Warum leb ich überhaupt?

47 Antworten

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Ich könnte toben vor Wut. Eine halbe Stunde schreibe ich eine Antwort und dann kommt hier eine Fehler-Meldung und alles ist weg. Habe noch überlegt: Sichern? Näää, passiert ja nix. Mein Gott, wo ist denn da der ... Sinn ...

Ja ja, ich hör auf.

Du fragst, was der Sinn des Lebens ist und erwartest eine klare Antwort? Kaum tust du das. Das, was du hier liest, sind alles Meinungen. Glaube von mir aus.Jeder, *jeder*, kann diese Frage beantworten, selbst, wenn die Antwort "kein Sinn" oder "der Tod" ist.

Ich helfe Menschen. Nein, nicht wie du denkst. Ich bin auf Seiten ähnlich der Wikipedia aktiv und vielen, vielen Leuten damit unmerklich eine Stütze im einfachen Alltag. Das tue ich, immerhin ein Sechszehnjähriger, seit nunmehr über vier Jahren schon. Ich bin auch ein Autor, wenn augenblicklich auch nur für mich. Da ich nur konsumiere, möchte ich der Welt etwas zurückgeben. Gut, in erster Linie mache ich es des Spaßes wegen, aber du weißt, was ich meine. So ist nicht alles sinnlos... oder? Eigentlich doch. Aber auch wieder nicht.

Das ist, was man aus dem Leben machen kann: Hilfe anderer. Das gibt mir irgendwie eine Richtung.

Und doch ist man nur ein Puzzleteil, unwichtig im Strom der Zeit. Du kannst auch ein großes Teil sein wie Lincoln oder Aristoteles, am Ende vergeht aber auch ihre Erinnerung. Jemand erinnert sich an dich, sicher.. vielleicht auch noch in 10.000 Jahren. Aber irgendwann,  *irgendwann*, endet diese Erinnerung spätestens mit dem Ende der Menschheit... *dieser* Menschheit jedenfalls. Mit der Erde? Mit dem Universum!? Wer weiß.

Ich habe mich intensiv mit diesem und so vielen anderen, zusammenhängenden Themen beschäftigt. Ich bin übrigens agnostischer Theist, oder auch ein eigenartiger Jugendlicher.

Wieso also lebe ich? Zum Helfen? Irgendwo ist das doch auch nutzlos.

Die Sache ist aber die, und das *ist* sie zweifellos, egal, wie du es nennen willst. Du lebst. Du bist. Du existierst. Doch wieso? Ich bin, wie gesagt, agnostischer Theist. Ich bin von etwas Höherem überzeugt, kann aber an nichts Explizitem festhalten. Die Seele? Das Ich? Ein Gott? Ob er, sie, es, sie (plural) oder sonst was... es ist nicht möglich, Gott zu definieren, etwas Höheres als man selbst zu analysieren, scheint mir recht schwierig. Den Katalysator der Welt, wenn man so will. Viele zweifeln die Existenz eines solchen Wundernis ab, viele jedoch sind in der einen oder anderen Art und Weise davon überzeugt. Ich glaube, *dass* es *etwas* Größeres gibt. Was, weiß ich nicht. Ein Halt, irgendwo sicherlich. Das ist aber meine rationale Schlussfolgerung. Wenn es *nichts* gibt, gibt es doch auch etwas. Das Universum, die Welt hier, die existiert, und das ist eine Tatsache. Nur wieso tut sie das? Oder die ... Universen...? Immerhin ist doch nichts ewig, so sagt man doch, oder? Was ist dann an der Grenze des Universums? Wer beweist mir, dass nicht endlos ist... noch schwieriger... wer das Gegenteil?

Ich schweife wohl ab. Passiert alles zufällig? Es gibt wohl vielleicht das Schicksal. Definiere Schicksal. Wie willst du etwas verändern, wenn alles, was du tust, "deine" Bestimmung ist? Ist es deine Bestimmung, zu entscheiden? Entscheidest du dann noch? Was ist dann Zufall? Ereignisse, Schlüsselpunkte, die in deiner Schicksalslinie überraschend auftreten? Einfache Zufälle ergeben keinen Sinn. Ist etwas ein Zufall, dann gibt es auch etwas Anderes, das dies nicht vorhersieht. Gibt es nur den Zufall, ist er die "Bestimmung". Irrelevant, wie man "Schicksal" auslegt, irgendwie ist es auch nur eine Bezeichnung für die Existenz... wer weiß. Höheres. Genau. Definiere Höheres. Habe ich ja schon mal erwähnt. Viel Glück dabei.

Monty Python's "Der Sinn des Lebens" greift diese Frage einmal, scherzhaft utner 1.000 Banalitäten auf: Etwas wie "Leben, nett zum Nachbarn sein, eine Familie gründen und arbeiten." Einfach, aber irgendwo auch wahr und absolut richtig.

Die verhasste Antwort ist wohl die korrekte: Das Beste aus dem Leben machen. Bspw. wissen alle, dass in 100 Jahren ewig viele Probleme auf uns zukommen; die Ozonschicht verdichtet sich, das Klima steigt? Joa! Wissen wir! Ja... machen wa auch ma was dagegen... irgendwann... Interessiert ja keinen, da man da nicht mehr lebt.. wer bitte weiß denn das? Wer weiß, was *nach* *dem* *Leben* geschieht?

Lebe so, wie du es für richtig hältst. Schade niemandem. Die Leute, die nur an sich denken und alles ausblenden, das schadet oder dem man schadet, die haben doch in gewisser Weise gegen die Frage um den Sinn des Lebens verloren, denn dieses als solches wird irgendwie missachtet. Equality. Das Beste draus machen bedeutet nämlich bei weitem nicht unbedingt etwa Reichtum. Glücklich sein definitiv, ja. Glücklich machen wohl auch. Das Beste draus machen.

Lebe so, dass du am Ende deines Lebens nichts zu bedauern hast, dass du nichts *nach* deinem Leben bedauern musst. Denn wer weiß, was kommt? Wer weiß, was der Sinn ist? Tu, was du kannst. Fertig.

Hier die schwammige, gequirlte Sche** eines Teenagers. Grüße.

Gehen wir systematisch vor. Also ja, du gehst in die Schule um Handlungsabläufe für dein späteres Leben zu trainieren, etwa für soziale Interaktion. Und etwas Lehrstoff... Bei deiner Frage, ob du nicht mehr als deine Arbeit zu erwarten hast, wurde ich dann ein wenig ärgerlich. Zunächst einmal, nein, es ist nicht "alles" was du erwarten kannst. Du wirst auch Zeit haben, dein Leben zu genießen und die Wunder dieser Welt zu bestaunen.

Außerdem sprichst du recht abfällig über das Arbeiten. Mein Vorschlag wäre, dass du dir etwas suchst, wo du gleich bei der Arbiet sehen kannst, wofür du eigentlich arbeitest. Wir dienen schließlich einem Zweck. Manche sorgen für die Sicherheit, andere machen die Leute mit ihrem Handwerk glücklich. Ud vielleicht findest du in dem Gedanken, deiner Existenz so Sinn zu geben, ja Freude, hm?

Und du zunächst einmal ein Teil des Systems, kein Opfer. Du lebst vom System, es ist nur fair, wenn du etwas zurückgibst. Wie gesagt, deine Arbeit dient nicht nur deinem finanziellen Unterhalt, sondern auch dem Fortbestand der Gesellschaft.

Und dann stirbst du, offenbar im Glauben, mit deinem Tod nichtig zu werden. Und hier kann ich dich dann kaum noch verstehen: Warum ist deine Lebenszeit vom Tod an unwichtig? Du hast gelebt, du hast mit Leuten geredet, du hast Dinge getan und hoffentlich dem einen oder anderen geholfen. Du hast deinen Abdruck in der Welt hinterlassen, einen Abschnitt gefüllt, der sonst leer geblieben wäre.

Und wenn du dich als Puzzleteil siehst, ist das deine Schuld. Immerhin wählst du deinen Job, du bestimmst, welche Fähigkeiten du trainierst, welche Chancen du ergreifst.

Und dein Handeln HAT einen Wert. Mach einen Menschen glücklich, sieh sein Lächeln an. Ist ein Lächeln wertlos? Ich denke nicht. Wenn du willst, dass sich Leute an dich erinnern, sorge dafür. Hinterlasse einen Eindruck in den Menschen.

Zu deinen großen Fragen:

Nichts macht Sinn. Sinn machen, das ist Umgangssprache. Sinn ergeben tun jedoch alle Handlungen, durch die du entweder dein Wesen auslebst, etwa, indem du zeichnest oder singst oder dir deine Lieblingsfernsehserie ansiehst, eben weil du sie magst, oder aber durch die du Einfluss auf andere nimmst. Alles, was du deinen Mitmenschen sagst, ihnen tust, all dies beeinflusst ihre Existenz.

Weil du (gerade du) ein Leben geschenkt bekommen hast, welches zum Leben gedacht ist. Da du vom Zweck einer Existenz ja sehr angetan scheinst, sollte dir das doch Grund geben, zu leben. Ich kenne dich nicht, ich weiß nicht, welche Funktion du in dieser Welt haben könntest, aber du wirst es nie erfahren, wenn du dich nicht darauf einlässt.

Deine Statements bezüglich Religion und Medizin zeigen einmal mehr, dass du, trotz deiner Faszination vom Zweck, nicht viel für Wirkung übrig hast: Dann macht die Pharmaindustrie halt Geld, sicher nicht immer auf nettem Wege, aber ich kenne Menschen, die ohne Medikamente unter Schmerzen und Einschränkungen leben müssten und sich dank diesen Unternehmen frei entfalten und Dinge genießen können. Und nur weil du keinen Halt in Religion findest, ist sie nicht gleich nutzlos. Sicher klammern sich Leute daran, aber wenn es ihnen eine Stütze auf ihrem Weg ist, dann sollen sie doch. Wenn es jemandem Hoffnung gibt, ist es nicht nutzlos.

Über dein Schlussstatement: Einerseits ist dir bewusst, dass du Menschen etwas bedeutest, dann wieder fragst du dich, ob du Wert hast? Wenn du jemanden wichtig bist, dann hast du Wert.

Und wenn es Zufälle gäbe, dann wäre dies laut deiner Philosophie doch nicht schlecht: Du willst doch kein Opfer eines Systems werden, oder? Freu dich, dass dein Leben aus Ereignissen besteht, die niemand extra geplant hat. Du alleine entscheidest, was du aus deinem Leben machst.

Wenn du deinem Leben Sinn geben willst, dann glaube an dein Leben und lass dich auf Zufälle ein. Ziele und Bestimmungen kommen später, sie sind Dinge, die du findest, indem du nicht zu sehr über sie nachdenkst.

Der Sinn des Lebens besteht darin, geboren zu werden, eine Familie zu gründen und wieder zu sterben. Erfüllung des Generationenvertrages, damit die Gattung "Mensch" nicht ausstirbt.

Doch wie das weitere Leben abläuft, nachdem Du selbst das Zepter Deines Lebens in die Hand genommen hast, legst Du selbst fest.

Wenn Dein Leben unbestimmend ist, dann wirst Du schnell vergessen. Wenn Du aber Deinem Leben die gewisse Würze gibst, dann wird sich Jeder, auf jeden Fall viele an Dich erinnern.

Also setzt man sich Ziele. Ziele setzen beginnt schon im Kindesalter, wenn ich bestimmte Erwachsene begegne und begeistert von dessen Leben bin. Oder wenn ich Musik höre, die mir so sehr gefällt, dass ich selbst damit beginne, ein Instrument spielen zu lernen.

Dann gibt es Dinge im Leben, welche Dir bei Deiner Erziehung nicht gefallen haben, welche Du ändern würdest.

Jeder Mensch ist ein Egoist. Wenn Du möchtest, dass Dein Gegenüber Dir ein Lächeln zeigen soll, dann musst Du etwas dafür tun. Du machst nie etwas, was Anderen gut tut, sondern, Du machst es nur, weil es Dir gut tut.

Ich würde auch nie für meinen Nachbarn arbeiten gehen, damit es ihm gut geht. Ich gehe arbeiten, damit ich das Gefühl erhalte, von der Gesellschaft gebraucht zu werden. Um das nötige Geld zu verdienen, damit ich mir ein bescheidenes zu Hause aufbauen kann.

Du veränderst täglich das Leben eines anderen Menschen, weil Du dem anderen Menschen begegnest und mit ihm sprichst.

Stelle Dir mal vor, wenn Du nicht geboren worden wärst, wie viele Dinge, die Du geschaffen hast, die Du verändert hast, würden gar nicht existieren. Du würdest nicht in Deiner Wohnung wohnen, da ja dort ein Anderer wohnt. Auf dem Stuhl im Klassenzimmer würde auch ein Anderer sitzen, weil Du ja nicht existierst. Meine Kinder würden auch nicht geboren, weil es mich ja nicht gibt. Meine Frau wäre die Frau eines Anderen.

Du siehst, Dein Leben ist doch nicht so umsonst. Du bist ein wertvolles Teilchen der ganz großen Welt. Jeder hat sein eigenes Leben und seine eigene Bestimmung. Genieße das Wertvollste in der Welt - Dein Leben.

Der Sinn des Lebens besteht darin, geboren zu werden, eine Familie zu gründen und wieder zu sterben.

Streng Biologisch ist das für den Einzelnen Menschen sicher Richtig. Aber welchen Sinn hat dann die Menschheit?

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@Ysosy

Welchen Sinn hat die Existenz der Eintagsfliege?

Um eine Gattung zu erhalten und zu evolutionieren, muss neues Leben geboren werden und Altes muss gehen. 

Dir wurde die Sprache und das Gehör gegeben. Welchen Sinn sollte es haben, wenn Du alleine auf der Welt bist?

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@McGyver63

Da gehst du wieder den schritt zurück zur Einzel Person. Ich stimme dir zu welchen Biologischen Sinn der Einzelne Mensch hat. Aber es ist eben die Erklärung dessen. Zu sagen der Sinn der Menschheit ist es nicht alleine zu sein, ist wie zu sagen, der Sinn der anderen Menschen ist es Geboren zu werden. Dies ist aber ein Zirkelschluss. Es sollte nur ein Denkanstoß sein. Der zeigt das der „Sinn“ des Lebens nicht nur für die Einzelperson gilt.

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@Ysosy

@Ysosy, Dein Denkanstoß hat mich wirklich zum Nachdenken angeregt. Doch dann kam mir die Frage: " Warum ist erst biologisches Leben entstanden, wenn es für die Natur oder den Planet Erde keinen Sinn hat?"

Ich glaube schon, dass sich die Natur oder das Universum dabei etwas gedacht hat, warum Pflanzen und Tiere auf der Erde entstanden sind. Wir als Menschen können doch noch gar nicht mit unserem kurzen Leben mitreden. Wenn es gut um uns steht, bekommen wir das Recht 100 Jahre auf diesen Planeten zu verweilen. Aber was sind schon 100 Jahre, im Vergleich zum Alter des Planeten Erde (ca. 4,54 Milliarden Jahre).

Daher beschränke ich meine Sichtweise nur auf meine Existenz und die meines Umfeldes. Und damit ist mein Leben bereits sinnvoll gestaltet. Aber danke für die Anregung.

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Was ist für euch der Sinn des Lebens und der Existenz des Menschen?

Ich meine, gibt es ein Ziel? Soll man sich einfach wohlfühlen? Und wenn ja, was bringt das der Welt. Wieso gibt es den Menschen und das Leben. Oder ist es Liebe und Fortpflanzung (mal ganz biologisch ausgedrückt)?

Das Leben muss doch einen Sinn haben.

Wenn es darum geht, sich wohlzufühlen, wieso gibt es dann unterschiedliche Menschen? Wieso sind wir nicht alle gleich und unterscheiden uns nicht, sodass jeder mit jedem klar kommt, sodass niemand keinen verletzt. Dann wäre wieder die Frage ist die Existenz dann nicht so oder so unnötig?

Ich überlege das alles gerade, da alles momentan verschwimmt und ich mich nur noch frage, was der Sinn des ganzen ist.

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