Warum lässt man Hunde kastrieren, nur damit die Zeugungsunfähig sind?

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13 Antworten

Es gibt wenig Themen, die so umstritten sind und so stark polarisieren wie das der Kastration. BARF vielleicht noch :-)

Meine Hündinnen waren und sind kastriet und müssen Dir nicht leid tun. ;-)

Sie führen ein völlig normales, freies und aktives Hundeleben. Sie sind nicht mehr scheinträchtig, haben keine seelischen und psychischen Probleme und keine prall gefüllten, schmerzhaften Milchleisten mehr.

Auch die kastrierten Rüden, die ich kenne, müssen Dir nicht leid tun. Sie sind glücklich, fröhlich, sozial und aktiv. Ok... sie haben keinen Streß wegen ständig läufiger Hündinnen in der Umgebung und fressen auch ganz normal ihr Futter, ohne in regelmäßigen Abständen ganze Fastenwochen einzulegen, laufen nicht mehr Nächte lang unruhig hechelnd durch die Wohnung, weil sie am liebsten 24 Stunden am Tag draußen sein und läufige Hündinnen besuchen wollen, aber sonst gehts ihnen gut. ;-)

Es gibt Studien, die besagen, daß bei kastrierten Hündinnen das Risiko, an Gesäugetumoren zu erkranken, minimiert wird. Außerdem bekommen sie logischerweise keinen Gebährmutterkrebs und keine Gebährmutterentzündung (die unerkannt schnell zur tödlichen Gefahr werden kann) mehr, denn die Gebährmutter ist ja raus.

Im Gegenzug gibt es auch Studien, die das mit der Minimierung des Krebsrisikos widerlegen.

Es ist halt mit solchen Studien immer gleich - kommt drauf an, wer sie in Auftrag gibt. ;-)

Außerdem muß man wissen, daß eine Kastration sowohl beim Rüden, als auch bei der Hündin mit einer Wesensveränderung einhergehen kann - zum positiven, aber auch zum negativen. Ist ein Rüde nur unerzogen, wird sich an seinem Verhalten durch die Kastration jedoch nichts ändern. Kastration ersetzt keine Erziehung.

Letztlich hängt die Entscheidung für oder gegen eine Kastration immer individuell vom Hund ab. Der Eingriff erfolgt unter Narkose und stellt schon daher ein Risiko dar. Bei der Hündin kommt dazu, daß es ein ziemlich großer Eingriff ist, wo sich auch bei der Wundheilungen Komplikationen ergeben können. Das muß man einfach wissen und gewissenhaft abwägen.

Wenn bei Rüden der Hoden im Bauchraum ist, muß er generell operativ rausgeholt werden. Hoden sind nicht dafür "gemacht", die höhere Temperatur im Körper (im Vergleich zum Hodensack) auszuhalten und können daher leicht entarten.

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Hallo, 

Hunde muss man im Gegensatz zu Katzen, Frettchen etc. nicht mal unbedingt kastrieren. Viele Halter machen das auch nicht mehr. Es gibt sogar schon Fachbücher die eindeutig gegen eine Kastration sprechen und Verhaltensänderungen, Unsauberkeit etc. als Folge nennen. 

Ich persönlich finde auch, dass es ein bisschen zu selbstverständlich ist Tiere zu kastrieren. Man entfernt ihnen schließlich unter Vollnarkose Organe nur um sie uns anzupassen. 

Manchmal gehts aber auch nicht anders. In Tierheimen, wo mehrere Hunde in einem Zwinger sind muss man kastrieren. 

Ich hatte, bis au einmal, nur Tierschutzhunde die kastriert waren und ehrlich gesagt keine Probleme, wie sie so oft beschrieben werden. Trotzdem würde ich, wenn ich mal einen unkastrierten Hund kriegen sollte, ihn nicht kastrieren lassen. Es seidem es muss aus gesundheitlichen Gründen erfolgen. Beim Rüden macht es einfach kein Sinn. Und Hündinnen werden nur 2x im Jahr läufig. Da wird man es ja wohl noch hinkriegen besser aufzupassen. 

Von sogenannten "Vorsorge-Kastrationen" halte ich auch nix. Dann müsste ich ja vorsorglich den ganzen Hund auseinandernehmen, er könnte sich ja schließlich mal das Bein brechen oder herzkrank werden und und und. Wenn der Hund wegen eine vorsorglichen Kastration während der Narkose stirbt, dann bedenke mal er hätte vielleicht nie eine Gebärmuttervereiterung bekommen und dafür noch Jahre leben können. 

Ich sehe absolut kein Pro bei Hundekastrationen. Aber hier scheiden sich die Geister. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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Kommentar von azervo
26.04.2016, 17:49

@VanyVeggie   Meine Mutter hatte ungefähr Deine Ansichten. Und eigentlich sind diese Ansichten nicht falsch. Nur gab es dann 2 Probleme:

Unser Hund "Peggy" interessierte sich für ein Weibchen was ein paar Kilometer weit weg wohnte. Eines Tages ist er ausgerissen und wurde dann von einem Auto überfahren.

Und später gab es "Patty" die ich absolut streng "gehütet" habe. Sie war nur einmal höchstens 5 Minuten weg. Nach ein paar Wochen hat sie dann 6 Kinder bekommen. Meine Mutter hätte bis dahin geschworen, dass der "Liebesakt" mindestens eine halbe Stunde dauert. Zudem hatte ich Patty noch die Pille gegeben, weil ich befürchtete, dass sie ein Nachbasrshund "vergewaltigt".

Seit diesen beiden Ereignissen, bin ich eher dafür auch Hunde zu kastreren (bei Katzen ist das der einzige praktikable Weg.)

Die "Pille" für Haustiere ... die können sich die Apotheker an den Hut stecken. Man weiss nie, ganz sicher, dass das Tier die nicht ausspuckt oder erbricht,


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Solange der Hund nicht unter seiner Natur leidet und man auch die nötige Kompetenz besitzt z.B. auf seine Läufige Hündin aufzupassen ist weder Kastrieren noch Sterilisieren nötig (es kann übrigens beides bei beiden Geschlechtern durchgeführt werden.)

Wichtig ist es aber dann wenn man z.B. einen Rüden hat der extrem leidet sobald eine läufige Hündin in der Nähe ist.

Oder z.B. auch bei den Leuten die nicht fähig sind auf ihren Rüden / Ihre Hündin aufzupassen.

Gibt auch einige gesundheitliche Faktoren wo man es machen lassen sollte.

Aber so an sich sollte man es NIE tun solange es keinen ganz speziellen Grund hat, der Hund gesund ist und er nicht leidet. 

Aber leid muss einem da im Grunde nichts tun. Angenehm ist es wohl nicht stimmt, aber der Hund wird das auch nicht vermissen.

Leid müssen einem nur die Hunde tun wo die Besitzer zu unfähig für die Erziehung sind und dann den rüde kastrieren lassen weil sie hoffen dadurch bessert sich das Verhalten. 

Meine Hündin lass ich auch nur sterilisieren falls mein zweit Hund ein rüde werden sollte. 

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Kastration beim Rüden pros : natürlich möchte man  vermeiden dass der Hund irgendwelchen läufigen Hündinnen hinterherläuft, verhinderung von Hodentumoren, bei Entzündungen in dem Bereich ist Kastration sinnvoll, twl wird dazu geraten weil sich das revierverhalten verändern soll ( Aber : das fehlen von so viel testesteron führt nicht unbedingt zu einem weniger aggressiven Revierverhalten) . Wird der Hund kastriert hat das natürlich zu Folge das sich der Hormonhaushalt verändert  und somit sich auch sein Verhalten und sein Körper verändern kann. 

Bei Hündin spricht man fälschlicherweise immer von "Sterilisation" , obwohl es sich meistens um eine Kastration handelt. Bei einer Kastration werden die Ovarien entfernt, bei Sterilisation wird hingegen nur der Eileiter getrennt, Der Hormonhaushalt bleibt also bei Sterilisation vorhanden. 

Pros : - Vorbeugung von Gebärmutterkrebs, Mamatumoren(d.h. also Gesäugetumore) 

Aber man sollte die Vorteile immer nur mit bedacht betrachten. Eine Operation bedeutet für einen Hund natürlich immer eine Anstrengung, zudem kann sich dadurch Verhalten und Körper im negativen Sinne verändern (Dick werden, aggressivität, twl Inkontinenz.) 

Nunja Kastration ist beim Hund nicht nötig, solange er immer gut gehalten wird und man diesen auch nicht durch die Gegend streunern lässt.  Bei Katze hingegen deswegen sinnvoll, weil diese durch die Stadt streunern und auch wenn süße kleine Katzenbabys toll sind- Wir haben viel zu viele Katzen die im Tierheim landen, oder Katzenbabys die im Teich ertränkt werden.    

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Kommentar von azervo
27.04.2016, 19:02

Die Verblödete Situation mit dem Geschwätz von der Sterilisation und der Kastration geht mir langsam auf die Nerfen.

Es wird dringend Zeit, dass wir uns (weltweit) auf die folgende Terminologie einigen:

1. STERILISATION = das ist die Entfernung der Ovarien (= das was Du "Kastration nennst) bei WEIBLICHEN Tieren

2. KASTRATION = eine Entfernung des Hodens bei männlichen Tieren

3. EILEITERUNTERBINDUNG (= Tubenligatur) = die Unterbindung des Eileiters/des Samenleiters. Das ist, zumindestens bei weiblichen Katzen, eine grausame Tierquälerei.

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Ich lasse meine Hunde nie kastrieren - habe und hatte immer intakte Hunde sowohl bei den Hündinen als auch bei den Rüden.

Jetzt habe ich einen intakten Rüden und eine intakte Hündin. In dem Fall habe ich natürlich den Nachteil, dass ich sie während der Stehtage trennen muß. Daher wohnt meine Hündin seit 1 Woche bei meiner Freundin.

Viele haben aber nur einen Rüden oder nur eine Hündin. Somit eigentlich kein Problem. Klar gibt es mal Ausnahmen - Rüden die hyper Sexuell sind und völlig durchdrehen, wenn eine läufige Hündin in der Nähe wohnt. Oft geht das aber mit Erziehung wunderbar. Aber es gibt Ausnahmen und da verstehe ich eine Kastra. Manchmal gibt es auch krankheitsbedingte Dinge, die eine Kastra nötig machen wie zb Hodenkrebs, Gebärmutterentzündung.

Meistens jedoch machen es sich die Leute zu einfach und lassen einfach kastrieren ohne Grund - nur weil sie keine Lust haben bei einer Hündin zweimal im Jahr aufzupassen oder einen Rüden nicht wirklich erziehen. Oft sind es aber auch die Tierärzte, die einfach gerne für eine Kastra sprechen. Die geben dann Argumente wie - einfacher zu erziehen, keinen Krebs etc. Das ist jedoch totaler Quatsch. Der Tierarzt verdient aber eine Menge an der Kastra und an den Nachfolgen. Denn viele Kastraten haben Schilddrüsenprobleme, Verhaltensstörungen, Inkondinenz etc. Auch das Knochenkrebsrisiko ist sehr erhöht und die Argumentation, dass kastrierte Hündinen keine Mama Turmore bekommen, ist einfach schlichtweg falsch.

Eine Kastration ist ein extrem grosser Eingriff in das Hormonsystem - des so früher, des so schlimmer.

Eine Kastra ist auch gesetzlich verboten - nur erlaubt aus medizinischem Grund. Leider interessiert das weder die Halter noch die Tierärzte.

Ausnahme und wo es ganz klar ist, im Tierschutz - da muß man kastrieren. Und ganz klar bei zb Katzen.

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Manche Hunde müssen aus gesundheitlichen Gründen kastriert werden. Und manche Rüdesheim leiden extrem unter läufigen Hündinnen in der Nachbarschaft (fressen tagelang nichts, sitzen nur noch jaulend vor der Tür, bekommen Durchfall und/oder Fieber, ...). Bevor man sie aber endgültig kastriert, kann man ihnen erst einen chemischen Kastrationschip einsetzen lassen, um zu gucken, ob sich das Verhalten bessert. Ansonsten macht eine Kastration in Deutschland nur Sinn, wenn man ein gemischtes Rudel hat. Die Erziehung kann durch eine Kastration nicht ersetzt werden!

In Ländern wie Rumänien, Bulgarien, Griechenland oder Spanien, also Ländern mit vielen Straßenhunden, ist es was anderes. Denn das Problem kann man nur mit Kastrationsprogrammen und Aufklärungen in den Griff bekommen. 

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Man sollte Hunde nur kastrieren, wenn es medizinisch indiziert ist. Unser Rüde ist z. Bsp. kastriert worden, da er, wenn unsere Hündin heiß war, wie verrückt herumsprang, total ausrastete und sich selbst gefährdete, da er eine HD von Geburt an hat. 

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Ich würde einen meiner Rüden nur kastrieren lassen wenn sie extrem unter der Läufigkeit der Hündinnen in der Nachbarschaft leiden würden. Extrem wäre für mich tagelange Verweigerung des Fressens und stundenlanges rumheulen.

Ich sehe, wenn ein Hund nicht so sehr leidet, keinen Vorteil an einer Kastration.

Ein Nachteil ist, dass sich eine Kastration auf das Verhalten auswirken kann. Ein bereits unsicherer Hund wird durch das fehlende Testosteron eventuell noch unsicherer.

Eine Sterilisation wird nur noch selten durchgeführt. Auch Hündinnen werden kastriert.

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Ja Weibchen werden auch sterilisiert und es geht mehr darum das es bereits genug hunde gibt die im Tierheim auf ein Herrchen warten.

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Wenn keine echten Gründe vorliegen, dann wird aus Dummheit und Bequemlichkeit kastriert.

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Es geht auch um das verhalten manche Hunde werden dadurch ruhiger und verhalten sich nicht so daneben

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Mein Hund ist kastriert allerdings kam er so aus Spanien zu uns. Im Ausland hat es den Grund das sie sich nicht ständig vermehren sollen....

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Bei Kastration gehen die nicht so leicht "streunen"

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