mein Leben in allen zügen zu genießen :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich denke, man sollte sich insofern individuell entfalten, wie es die Gesellschaft noch einigermaßen toleriert. Dies lässt meiner Meinung nach genug Raum um mit Spontanität und Intusiasmus ein interessantes Leben zu führen :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von FitnessLover2
28.08.2015, 03:16

So siehts aus! 

0
Kommentar von Saragoza
28.08.2015, 12:22

Für mich eine recht ängstrliche, abwartende, kaum reife Haltung, aber wer es mag?

0

Ich habe wenig lust einen langen Aufsatz über das Thema zu schreiben aber im großem und ganzen weil es so gewollt ist. Menschen kontrollieren sich gegenseitig und wenn jemand aus der Reihe tanzt wird er ausgeschlossen oder abgestempelt.

Kluge Menschen mit eigener Meinung sind zu gefährlich für das System bzw. für die Obrigkeit. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dein Leben ist solange Langweilig bis du es auch wirklich lebst. Auch wenn viele Personen sich auesserlich aehneln, ist jeder dieser Person anders, auch wenn es nicht so aussieht. Anpassen ist wichtig und wir alle passen uns an, entweder so, oder so.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Saragoza
28.08.2015, 12:24

sich anpassen ist wichtig,  um ein MUSTER abzuleben, wie "andere" ??

0

Ich würde gern verrückte Sachen machen oder anziehen aber dann würde man nur ausgelacht werden...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Saragoza
28.08.2015, 12:26

"Fliehen oder Strandhalten" (sagte ein deutscher Psychotherapeut, H.E Richter)

0

Ich persönlich sehe mich als Ninja!...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von massaKA4
28.08.2015, 03:09

Nein nein nein wir haben doch die Teenage Mutant ninja turtels

0

Langweilig ist auch subjektiv :D Viele würden meine Ferien zb als langweilig bezeichnen, weil ich viele Tage zuhause rum sitze und im Internet bin, aber mir gefällts so :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

also als ich versucht hab anders zu sein, wurden auf einmal ein dutzend Psychiater auf mich auf merksam, nur weil ich nicht so sein wollte wie der Rest, riskier es lieber nicht, ich hab ja laut denen schon Depressionen nur weil ich nicht das gemacht hab was die Lehrer wollten in der Grundschule (hab nicht ein einziges mal Hausaufgaben gemacht) sondern bin rausgegangen und hab was gemacht. Diese Gesellschaft hat so oder so keine Zukunft 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von FitnessLover2
28.08.2015, 03:15

Aus dir wird bestimmt etwas. Probs gehen auf jeden Fall mal an dich. Wer noch nicht mal das Zeug dazu hat, Grundschul-Hausaufgaben zu machen, hat es echt gepackt im Leben. Naja RTL freut sich über den Zuschauer mehr ;)

0
Kommentar von Mathieu98
28.08.2015, 03:17

Man muss sich nur einmal ne Stunde vor ne Grundschule stellen und sieht dass alles was jetzt jünger als 16-18 ist einfach keine Zukunft mehr haben wird. Ich hab das genau so hinter mir, ich wollte nicht einen 0815 Job wie alle  anderen Menschen auf der Erde haben und dann auf meine Rente warten, ich wollte etwas machen was mir Spaß macht, egal ob ich dabei viel verdiene oder gerade so leben kann.. Zieh es einfach durch und beeindrucke die anderen damit wie glücklich man sein kann wenn man das macht was man will und nicht was andere von einem erwarten! :)

0

Also ich bin nicht langweilig, mir ist nicht langweilig und ich habe genug zutun. Ich habe eigentlich ein schönes Leben...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weil wenn man mal anders ist wird man sofort niedergemacht aber dat is mir egal ich z.B. Ziehe mein eigenes ding durch auch wenn ich das eine und andere mal dumm angemacht werde (schwul (was kein ausdruck ist), dumm, werde ausgelacht, ...) aber das alles nehme ich in kauf warum? weil es mir so wie ich mein leben gerade jetzt lebe wirklich gut geht ! Und das lasse ich mir nicht von pseudo gettto jugendlichen nehmen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?