Warum lässt sich Gold gut verformen?

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4 Antworten

Das liegt an der Art der Packung.

Bei Metallen gibt es 3 Haupttypen:

  1. Kubisch dichteste = kubisch flächenzentrierte Packung (fcc)
  2. Hexagonal dichteste Packung (hcp)
  3. Kubisch innenzentrierte = kubisch raumzentrierte Packung (bcc)

Bei 1. und 2. ist jedes Metallatom von 12 Atomen umgeben, bei 3. nur von 8.

1 und 2 bestehen aus dichtesten Schichten, wo also in der Fläche jedes Atom von 6 anderen umgeben ist. Entlang dieser Schichten lassen sich Metallkristalle besonders gut verschieben, ohne dass die Bindung zerstört wird.

Der Unterschied ist der, dass bei 1. in vier Raumrichtungen solche dichtesten Schichten existieren, bei 2. nur in einer.
Und bei 3. überhaupt keine.

Die Angabe in Klammern bezieht sich übrigens auf englische Fachbegriff, wie in https://de.wikipedia.org/wiki/Kristallstruktur
Und bevor du nachfragst, eine einfache Regel, welches Metall in welchem Gitter vorkommt, kenne ich nicht. EInige, z.B. Eisen treten auch je nach Temperatur in verschiedenen Formen vor.

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Eine gute Frage, die Antwort ist aber nicht wirklich trivial. Beim Gold tritt ein ähnlicher Effekt wie beim Quecksilber ein, beide Elemente sind "weicher" (bei Gold spricht man von "duktil", also leicht verformbar) als man vielleicht erwarten würde. Das liegt bei diesen schweren Elementen auch an einem "relativistischen Effekt".

https://de.wikipedia.org/wiki/Relativistischer_Effekt

Auch die abweichende Farbe von Gold (z.B. im Vergleich mit Silber, welches eine "normale" Metallfarbe hat, nämlich silbrig-glänzend) hängt damit zusammen.

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Leicht verformbar zu sein ist eine typische Metalleigenschaft. Manche Metalle sind weicher als andere, aber die meisten sind weicher als alle Nichtmetalle.

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weil Gold ein relativ weiches Metall ist

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