Warum kümmerst du dich um den Splitter im Auge deines Bruders und bemerkst nicht den Balken ...

13 Antworten

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Die vermeintlichen Fehler der Anderen fallen immer mehr auf als die Eigenen. Selbst deren kleine Verfehlungen werden im Gegensatz zum eigenen größerem Fehlverhalten überbewertet.

Dieses Bibelzitat braucht keine Transformation in die Moderne. Ob 700 vor christus oder heute, diesbezüglich ist sich der Mensch gleich geblieben. Wir haben kein vollkommenes Wissen und keine umfassende Bewertung und den Blick in die Zukunft schon gar nicht. Wir sind fehlbar. Es ist eine Frage menschlicher Größe, damit unaufgeregt umgehen zu können. Um solche Menschen zu treffen, muss man leise sein, denn meistens lieben sie nicht das Laute.

Einen Unterschied zwischen 700 vor Chr. und heute gibt es allerdings: Damals brauchten die Menschen viel Gold an sich, um sich ihrer Größe zu vergewissern, heute brauchen sie viel Blech um sich und ein Handy am Ohr, das blinkt und quitscht und "Dieser ist der Größte" schreit.

Zitat:"Dieses Bibelzitat braucht keine Transformation in die Moderne."Zitat Ende

Warum denn nicht?

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@Schreiberlilli

@Schreiberlilli

In einem Merkmal wird sich der Mensch immer gleich bleiben: Er ist fehlbar. Nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung - haben wohl schon immer Menschen versucht, von den eigenen Fehlern abzulenken. Wenn man die Fehler anderer in die Aufmerksamkeit zerrt, ist die Chance, dass die eigenen verdeckt bleiben, einfach größer. Das kann man als Lebensstrategie so sehr einüben, dass man es letztendlich selbst glaubt. Man erinnere z.B. das Verhalten der Parteien nach Wahlen: Verloren haben immer nur die anderen. Es gehört schon eine Menge wirkliche Stärke dazu, eigene Fehler zu sehen und zuzugeben, ohne sich deswegen "minderwertig" vorzukommen.

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Im Prinzip besteht zwischen den Menschen damals und den Menschen heute kein Unterschied. Das Prinzip ist immer noch dasselbe. Es gibt nun mal einfach Menschen, die lieber vor der Tür des Nachbarn kehren, damit sie den Dreck vor der eigenen Tür nicht sehen müssen.

Viele Menschen mögen es nicht, wenn sie an anderen Menschen Fehler sehen, die sie selber auch haben. Es ist als ob sie vor einem Spiegel stehen würden, der ihnen ihre eigene "Hässlichkeit", ihre eigenen Fehler die sie verdrängt haben, zeigt. Verdrängtes sieht kein Mensch gern. Sonst hätte er/sie es ja nicht verdrängt, mal einfach ausgedrückt. Also wird über den Anderen gelästert. "Man empört sich." Es ist der Drang, selbst besser dazustehen als man ist. Oft werden sogar die eigenen Fehler auf einen Mitmenschen, oft auch aus der eigenen Familie, projiziert, um sich und andere von den eigenen Fehlern und Schwächen, abzulenken. Aber mach das mal einem dieser Menschen klar. Ist es ein Narzist / eine Narzistin, dann hast Du keine Chance.

Es gibt nicht wenige Menschen, die sehr genau wissen, was andere nicht richtig machen. Und die sehr genau wissen, was andere tun müssten oder wie andere bestraft werden müssten. Das sind Menschen mir einem sehr geringen Selbstwertgefühl. So die Psychiater, die in jeder Diagnose einschließlich Ferndiagnosen, Diagnosen nach Aktenlage(wenn sie ihre Diagnosen von anderen abschreiben) und in den psychiatrischen Gutachten sehr wohl wissen, was andere Menschen alles falsch machen und warum sie schlecht sind und warum sie unzurechnungsfähig und eingesperrt werden müssen. Aber Psychiater sehen nicht, dass sie selbst morden, wenn sie ihre Patienten mit Psychopharmaka abfüllen, die keine heilende, sondern eine gehirnzerstörende Wirkung haben.

Was ist mit einem Menschen, der Stimmen von Geistern hört, die ihm befohlen haben, seine Mutter umzubringen, was er dann auch getan hat? Muss man da nicht die Diagnose "wahnhafte Störung" geben und gleichzeitig die Gefährlichkeit des Menschen feststellen und andere Menschen vor ihm beschützen? Und wenn man weiß, dass man mit der Gabe von Neuroleptika seine Stimmen zum schweigen bringen kann und der Mann auf diese Weise weniger gefährlich sein wird, muss man ihm diese Medikamente dann nicht verschreiben? Und wenn ein Psychiater das tut, "mordet" er dann?

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@Laertes

Ich sehe das nicht als erwiesen an, weil vieles, was Menschen sagen auch eine Ausrede sein kann. Außerdem habe ich gerade einen Artikel von infowars abgeschrieben und einen Bericht von Bundesinstitut für Medizinprodukte und Arzeneimittel über die unerwünschten Wirkungen von Psychopharmaka, wie Selbstmord, Selbstverletzungen, Feindseligkeiten und Aggressionen. von 1989 . 2009

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@Laertes

Es gibt keinen Nachweis über diese psychiatrischen Krankheiten, die diagnostiziert werden , Prof.Dr. Adler, aber es gibt Statistiken über die Wirkungen und Risiken von Psychophamaka. www.wikipedia.de z.B. oder Beipackzeltel, allerdings sind diese noch auf "kann" Beschreibungen bagatellisiert. Damit der Patient immer denkt, das kommt nur bei anderen vor - bei mir nicht .

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@Igelin

Was meinst Du mit "vieles, was Menschen sagen auch eine Ausrede sein kann". Der Mensch, den ich beschrieben habe, hört wirklich Stimmen von Geistern, die ihm grausame Befehle geben, das ist keine Ausrede. Und nachdem er Neuroleptika bekommen hat, hört er diese Stimmen einfach nicht mehr. Auch das ist keine Ausrede. Aber mit einem hast Du ja völlig recht: diese Medikamente machen Nebenwirkungen, die teilweise nicht angenehm sind und sie können auch langfristig Nebenwirkungen haben. Man muss also abwägen, was schlimmer ist: die Nebenwirkungen des Medikaments oder die Auswirkungen der Geisterstimmen auf den Menschen und seine Umgebung.

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@Igelin

Das Wort "Psychische Krankheit" hab ich hier gar nicht benutzt. Ich habe nur von einem Menschen berichtet, der unter etwas leidet, das er mit seinem Willen nicht abstellen kann. Und für mich ist das die Definition einer Krankheit. Findest Du nicht auch? Ich finde, wir sind da klüger als Prof. Dr. Adler, denn auch wenn es keinen Bluttest auf psychische Krankheiten gibt, heißt das doch nicht, dass es keine solchen Krankheiten gibt. Sie zeigen sich eben nur anders. Nämlich in der persönlichen Beschreibung des Leidens von einzelnen Menschen. Man sollte Prof. Adler mal mitteilen, dass jeder Mensch selbst weiß, ob er seelisch krank ist, auch ohne Prof. Adlers Zustimmung. Und gerade Du solltest das doch verstehen. Du bist doch diejenige, die an die Existenz von Geistern glaubt, obwohl man die mit den Methoden von Prof. Adler niemals nachweisen könnte.

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Also ich denke, dass es bedeuten soll, dass du anderen Menschen helfen willst, jedoch nicht kannst, da du selbst mindestens genau so viele Probleme hast. Man könnte auch sagen: Jeder hat seinen eigenen Rucksack durchs leben zu tragen.

Ebenfalls könnte es bedeuten, dass man anderen immer hinterher redet und ihnen Sachen anhängt, obwohl man selbst schon viel mehr angestellt hat. Da es ja in der Bibel Hauptsächlich um Sünden handelt uswusf. ist also Vermutung 2 wahrscheinlicher.

vlg. :)

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