Warum lassen sich unpolare Moleküle die flüssig, fest bzw Edelgase sind verflüssigen?

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3 Antworten

Zuerst mal dazu, wie es geht, dass sich Moleküle anziehen.

Nun, das geht über die elektrische Anziehung.
Die Schwerkraft ist da viel viel viel viel zu gering.
Und andere Kräfte spielen da keine Rolle.

Aber was soll sich gegenseitig anzeihen, wenn die Ladungsverteilung in einem Atom oder Molekül völlig gleichmäßig ist?

Nichts natürlich.
Aber die Ladungsverteilung ist nie völlig gleichmäßig.
Nur fast.

Die Frage ist also, wie in einem "unpolaren" Teilchen solche Ungleichmäßigkeiten ergeben.

Das findest unter dem Stichwort "Van-der-Waals-Kräfte".

Weil gewissen Anziehungskräfte (van der Waals-Kräfte) zwischen allen (auch den unpolaren) Molekülen bestehen.

Sie sind aber schwächer als die zwischenmolekularenkräfte bei polaren Molekülen.

Daher sind die Schmelz- und Siedepunkte idR bei unpolaren Molekülen sehr viel niedriger, es ist einfach wenig Energie nötig, um die Dinger auseinanderzu"ziehen".

Man könnte zunächst glauben, daß Stoffe aus unpolaren Molekülen immer gasförmig sein müßten, weil die Moleküle ja keine Ladungspolarität haben und sich daher überhaupt nicht gegenseitig anziehen dürften, und somit keinen Zusammenhalt haben müßten.
Sie haben aber nachweislich einen, wenn auch geringer als bei polaren Molekülen. Warum, wird dann ja euer Lehrer hoffentlich erklären.

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