Warum leben so viele heutzutage alleine?

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13 Antworten

Nun ja. Ich hoffe, dass ich dir eine gute Antwort geben kann, da ich nicht nur viele Jahre allein gelebt habe; ich befinde mich auch nun in einer Partnerschaft. Ich kann dir daher nur meine eigene Sichtweise und Erfahrung darlegen:

auf der einen Seite existieren die attraktiven Vorteile eines Singlelebens. Die bestehen darin:

- dass man seine Ruhe hat. 

- dass man keine Kompromisse eingehen muss. 

- dass man auf keinen Anderen Rücksicht nehmen muss. 

- dass man sichtlich weniger Stress hat. 

- dass man sich keine Diskussionen und Streitigkeiten aussetzen muss. 

- dass keine/keiner da ist, die/der etwas fordert. 

- dass keine/keiner da ist, die/der über irgendetwas reden möchte. 

- dass man keinen Anderen zuhören muss. 

- dass keine/keiner da ist, um die/den man sich zusätzlich noch kümmern muss. 

- dass man von niemanden genervt wird. 

- dass keine/keiner da ist, die/der von dir sexuell befriedigt werden will. 

- dass keine/keiner da ist, die/der deine Aufmerksamkeit will. 

- dass man für kein Anderen kochen muss. 

- dass man niemanden hinterherräumen muss. 

- dass einfach keine andere Person da ist, die in irgendeiner Hinsicht etwas von dir will oder fordert.

All diese Dinge habe ich als durchgehender Single wirklich genossen. Es gab selten Momente, in denen ich mir einen Partner gewünscht habe - und selbst wenn es solche Momente gegeben hat; sie haben nicht lange angehalten. Zu sehr habe ich die Vorteile des Singlelebens genossen. Zu verführerisch und groß waren die Vorteile, allein für sich zu leben. Zumal ich auch der Denkweise, dass ich ohne Partner weniger Sorgen habe, viel Vertrauen und Glauben geschenkt habe, wobei diese Denkweise tatsächlich der Wahrheit entspricht. 

Damit soll gesagt werden, dass immer mehr Menschen denken, dass eine Partnerschaft sehr viel fordert; dass eine Partnerschaft viel erwartet und verlangt; dass eine Partnerschaft viel Arbeit und Zeit benötigt; dass eine Partnerschaft nur dann etwas zurückgeben kann, wenn der Andere die Liebe erwidern kann; dass eine Partnerschaft auch nur dann etwas zurückgeben kann, wenn man selbst viel für den Anderen macht. Wobei es nicht immer wertgeschätzt wird, was man selbst für Partnerschaft und Partnerin/Partner macht. 

Aber genau damit möchten sich immer weniger Menschen auseinandersetzen, da eine Partnerschaft einfach zu viel Zeit, Kraft, Arbeit und Geduld fordert - und das haben die meisten Menschen nicht übrig; sie wollen es nicht übrig haben, da sie auf eine Partnerschaft einfach keine Lust haben - eben weil sie viel fordert und verlangt. 

Aber manchmal stecken auch traurige Gründe dahinter, weshalb man keine Partnerschaft führen möchte/kann:

- wenn man dem Anderen nichts bieten kann. 

- wenn man eine sehr geliebte Person verloren hat wie z.B. die Ehefrau/den Ehemann und deshalb beschlossen hat, lieber allein zu leben. 

- wenn man schwer erkrankt ist und man so dem anderen oder dem gleichen Geschlecht nicht unter die Augen treten möchte, weil man denkt, dass man niemanden zur Last fallen möchte. 

- wenn man zu dick oder dünn ist und man denkt, dass man lieber Single bleibt, da man so Be -, und Vorurteilung aus dem Weg gehen kann. 

Es ist also nicht immer von einem Menschen gewollt, allein zu leben. 

Aber dennoch:

allein lebende Menschen wissen also ganz genau, worauf sie bewusst verzichten. Denn allein lebende Menschen verbinden eine Partnerschaft mit etwas, was schlecht für sie ist; mit etwas, was sie nur überfordert; mit etwas, was für sie einfach zu viel des Guten ist. 

Aus diesem Grund verzichten sehr viele Menschen bewusst auf eine Partnerschaft:

keine Partnerin/kein Partner bedeutet weniger Stress, Kummer und Sorgen - und für einen allein lebenden Menschen ist das ein sehr attraktiver Vorteil. 

Aber ich weiß auch, dass ich nun mit meinem Partner glücklicher bin, als ich es mit meinem Singleleben war :D

LG, Toxic38 

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Kommentar von railan
04.04.2016, 20:14

Toller Beitrag - leider wohl Perlen vor die berühmten S... geworfen.

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Ich glaube die Leute sind heute einfach nicht mehr so sehr bereit Kompromisse einzugehen. Früher war es einfach verpöht Single zu sein, oder noch schlimmer auch noch alleinerziehend. Damals hat hat man also geheiratet und ist auch mit seinem Ehepartner zusammengeblieben, wenn es mal etwas schwierig wurde. Man ist eben Kompromisse eingegangen und hat auch negative Eigenschaften am Partner akzeptiert.

Heute hingegen wird das einfach als ganz normal angesehen Single oder alleinerziehend oder auch einfach nicht verheiratetet und trotzdem in einer Partnerschaft zu sein. Deshalb serviert der ein oder andere seinen Partner aus Gründen ab, die früher keine Gründe gewesen wären, z. B. irgendwelche Macken.

Das ist aber nur meine Meinung. Es gibt bestimmt noch mehr Gründe, wegen denen Menschen heute öfter alleine leben.

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Hallo :-).

Ich denke auch, dass es heutzutage viele (junge) Menschen gibt, die alleine leben oder auch schon längere Zeit alleine leben.

Manche fühlen sich vielleicht wohl damit, aber die meisten denke ich nicht.

Vielleicht denken manche, dass sie so ihre Ruhe haben und ihr Leben, so wie immer weiter leben.

Das Leben alleine zu leben ist auf Dauer sicher nicht schön.

Man kann daran arbeiten, etwa zu verändern. Von alleine wird sich das nicht ändern :-).

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Das ist merkwürdig, denn heute früh habe ich genau darüber nachgedacht. Um ehrlich zu sein, kann ich dir diese Frage nicht einmal genau beantworten aber was ich gemerkt habe, dass es um das profitieren beider Parteien geht.

Ich hatte vor wenig Monaten auch noch eine Freundin aber habe leider nicht viel zu bieten. Ich hatte immer Probleme auf Arbeit aber habe mich trotzdem immer durchgeschlagen. Mein Einkommen ist und war leider nie gerade viel, sodass ich mir auch leider kein Auto leisten konnte. Dennoch habe ich immer Versucht ihr mit den Mitteln die hatte, etwas zu bieten. Sei es immer mal zum Essen ausführen oder jeden Monat an unserem Tag eine Rose zu kaufen.

Leider war ich ihr dann zu langweilig, so wie ich es einige Zeit nach der Trennung erfahren habe. Nun ja jetzt ist sie wieder mit ihrem Ex-Freund zusammen. Er verdient ordentlich und hat natürlich ein schnelles Motorrad, womit sie mich damals schon immer gelöchert hat, dass er ja jetzt ein fettes Motorrad hat.

Gerade glücklich scheint sie nicht zu sein was ich von ihren Freunden gehört habe aber diese Sachen reißen es eben raus. Bei mir stehen die Frauen nach wie vor nicht schlange aber man kann es ja nicht erzwingen. Ist schwer heute jemand zu finden der einen wirklich liebt wie man ist und nicht auf den Profit schaut.

Liebe Grüße

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Weil die Monogamie nicht unseren natürlichen Verhaltensmuster entspricht, über Jahrtausende, geformt durch Religion und Kultur, haben wir uns ein Idealbild geschaffen.
Besonders leidtragen waren oft die Frauen und profitiert haben Männer vom Leitbild der Ehe. Dies änderte sich vor einigen Jahrzehnten.
Nun ist eine Beziehung/Ehe nicht mehr ein muss, sondern ein kann. Beide Parteien müssen profitieren, ansonsten macht das wenig sinn.

Wenn man nur bedenkt, dass es noch in den 50er Jahren normal war, seine Frau daheim zu verprügeln (Oft sogar noch in Filmen der Zeit gezeigt), haben wir doch große Fortschritte gemacht.

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Hi einsamerWolf2,in der Antike sagte Sokrates auf die Frage eines Jünglings,was der den tun soll "heiraten oder nicht heiraten." Sokrates antwortete:Titus Flavius,egal was du tust,es ist falsch-ab Heirat oder nicht Heirat,Du wirst auf alle Fälle bereuen....Männer sterben auch noch früher als die Frauen.Was passiert:Frauen sind in der Überzahl vor allem im reiferen Alter.LG Sto

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Ich habe leider (in der Altersklasse 30.+) die Erfahrung machen müssen, dass Frauen sehr wohl auf das Geld achten! Sehr wenige Menschen können (ihrer Meinung nach) mit Wenig auskommen, niemand gibt sich mit "wenig besitzen, aber frei sein" zufrieden und ständig sind sie unzufrieden.. Der zweite Grund ist, dass es ständig Stress gibt, etwas unternehmen zu wollen. Ich habe in 10 Jahren (bei sehr vielen Dates), nur eine Frau kennengelernt, die ich als "chillig" bezeichnen würde, also die gerne schmust, die abends -nach der Arbeit- auch mal müde ist und die 3-5 Abende die Woche auch gemütlich zu Hause (vor dem Fernseher/PC) verbringt. Meistens war es stressig, es musste ständig etwas unternommen werden. Auch am Wochenende wurde der Wecker auf 7. Uhr gestellt und immer war es: Stress, Stress und Stress :) selbst die "Natur-Freaks", "Leistungssportler", oder "Deko-Tanten": immer: Stress, Stress und Stress. Ständig musste was verändert werden, an der eigenen Wohnung z.B. und so gut wie nie, konnte man sich mal ein Wochenende ausruhen, die Seele baumeln lassen und einfach nur "Kuscheln, bis der Arzt kommt!".  

Bei "zuviel action" kann ich nicht die Seele baumeln lassen, das ist für mich aber wichtig, da ich mich nur stressfrei gut und entspannt fühle! (Ich selbst mache viel Sport, lese gerne und bin eher der ruhige Typ). Ich bin kein Event-Junkie, also ständig am studieren: Welches Ziel setze ich mir als nächstes im Leben? Wo ist die nächste Ausstellung, wo ist welche Buchvorstellung, wo ist das nächste Rezept, dass ich ausprobieren muss, wo ist der nächste Ikea, denn die Wohnung muss wieder tapeziert werden, in welcher Stadt war ich noch nicht im Urlaub, wo geht es nächsten Sommer hin, usw. usw. usw. Ich freue mich mehr über die kleinen Dinge, so z.B. ein gutes Buch!

Ich habe ebenso gemerkt, dass es im Gegensatz zu besser-verdienenden Männern, für besser-verdienende Frauen ein großes Problem zu sein scheint, auch mal ihre Liebe zum Essen einzuladen. Ein Mann denkt darüber gar nicht nach: Wenn er (viel) besser verdient, teilt er sein Geld, weil es selbstverständlich für einen Mann ist, großzügig zu sein. Eine Frau (meine eigene Erfahrung) denkt nicht mal daran, weder bewusst-noch unbewusst. Ich möchte nicht verallgemeinern!

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Hallo!

Ich kann da nur für mich sprechen. Es ist auf der einen Seite die mangelnde Lust auf einen Partner und auf der anderen die mangelnde Zeit.

Ich bin da ehrlich: Im Moment habe ich keine Lust mich noch um eine andere Person kümmern zu "müssen", denn eine Partnerin hat auch ein Anrecht auf Befriedigung ihrer Bedürfnisse und ich rede jetzt nicht zwingend von dem sexuellen Part :-)´

Gruß

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Weil dann niemand meine Wohnung unordentlich macht und ich meine Ordnung beibehalten kann...darum werde ich für immer allein leben.

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Kommentar von realistir
04.04.2016, 14:54

Ordnung nennst du dein Chaos? Womit sorgst du sonst noch für schöne Betrügereien im Sinne sich selbst einiges schön zu reden ;-) ?

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Wenn ich ehrlich bin glaube ich das die Menschheit Zufall wird. Ich meine früher hat man auch noch mehr gemacht und heute? Heute gibt es die Technik :/ Ich glaube wirklich das es teils daran liegt.

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Weil heute nicht früher ist. Banale Antwort, aber wahr.

Die Gesellschaft ist im ständigen Wechsel; und so auch die Menschen und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen.

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Das Leben wird stressiger... man hat kaum Zeit... und wenn dann will man seine Ruhe und nicht in der heiligen Freizeit auch noch "Konflikte" ;)

Traurig, aber scheint ja Fakt zu sein...

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Kommentar von realistir
04.04.2016, 15:01

Konflikte nennst du Herausforderungen, Entwicklungen?

haha, Fakten nennst du Interpretationen, Auslegungen, Meinungen, Sichtweisen?

Du hast unendlich viel Ruhe, wenn du 2 Meter unter der Erde gebettet liegst. Bis dahin hast du hoffentlich noch viel Zeit für Aufregungen, Auslegungen, Meinungen. Selbstbestimmende ....

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Wozu deine Umfrage? ;-)

Kennst du nicht den wesentlichen Unterschied von Männern und Frauen?

Beide sind zuerst einmal nur Anders!

In den Details aber gravierdend.
Männer wollen angeblich immer nur das Eine!


Frauen nicht nur Eines, sondern eine große Menge mehr.
Und nicht nur von Männern, Partnern, sondern erwarten auch viel von sich selbst. (Sind sinngemäß oft nichtmal mit sich selbst zufrieden ;-)    )

Solcherlei Belastungen will kaum jemand mitmachen.
Wozu auch, teilweise kann Mann dies und das auch ohne Frau ;-)
Und Frauen haben mitunter gelernt, auch teilweise ohne Mann auskommen zu können.

Etliche Frauen brauchen einen Mann nur, um schwanger werden zu können, und betrachten dann ihre Kinder als persönliches Eigentum ;-)

Da lebt es sich oftmals alleine besser ;-)
[nur meine derzeitige Meinung, Sichtweise]


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Kommentar von Toxic38
05.04.2016, 00:09

Ach, realistir. 

Indem du in deiner Antwort selbst erwähnt hast, dass Männer ja nur an das Eine denken würden, hast du auch jede Frau in einer Schublade gesteckt. Denn ist es nicht so, dass es jeder Frau vorgeworfen wird, dass sie denkt, alle Männer wollen nur das Eine? Es gibt sehr viele Frauen, die das denken. Aber dass Männer das gleich JEDER Frau vorwerfen müssen, jede Frau würde das denken, ist etwas, was mindestens genau so beleidigend ist, als wenn eine Frau einem Mann ehrlich ins Gesicht sagen würde, dass ALLE Männer ohne Ausnahme nur mit ihrem Geschlecht denken würden. 

Es entspricht zwar der Wahrheit, dass nicht alle Männer nur das Eine wollen. Aber es wäre auch stark gelogen, wenn man sagen würde, dass Männer sich nicht stärker auf Sex konzentrieren, als es eine Frau tut - und Männer konzentrieren sich stärker auf Sex, als es so manch eine Frau tut.  

Aber es gibt auch Frauen, die sich stark auf Sex konzentrieren. Es gibt auch Männer, die sich auf Sex weniger konzentrieren. So ist es nicht ;) 

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