Warum landen Flugzeuge so?

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11 Antworten

Beim Fliegen wirken auf das Flugzeug immer mehrere Kräfte. Für diese Antwort sind zwei besonders interessant: zum einen die Gewichtskraft und zum Anderen der Auftrieb des Flügels. Will man horizontal fliegen, muss der Auftrieb genauso groß sein, wie die Schwerkraft, weil sich dann beide Kräfte aufheben. Da sich die Gewichtskraft in einer kurzen Zeit wenig ändert, muss man also den Auftrieb verändern, um das Steigen oder Sinken zu beeinflussen. Will man sinken, muss man den Auftrieb geringer machen, will man steigen, muss man ihn erhöhen. Bis jetzt ist es eigentlich ganz einfach.

Nun wird es ein wenig komplizierter. Um den Auftrieb vom Flügel zu beeinflussen und das Flugzeug so zu steuern, muss man wissen, wovon der Auftrieb abhängt. Das sind nämlich hauptsächlich:

  1. Die Profilform vom Flügel
  2. Die Fläche vom Flügel
  3. Die Geschwindigkeit, mit der die Luft um den Flügel strömt
  4. Der Winkel zwischen der Luft und dem Flügelprofil.

Also hat man vier Möglichkeiten, den Auftrieb zu beeinflussen. Und in der Fliegerei benutzt man tatsächlich alle vier:

  1. Die Profilform kann man mit den Landeklappen verändern, um mehr oder weniger Auftrieb bei gleichbleibender Geschwindigkeit zu haben. Das braucht man beim Starten und Landen.
  2. Auch die Fläche vom Flügel wird mit den Landeklappen (bei Verkehrsflugzeugen zumindest) vergrößert oder verkleinert. Sie klappen ja nicht nur runter, sondern fahren auch nach hinten und vorne aus, also verändert sich auch die Fläche.
  3. Die Geschwindigkeit ändert man vor allem im Landeanflug so, dass man einem bestimmten Gleitprofil folgt.
  4. Den Winkel zur Luft (Anstellwinkel) kann man kurzzeitig mit dem Höhenruder steuern. Das benutzt man beim Starten, um bei einer vorher bestimmten Geschwindigkeit abzuheben. Das benutzt man aber auch beim Landen, um kurz vor dem Aufsetzen die Sinkgeschwindigkeit zu senken und "sanft" zu landen.

Gleichzeitig möchte man natürlich mit der geringstmöglichen Geschwindigkeit landen (weil man dann weniger Bahn zum Bremsen braucht). Man muss also bei der kleinsten Geschwindigkeit möglichst viel Auftrieb rausholen. Daher benutzt man dann kurz vor dem Aufsetzen die Methoden 1,2 und 4 gleichzeitig, d.h. Landeklappen voll ausgefahren und Anstellwinkel möglichst hoch (bis nahe am Strömungsabriss).

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Der Vorderteil ist zunächst unten um stabil an Höhe zu verlieren ohne "Probleme" vom Wind zu bekommen. Kurz vor der Landung wird der Vorderteil nach oben gezogen, um nicht das Vorderrad zu überlasten und somit die ganze Last auf den Hinterreifen zu verteilen. Vorallem geht es darum, dass die Landung nicht so hart und unsicher wird, wie würde es sich den bitte anfühlen, wenn man auf den einen Vorderreifen landen würde, ziemlich harte Landung + Flugzeug würde nach links oder rechts "umfallen".

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um mit dem gewicht zu bremsen. ausserdem ist es unklug wenn man mit der nase zuerst landet. das fahrwerk könnte unter der ungleichmäßig belastung zusammenbrechen und dann gibt es einen schweren ggf tödlichen unfall

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Das hängt mit der Geschwindigkeit des Flugzeuges ab, daß es schneller gebremst wird. Durch das Aufstellen der Nase wird mehr Reibung durch die Luft erzeugt --> das Flugzeug wird schneller abgebremst !

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Wie die anderen schon schrieben, muss das Flugzeug sachte auf die Piste, also langsam sinken. Dabei muss sich aber das Flugzeug auch langsam vorwärts bewegen, weil Pisten nunmal begrenzt sind.

Beides erreicht man mit der aufsteigenden Haltung, maximaler Auftrieb bei vertretbar geringer Geschwindigkeit.

Die kommen aber aus 11.000m Höhe an. Wenn die so - langsam - von da oben runtergesunken kommen, dauert ein Landeanflug drei Tage.

Schnell runter kommt man, wenn man die Nase runterdrückt. So überwindet man schnell die ersten 10.000 Höhenmeter. Und dann wird auf den langsamen Sinkflug umgeschaltet.

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Man landet auf dem Hauptfahrwerk und nicht auf dem Bugfahrwerk, um dieses nicht zu überlasten. Dazu wird bei der Landung die Nase hochgezogen, was auch noch den Vorteil hat, dass man so ein wenig mit bremsen kann.

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Hallo,

erstmal "Glückwunsch", für diese eindeutige Zeichnung.

Eigentlich ist das doch klar. Wenn du mit dem Fahrrad fährst, und lehnst dich nach vorn, wirst du mit weniger Kraft schneller, wenn du dich dann voll aufrichtest, bremst dich der Luftwiderstand.

Flugzeug : Nase runter, fällt fast alleine runter, zum weichen abbremsen Nase hoch. Dann weich aufsetzen. (klappt leider nicht immer).

Gruß

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Weil hinten die großen stabilen Räder für die Landung sind. Außerdem wir so die maximale Flügelfläche ausgenutzt und das Flugzeug kann besonders langsam landen.

Es gibt auch Flugzeuge, die landen anders rum und setzen mit dem Vorderrad auf.

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Kommentar von Stertzel
25.01.2013, 10:11

Es gab und gibt nicht ein Flugzeug auf diesem Planeten was mit dem Bugrad zuerst aufsetzt.

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Die Nase wird kurz vor dem Aufsetzen hochgezogen um das Flugzeug abzubremsen, der Antrieb ist dann ja gedrosselt und das Flugzeug kann dadurch nicht steigen, wird aber langsamer durch die angestellten Flügel.

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Man setzt eigentlich mit Speed Stall auf. Deshalb wird die Nase nach oben gehalten.

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Hast du einmal einen Vogel anders landen sehen? Das hat physikalische Ursachen! TIPP: Auftrieb googlen!

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