Warum landen Marsmissionen nicht in der Nähe der eisigen Polkappen, obwohl es oft um die Suche nach den Bausteinen des Lebens (bspw. Wasser, Aminosäuren) geht?

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3 Antworten

1. Es gibt immer eine Antwort, wenn man lange genug und richtig sucht. Leider sagst Du nicht, wo Du bisher geschaut hast. 

2. Die Fachleute werden schon wissen, warum sie welche Landezone aussuchen. So sagt die ESA: 

"Da der Hauptzweck des ExoMars-Rovers die Suche nach Anzeichen von Leben ist, muss der Landeplatz Hinweise auf das frühere Vorkommen größerer Mengen an flüssigem Wasser bieten. Gleichzeitig muss er eine ganze Anzahl von technischen Voraussetzungen erfüllen. Unter anderem muss die Landeellipse frei von Gesteinsbrocken sein und möglichst niedrig liegen, so dass die Marsatmosphäre die Raumsonde stark abbremsen kann." (ESA, 08/2016) 

Und alle diese Bedingungen scheinen an den Polkappen wohl nicht erfüllt zu sein. 

3. Fast immer fliegen Raumflugkörper ihre Auf- und Abstiegsbahnen in der der Äquatorebene; das hat himmelsmechanische und wohl auch technische (Mehrgewicht infolge eines Mehrverbrauchs an Treibstoff) als Gründe. 

4. "... Nähe des Victoria-Kraters liegt, den er seit seiner Landung erforschte. Dieses Relikt eines Meteoriteneinschlags befindet sich in der Ebene „ Meridiani Planum“, die sich in der Nähe des Äquators des Roten Planeten erstreckt."

Und weiter: 

"Schon in seinem ersten Jahr fand der Späher geologische Hinweise auf flüssiges Wasser und Grundwasser, das in der fernen Vergangenheit in seinem Landegebiet geflossen sein muss. Danach zeigten weitere Gesteinsanalysen, dass sich die Umgebung dort im Lauf der Zeit stark veränderte." (Focus von 09/2008 über einen NASA-Bericht) 

Dass sich also Wasser nur an den Polkappen befinden muss, kann man so nicht sagen. 

"... um etwa 20 Prozent der Oberfläche zu bedecken, ergaben die Berechnungen. Den Forschern zufolge hat das Wasser im Norden des Planeten einen großen Ozean gebildet, denn hier liegen auch heute noch weitreichende Tiefebenen." (Bild der Wissenschaft, 03/2015 - Originalbericht in Science: 10.1126/science.aaa3630, "Strong water isotopic anomalies in the martian atmosphere: Probing current and ancient reservoirs") 

Hier geht es um "schweres" Wasser, bei dem ein Wasserstoffatom durch Deuterium ersetzt ist. Das könnte sich gehalten haben. Eine Karte, die nach den Berechnung angefertigt wurde, zeigt, dass der Ozean bis an den Äquator heranreichte. Also kann man auch dort suchen. 

Vorschlag: Du fragst einfach mal bei der ESA nach oder recherchierst in der Deutschen Nationalbibliothek nach Hochschulschriften oder Forschungsberichten. 

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Ich bin kein Fachmann für den Mars, aber ich könnte mir zB vorstellen, dass dort die Energieversorgung mittels Solarpanels schwieriger ist.

Dazu natürlich allgemein die Temperaturen, die auf dem MArs sowiso nicht so hoch sind.


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Es ist zu vermuten,dass es an den Polarkappen härtere Umstände für die Astronauten geben wird,um aufwendige Aufwertung deren Ausrüstung zu vermeiden, wird zuerst an anderen Stellen gesucht.

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