Warum leben manche Insekten nicht im Staat?

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3 Antworten

In einem Staat zu leben erfordert ein ziemlich leistungsfähiges Gehirn der Individuen. Das bedeutet erstens für die Art Aufwand, das zu entwickeln, zweitens für das Individuum einen hohen Grundumsatz (Nervenzellen brauchen viel Energie, bloß um nicht zu sterben).

Die Individuen des Staates müssen sich ja untereinander verständigen und erkennen.

Ein Insektenstaat braucht eine Regelung dafür, wie viele Individuen für welche Aufgabe spezialisiert werden, nicht nur jedes Individuum für seine Zellen.

Generell braucht der Staat als Meta-Individuum alle Arten von Strukturen noch einmal, die ein Individuum für seine Zellen braucht. Die Frage ist also verwandt mit der Frage, wieso es überhaupt noch Einzeller gibt.

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Die Genetik muss hier auch berücksichtigt werden. Staatenbildende Insekten haben i.d.R. genau ein Muttertier - die Königin. Diese legt Eier, die wirderum von den Männchen befruchtet werden. Dennoch ist der Genfluss und der Genpool sehr viel geringer bzw. kleiner, als bei nicht in Staaten lebenden Insekten. Dies hat Vor- und Nachteile. Ist die Königin Trägerin eines negativen Merkmals, beispielsweise einer auffälligen Farbe, dann haben die Nachkommen aus diesem Volk zu 50 % ebenso diese Farbe und sind für Fressfeinde sichtbarer.

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Hat nicht nur Vorteile - eine Krankheit kann unter Umständen ein ganzes Volk ausrotten

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Kommentar von scarsarefading
02.03.2016, 19:21

Danke schön :) Fallen Ihnen vlt sonst noch Nachteile ein?

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