Warum leben türkische Nationalisten in Deutschland?

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15 Antworten

Das ist ganz einfach zu erklären: Sie leben hier, weil es in Deutschland gewisse soziale und finanzielle Vorteile gibt, die es in der Türkei eben nicht geben würde. Außerdem sind sämtliche türkischen Organisationen bei uns auch vertreten inklusive Medien wie der "Hürriyet"-Zeitung & Politiker aus den Reihen der SPD und der Grünen hofieren den Islam sowieso - da greift ein Rad ins Andere. Insofern spielt Deutschland für diese Nationalisten die Rolle einer "Türkei 2.0", in der eben die Sozialqualität besser ist und das Wetter etwas schlechter.

Man muss nur Eins und Eins zusammenzählen.

Es ist dies der Stolz der Habenichtse. Wer nur ein geringes Selbstwertgefühl hat, nicht stolz auf sich ist oder sein kann, weil er ggf. noch nicht mal nen Hauptschulabschluß besitzt oder nur den mit Ach und Krach, der orientiert sich dann oftmals um. Wer zudem ein unterwentwickeltes Weltbild im Kopf hat, der findet dann auch keinen Zugang zum Sozialismus, gleich welcher Coleur. Solch ein unangenehm armer Tropf sucht und findet Trost entweder in der Religion u.o. im Nationalismus. Deutschen Nationalismus können auch die jungen Türken nicht entwickeln, dazu sind sie noch immer zu wenig integriert, ergo sind auf einmal stolz-geschwellte Türken, obwohl sie perfekt Deutsch sprechen, außerhalb ihres Elternhauses so auch meist denken und sprechen. Vom Leben in der Türkei haben sie in den meisten Fällen nur sehr wenig Ahnung, um so lauter übertönen sie dieses Manko.

Fazit: einfach strukturierte Menschen vertragen es meist nicht, Wanderer zwischen den Kulturen zu sein, sie wollen meist irgendwo dazugehören. Das es dann beknackt zugeht, versteht sich fast von selbst. Ein kindischer Trotz gehört auch dazu.

Kommentar von hummel3
29.07.2016, 11:40

... stolz-geschwellte Türken, obwohl sie perfekt Deutsch sprechen, außerhalb ihres Elternhauses so auch meist denken und sprechen.

Dieser häufig nicht zutreffende Satz mit der Sprache wertet leider deine ansonsten zutreffende Antwort etwas ab.

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Kommentar von M4H0M4T1X
29.07.2016, 12:03

So wuerde ich das nicht formulieren.

Ja, es stimmt wir Tuerken haben den Nationalstolz hoch 9000 (der sogar nichtung Nationalismus geht), jedoch kommt es euch Deutschen vielleicht etwas krasser vor als es wirklich ist.

Wir kaempfen seit jahrhunderten um unser Land und unsere Menschen. Wir halten also zusammen. Da dieser Zusammenhalt und diese Denkweise (die nicht unbedingt richtig ist) in Deutschland kaum existiert, stempelt man Erdogan den Rabauken und stolze Tuerken oft als Nationalisten ab.

Man muss da unterscheiden koennen.

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Kommentar von phalangit
29.07.2016, 13:15

als die türkei gegründet wurde gab es auch keine Industrialisierung außerdem haben wir ein 600 Jahre andauerndes reich gegründet welches sehr tolerant war bis zu den letzten 50 Jahren z.B. Haben wir die Juden bei der reconcista und der Judenverfolgung im 17.jhr. aufgenommen und warum ein reich welches ein 600 Jahre loyales Volk welches einen Großteil der Elite bildete auf einmal vertreibt ist auch weil die Armenier mit Hilfe der Russen und Engländer Aufstände und Morde in muslimische Dörfer begannen außerdem haben die selber 1918-1920 selber 600 000 Muslime umgebracht also sollten Sie nicht auf ganz unschuldig fühlen und der Nationalstolz liegt daran dass mustafa kemal der Gründer der Türkei schon damals erkannt hatte dass nur der nationale Zusammenhalt die türkei vor späteren Konflikten schützen kann siehe Arabischer frühling

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Menschen, die stolz auf ihr Land sind sind nicht automatisch Nationalisten.

Türken, die in Deutschland demnstrieren wurden so erzogen. Man kann den Menschen alles mögliche einreden.

Konsequent wäre es von ihnen in die Türkei zu gehen und dort etwas zu leisten.

Das ist meistens eben nicht so leicht. Klar, im Prinzip hast du recht, aber praktisch wollen oder können viele gar nicht umziehen.

Kommentar von Mastrodonato
29.07.2016, 12:44

Und sind also dort, wo sie auch Thilo Sarrazin sieht: Man lebt von einem Staat, den man ablehnt, obwohl er mehr bietet als die alte Heimat.

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Ja stimmt, wenn sie echt ueberzeugte Nationalisten waeren, muessten sie in ihrem Land leben.

Wahrscheinlich sind sie so ueberzeugt nicht und tun nur ihre Meinung kund.

Die meisten von denen sind nicht eingewandert, sondern die 2. oder 3. Generation der ehemals Eingewanderten. Diese Menschen haben oftmals keinen Bezug mehr zur Heimat, außer dem, was sie durch die Medien und durch evtl. Verwandte erfahren. Gerade die, die von der hiesigen Gesellschaft ausgeschlossen wurden, sind dabei empfänglich für türkische Staatspropaganda und eine gleichzeitige Radikalisierung. Insofern kann man den Ursprung dieser Möchtegern-Nationalisten auf eine gescheiterte Integration zurückführen, die wiederum Deutschland bzw. das deutsche Volk mitzuverantworten hat.

Kommentar von gottesanbeterin
29.07.2016, 11:25

An Allem sind aber NICHT "die Deutschen" schuld! Auch die Nachkommen ehemaliger Eingewanderter haben ein Hirn zum Denken mitbekommen!

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Kommentar von Mastrodonato
29.07.2016, 12:47

Das ist auch so eine beliebte Platte, dass die Deutschen Schuld sein sollten, dass sich die Türken nicht integrieren können oder wollen.

Wieso haben die Vietnamesen oder andere viel weniger Probleme sich zu integrieren?

Wer will, der kann sich integrieren.Es gibt genügend positive Beispiele, aber es ist einfacher alles auf die anderen zu schieben als die Fehler bei sich zu suchen. Und gerade der Islam ist da eine extreme Hürde, weil er andersgläubige zu verachten lehrt.

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Ich denke die Antwort liegt klar auf der Hand. 

Diese Gruppe Türken, von der du sprichst, macht sich
einfach die Vorteile des besseren und sichereren Lebens in Deutschland zu Nutzen. - Das ist menschlich betrachtet logisch. Arbeitsmarktlage, Soziale Absicherung und Versorgung der gesamten Familie, ja selbst noch der Familienangehörigen in der Türkei, welche noch nie deutschen Boden betreten haben, machen dies in einem freiheitlich demokratischen Sozialstaat wie unserem möglich. Nicht zu vergessen das uneingeschränkte Streik- und Demonstrationsrecht gegen alle und alles.  - Alles Vorteile, welche es in der "neuen Türkei" seit Erdogan nicht gibt, oder noch nie zuvor gegeben hat.


Einfacher ausgedrückt, diese türkischen Nationalisten, welche sich wohl auch nie als Deutsche begreifen werden, picken sich in unserem Staat "die Rosinen aus dem Kuchen" und lassen uns zu gegebener Zeit im Stich oder bekämpfen uns sogar, wenn sie dazu aufgerufen werden. Unsere Gesetze machen es möglich und der "Rufer" am Bosporus existiert auch schon, wie R. T. Erdogan schon des Öfteren in der Vergangenheit bewiesen hat.

Weil es hier Geld gibt. Ganz einfach.

Bin selber Tuerke und spreche so direkt, weil ich es selber mitbekomme wie die in der Tuerkei lebenden immer sagen `finde mir mal eine in Deutschland damit ich dahin kann`.

Klingt hart, aber ist leider so.

Kommentar von martinzuhause
29.07.2016, 12:42

bei vielen ist das leider so. es gibt natürlich auch türken die hier arbeiten und sich gut selber versorgen können.

dagegen hat sicher auch kaum jemand was

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Wenn ich als Stolzer Deutscher in z.B. Polen Arbeit finde und mit meiner Familie dahin ziehe stellen die Polen sicher auch diese Frage.

Was ist verkehrt daran, stolz auf seine Heimat zu sein und in einem anderen Land zu leben. Ich finde gar nichts. Respekt der Kulturen untereinander ist hierfür eine Voraussetzung.

Kommentar von Wekknd
29.07.2016, 11:06

Ich persönlich habe nichts gegen Patriotismus, aber hier geht es um etwas ganz anderes. Die meisten davon sind hier geboren, die haben noch nie unter Erdogan gelebt und kennen das Land nur wahrscheinlich aus dem Urlaub. Warum protestieren die in Deutschland (!!) für eine türkischen (!!) Präsidenten? Wenn du in Polen zur Welt kommst und dein Leben da verbringst, würdest du auch für Merkel protestieren?

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Kommentar von SchIaufuchs
29.07.2016, 11:15

Aber dass ein stolzer Deutscher nicht weiß, dass Adjektive in seiner Muttersprache klein geschrieben werden, ist irgendwie erschütternd. Vielleicht lebt er ja nur im falschen Land ...

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das kann bei jedem ein anderer grund sein.

einige sind hier weil ihre eltern hier arbeiten, andere arbeiten hier und andere wiederum leben hier weil sie hier leben können ohne dafür arbeiten zu müssen

Kommentar von Kometenstaub
29.07.2016, 11:15

Merkwürdig.  Das ist ja der selbe Grund wie bei "den" Deutschen...

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Es könnte daran liegen dass in den 80 er und 60er bei den beiden militärputschen Nationalisten ins Exil gegangen sind und es gibt einen türkischen Spruch" Mann lebt nicht dort wo man geboren wurde sondern dort wo mann satt wird" und wie wir alles wissen macht Nationalstolz nicht satt ;))

Wir sind hier gross geworden ich könnte jetzt nirmals einfach zur türkei umziehen ich hab hier meine freunde und familie in türkei zwar auch aber ich könnte das nicht aber ich beleidige auch niemanden wegen so einem thema also ich weiss nicht

Kommentar von hummel3
29.07.2016, 11:29

Warum bist du dann ein "türkischer Nationalist"? - Andernfalls brauchst du dich ja gar nicht angesprochen fühlen.

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Das frage ich mich auch. Leben in Deutschland, genießen Demokratie, Meinungsfreiheit etc. und feiern jemanden der gerade alles abschaffen will.  

Würden die in der Türkei bei Erdogan nicht glücklicher sein als bei Merkel hier?

Ist halt so, aber in Deutschland herrscht ja Meinungsfreiheit ^^

Kommentar von hummel3
29.07.2016, 11:36

Ja, und hätten die Deutschen auch ihren "Erdogan" würde das alles anders aussehen, nicht nur mit der Meinungsfreiheit. 

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