Warum lassen sich Mitglieder einer Partei das Parteiprogramm eingeben, anstatt nach den eigenen moralischen Vorstellungen zu handeln?

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1 Antwort

Hei, Yael20, so recht du hast, so muss du aber auch bedenken: 40 Millionen Wähler in Deutschland haben möglicherweise 40 Millionen Meinungen ... also würden sie sich nie einigen. Als Mitglied einer Partei folgt man diesen Überlegungen: Wie ist ihre grundsätzliche Haltung zu Menschenrechten, Menschenwürde, zu Freiheit, zu Kultur, zu Religion, zu Wirtschaft, zu Solidarität,  zu Subsidiarität und so - und dann sagst du: Ja, das Programm dieser Partei kommt meinen Vorstellungen am nächsten, und es lohnt sich, sie zu unterstützen. In Alltags- und Einzelfragen kannst du anderer Meinung sein als deine Partei, klar, mehr Geld für Hartz-4-Leute, Flüchtlinge draußen lassen, Euro abschaffen, weniger Straßenbau, Banken abschaffen undsofort.

Und auch beim nächsten Wahlsonntag musst du diese Entscheidung treffen: Welche Partei ist das kleinere Übel, welche kommt meinen Vorstellungen am nächsten - und dafür musst du (leider) auch manche Kröte als Wähler und als Parteimitglied schlucken, die dir nicht so behagt.

Man kann auch hergehen und nach der Schönheit der Nase urteilen, die ein  Politiker dir auf dem Plakat entgegenreckt, oder nach der Frisur, den Klamotten oder dem Geschlecht. Aber wäre - wer so handelt - ein politisch ernst zu nehmender Mensch? (Mein alter Mathe-Lehrer sagte:) "W.c". ~~ das sollte dann "wohl kaum" heißen. Viele Grüße!

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Kommentar von Yael20
05.03.2016, 17:48

Besteht auch die Möglichkeit sich parteilos in der Politik zu engagieren und nur eine Aufwandsentschädigung zu beziehen ? 

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