Warum lassen sich so viele Menschen religiöse Dinge indoktrinieren?

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11 Antworten

Sie tauschen (tatsächliche) Freiheit = Unsicherheit

gegen eine IMAGINÄRE Sicherheit,

weil sie Angst vor dem Tod haben (manchmal sogar auch Angst vor der Hölle - obwohl es die ja gar nicht gibt; doch haben sie Angst, es KÖNNTE die Hölle geben).

Sie schließen mit einer höheren Macht (meist: GOTT) einen imaginären Deal ab: "Ich gehorche Dir - dafür lässt Du mich nach dem Tode in den Himmel" - Damit fühlen sie sich dann SICHERER (aber nicht sicher genug)

Das Dumme daran: Sie machen die Rechnung ohne den Wirt, d.h. ohne Gott: Sollte es Gott je geben, so hält er nämlich ziemlich hartnäckig die Klappe.

Die Gläubigen verhalten sich nach dem kaufmännischen Prinzip: "Schweigen gilt als Zustimmung" - Sie deuten also die Tatsache, dass Gott auf ihr Vertragsangebot nicht reagiert als ein "ok".

...und reagieren verdammt sauer, wenn sie jemand darauf hinweist, dass bei ihrem Vertrag die entscheidende Partei (sei es, wegen mangelnden Bocks, sei es wegen Nichtexistenz) gar nicht zugestimmt hat:(

...warum? - Weil solche Hinweise an ihrer wackeligen Sicherheit rütteln...

Es ist einfach ihr Glaube an diesen "imaginären" Gott... ( der für sie selbst natürlich nicht imaginär ist...)

Meist steht da auch durch Zugehörigkeit zu einer Religionsgruppe & das Einhalten bestimmter Regeln eine jenseitige Belohnung in Aussicht.

Manche sagen auch, sie würden die "segensreichen Auswirkungen" auch schon im Diesseits spüren.

Diese Menschen meinen: "lohnt" es sich einfach... irgendwie

Weil ihnen die schlimmsten Dinge angedroht werden, wenn sie nicht machen, was der Gott und sein irdisches Personal von ihnen verlangen.

Im Islam gibt es kein "irdisches Personal" wie z.B. bei den Christen. Jeder Muslim ist direkt Allah gegenüber verantwortlich.

Er geht nicht beichten bei einem Prister, weil er sonst seine Sünden nicht los wird. Er braucht auch kein Abendmahl durch einen Pfarrer. Das geht alles ohne "irdisches Personal". Ein Muslim braucht keine Sakramente wie ein Christ, egal ob katholisch oder evangelisch.

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@AlTafsir

AITafsr: Dafür haben die Muslime GT, wo sie nachfragen, ob es nun eine Sünde war, oder nicht. Und was sie machen sollen.

Die Christen haben es da schon etwas einfacher, sie brauchen nur zur Beichte zu gehen und können sich direkt an die Bediensteten von Gott wenden.

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@AlTafsir

@ AlTafsir    Wozu dann aber die Imane oder den Muezzin?

PS Danke für deinen schönen Beitrag oben.

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@AlTafsir

Wer oder was sind diejenigen Muslime, die andere Muslime bestrafen ?

Es scheint bei vielen Muslimen verbreitet zu sein, dass sie nicht respektieren, dass jeder Muslim nur Allah gegenüber verantwortlich ist.

Die mischen sich sogar in das Alltagsleben und private Dinge von anderen Menschen ein, und führen sogar in Allahs Namen Strafmaßnahmen durch...

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@Jogi57L

...was den Tatbestand der Gotteslästerung erfüllt, denn NUR ALLAH gebürt es, zu strafen.

WENN also ein Moslem einen anderen wg. einer Verfehlung gegenüber Allah bestraft, schwingt er sich auf die Position Allahs hoch! - Gotteslästerlicher geht`s kaum noch!

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Allah ist kein imaginärer Gott. Wenn du dich auf ihn einläßt wirst du dies selbst erleben.Ich habe jedenfalls mein ganzes Leben lang sehr von ihm und seiner Versorgung profitiert.

Warum ich sein Diener, sein Knecht bin, aber ganz und gar nicht "verknechtet"? Ganz einfach: ich möchte für immer ins Paradies kommen. Sollte, wie viele Menschen behaupten, dies nicht wahr sein, dann war ich hoffentlich ein gutes Mitglied dieser Gesellschaft, ich schade niemanden bewußt, ich versuche so viel wie möglich anderen Menschen zu helfen. Ich habe Kinder, die sehr gut erzogen sind und auch ihre Eltern respektieren.. Ich habe eine tolle Frau. Was will ich mehr? Ja, ich möchte ins Paradies kommen.

Übrigens habe ich damit meinen eigenen Willen nicht abgegeben. Allah läßt jedem Menschen seinen eigenen Willen. Selbst du darfst so Leben und Denken wie du es für richtig hälst. Ich halte mich lediglich an ein paar Regeln, die Allah von mir fordert.

Auf jeden Fall hatte ich in meinem Leben noch keine Nachteile, weil ich andere Menschen nicht betrüge, oder weil ich keine Zinsen nehme, weil ich auf das Schweinefleisch verzichte, oder keinen Alkohol trinke. 

Und ich weiss, das machen viele andere Menschen auch, obwohl sie keine Muslime sind.


AITafsir: "Warum ich sein Knecht bin und ganz und gar nicht verknechtet? Ganz einfach: Ich möchte für immer ins Paradies kommen"

Aber genau darin besteht doch die Verknechtung! Jemand unter Drohungen dazu zu zwingen, gewisse, teils unsinnige, Regeln zu befolgen. Tut er es nicht, wird er grausamst bestraft (Hölle).

Wie definierst DU denn Knechtschaft?

Du hast recht, dass du niemanden betrügst und keinen Alkohol trinkst, schadet dir bestimmt nicht. Obwohl: sinnvolle Regeln hätte Allah den Menschen ja eben dadurch erklären können, dass sie Sinn machen. Ganz ohne Drohungen.

Durch den Verzicht auf Schweinefleisch entgeht dir zwar mancher Genuss (Krustenbraten oder geräucherter Schinken sind schon was Feines), aber das ist nicht weiter schlimm. Gibt ja viele andere wohlschmeckende Dinge.

Aber seinen Körper im Ramadan malträtieren, ja, das schadet ihm. Und das fünfmalige Gebet zu vorgeschrieben Zeiten erschwert das Berufs- und soziale Leben. Für manche Gebete muss man sogar die Nachruhe unterbrechen, wo es allgemein bekannt ist, wie wichtig ein gesunder Schlaf ist.

Aber vor allem schadet es der Psyche, sich zu demütigen (man betrachte die entwürdigende Gebetshaltung, die der Islam fordert) und sich in ein mentales Gefängnis zu sperren, in dem man Regeln nicht befolgt, weil man sie verstanden hat, sondern weil es so befohlen wurde, basta. Sowas nimmt dem Menschen die Würde.

Freiheit und Menschenwürde gehören für mich untrennbar zum Menschen. Selbst wenn er die freiwillig abgibt, richtet er Schaden an sich selbst an. Manchmal auch an anderen, wenn er aufgrund des Frustes, die seine eigene Unfreiheit angesichts der Freiheit anderer bei ihm auslöst, "Rache" an diesen anderen übt. 

Zur Natur des Menschen gehört Selberdenken, nicht bedingungsloses Gehorchen.

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@Zicke52

Zur Natur des Menschen gehört Selberdenken,

Ja, genau, das habe ich gemacht. Und mich dann, ohne Zwang entschieden Allah zu dienen und zu gehorchen.

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Du fragst "Warum lassen..." - sie haben doch keine andere Wahl. Es geht ja ab der Geburt los, dass ein Kind mit den muslimischen Traditionen und in der Glaubensgemeinschaft aufwächst. Es ist fast ausschließlich vom Islamverein umgeben, da (gläubige und praktizierende) Moslems ja im Gegensatz zu den meisten Christen, ihre Zeit fast ausschließlich mit ihresgleichen verbringen. Wie soll ein Kind daher nicht indoktriniert werden? Sie lasen sich den eigenen Willen also nicht nehmen, sondern hatten nie einen.

@Freddy4: Natürlich hat man eine Wahl, spätestens als Erwachsener.

Ein Kind ist der Indoktrination ziemlich schutzlos ausgeliefert, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Warum sollte ich an dem zweifeln, was meine Eltern und Lehrer mir sagten? Das glaubte ich felsenfest.

Aber irgendwann setzt der Denkprozess ein. War ziemlich spät bei mir, und hat auch sehr lange gedauert, bis meine rationalen Überlegungen auch das letzte Fitzelchen von "was, wenn doch was dran wäre" ausgemerzt hatten.

Ja, es ist nicht leicht, sich aus Indoktrination zu lösen. Unmöglich ist es nicht, ich würde sogar sagen: für jeden Erwachsenen ist Selberdenken Pflicht.

Und wenn dieses Selberdenken auch nicht zwingend aus der Religion führt, so sollte es zumindest zu grossen Zweifeln daran führen. Denn der völlige Mangel an Beweisen für jede religiöse Behauptung kann doch keinem Menschen entgehen. Im schlimmsten Fall käme man zum Schluss "vielleicht ist es so, vielleicht aber auch nicht".

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Weil sie religiös sozialisiert, also geprägt sind fast wie eine Münze, in die ein Stempel eingedrückt wird. Es bedarf viel Kraft und Willensstärke, diese Prägung zu überwinden.

Diese Prägung arbeitet mit Belohnung (dazugehören; später Paradies mit Freuden) und Angst (isoliert werden; später Höllenfeuer). Gerade die Angst, und das Schuldgefühl (Gebot Nr. xxx übertreten?!) gehören zu den stärksten Manipulationsmitteln. 

Dazu gibt es ein Sinnangebot, das alles Unerklärliche als Wirkung eines Gottes erklärt. Menschen brauchen Sinn. Und nicht alle schaffen sich einen eigenen Sinn im Leben.

Indoktrination und Verknechtung sind Begriffe aus unserer heutigen Sicht auf Götter.

Es gab schon immer Religionen seit es Menschen gibt. Es liegt an der Spiritualität, die dem Menschen eigen ist. Die Sinnfrage stellt sich kein Tier.

Wenn es je Menschenopfer für Götter und gegen Geister gab, so lief das nur ab, weil es dafür einen Konsens der Gesellschaft gab und das Individuum dazu bereit war. Es war der eigene Wille, sich einem Gott zu opfern.

Weil sie und ich angst haben dass es nach dem Tod nichts ist

warum gehst du spezifisch auf den Islam ein. Solche extremisten haben einen schwachen geist und selbstwertgefühl. Ihre bestätigung suchen sie sich deshalb in der religion - in allen Religionen gibt es solche

LoL, Gegenfrage: warum lassen sich so viele Menschen von einem Staat, von Politikern und Medien so sehr indoktrinieren? Zu denen gehörst du scheinbar, denn sonst würdest du nicht so einen Käse fragen.

weil die masse der menschheit nicht clever genug ist.

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