Warum kritisieren Islamkritiker nicht Deutschland dafür, dass Blasphemie hier bestraft wird, dafür aber die muslimischen Ländern?


17.02.2020, 21:34

In Deutschland ist es laut paragraph 166 strafbar und die Cdu will ihn noch verschärfen. Da sagt kein islamkritiker was.

12 Antworten

Informiere dich einfach mal, bevor du mit Falschinformationen eine Frage "begründest"!

Außerdem gibt es sehr wohl Kritik am § 166, weil er Gläubigen Macht verleiht. Es müssen ja nur 100.000 Gläubige drohen, Randale zu machen, wenn jemand ihren Glauben "beleidigt". Die Chance, dass der Richter sauber zwischen Beleidigung und Beschimpfung unterscheidet und die Tatsache herausschält, dass ja nicht die Beschimpfung, sondern die Drohung den öffentlichen Frieden gefährdet, ist sicher nicht 100 %.

Seufz. Und was kommt dabei heraus, wenn man vergleicht

wann man bestraft wird? (Ursache der Bestrafung)

wie hoch die Strafen sind?

Die Beantwortung überlasse ich dir.

Noch interessanter: wieso fragen das Leute ständig in letzter Zeit? (meine Vermutung: man saugt sich etwas aus den Fingern - egal wie sehr der Vergleich auch hinken mag - damit man wieder mal was kritisieren kann)

Wir haben hier keinen Gottesstaat, und die Hürde zur Bestrafung ist enorm hoch hier (Störung des öffentlichen Friedens, es genügt nicht, wenn man sagt "es gibt keinen Gott").

Was? Du sagst es gibt keinen Gott?

Damit hast du meinen Frieden vollöfferntlich gestört. Der is kaputt jetz. Öffentlich kaputt.

So

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Der Paragraph besagt nicht das Blasphemie verboten ist, sondern die Beleidigung von religiösen Bekenntnissen und ihren Weltanschauungen in einer Weise die den öffentlichen Frieden stört.

Also Hetze um es stark vereinfacht auszudrücken.

Blasphemie hingegen ist schon die Behauptung "Deinen/Diesen Gott gibt es nicht."

In 13 Ländern, die alle islamisch geprägt sind, steht auf Blasphemie die Todesstrafe. Öffentlich zu sagen dass es Gott nicht gibt, wird dort mit dem Tode bestraft.

In Deutschland darfst du das sagen. Was du nicht sagen darfst, ist etwas das als Störung des öffentlichen Friedens und als Beleidigung von Religionen gewertet werden kann. Und die Strafe beträgt maximal 3 Jahre Haft.

Diese beiden Strafen kann man also nicht miteinander vergleichen und die Kritik am Islam und diesen Ländern ist durchaus berechtigt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Recherchen und Forschungen

wie kommt es dann, dass das recht katholische Irland solchen Käse mit kühnem Schwung aus dem lokalen Strafgesetz entfernt hat ? :p

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@Ranzino

Was hat Irland damit zu tun? Die Frage dreht sich um muslimische Länder und Deutschland.

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@Andrastor

der Rest der westlichen Welt hat diesen Blödsinn offensichtlich hinter sich gelassen. :D

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Wo wird in Deutschland Blasphemie bestraft? Davon hab ich noch nie was gehört.

(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Das trifft nur dann zu, wenn nach deiner Aussage Kriege ausbrechen würden (im übertriebenen Sinne). In Deutschland darf man durchaus was gegen Religon sagen, sonst würden sich alle Atheisten strafbar machen. Abgesehen davon ist Blasphemie ja oft schon wenn man einen anderen glauben hat. Falls du das nicht weißt, in Deutschland gibt es eine Religonsfreiheit.

lies mal den Wikipedia-Artikel über die letzten Fälle, wo es sehr wohl Verurteilungen und Anklagen gab. das offizielle Deutschland ist da nicht wirklich besser als der Islam, es passiert nur seltener.

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Aus dem Humanistischen Pressedienst HPD

Der "Gotteslästerungsparagraph" 166 gehört abgeschafft

Der § 166 wird mit der Begründung verteidigt, religiöse Gefühle dürften nicht beleidigt werden. Dabei wird verkannt, dass der Paragraph nicht religiöse Gefühle schützen soll, sondern die öffentliche Ordnung.

Was ist das Problem?

Menschen verdienen Schutz vor Beleidigung, nicht Doktrinen, Ideologien oder Religionen.

Hier weiterlesen

https://hpd.de/artikel/gotteslaesterungsparagraph-166-gehoert-abgeschafft-17075

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@vonGizycki

Der HPD ist zum Glück bei diesem Thema in keinster Weise voreingenommen und komplett neutral. (Ironie)

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@Hessen001

Es geht darum was vernünftig ist und was nicht. Und für die Vernunft gibt es genug Gründe sie hochzuhalten.

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Wem würde denn eine solche Abschaffung nützen? Solchen Leuten, die jetzt schon regelmäßig gegen Glaubensrichtungen hetzen. Die könnten sich mit ihren Hasstiraden dann sogar auf das Gesetz berufen. Dieser Paragraph schützt ja nicht nur ausschließlich das Christentum, sondern alle Religionen. Vernünftige Leute verzichten ohnehin auf Verleumdung, Hass oder Hetze. Und den Unvernünftigen muss man es nicht noch zusätzlich erlauben.

Den Blasphemie-Paragraphen wollen doch nur die abschaffen, die mal so richtig ungehemmt gegen die Religionen austeilen wollen; mal so richtig den Hass rausschreien. Nützt das dem friedlichen Zusammenhalt unserer Gesellschaft? Nein!

Während man in arabischen Ländern die Todesstrafe dafür bekommt, dass man als Christin aus dem Becher eines Muslims getrunken hat (wie beim Fall Asia Bibi), so schützt der deutsche Paragraph religiöse Gemeinschaften vor Verleumdung und Verunglimpfung.

"Die Religion ist ein unglaublich emotionales Thema. Es gibt Menschen, die man mit den falschen Worten sehr stark verletzen kann. Die Religion ist keine politische Partei, die man mal so einfach beschimpfen kann." (Manfred Bockelmann)

Da viele Menschen heute kaum noch Respekt vor irgendwas haben und heutzutage Bespuckung und Gewalt gegen Polizisten und Schaffner zum Alltag gehört, ist es natürlich schwer vermittelbar, warum man vor Gläubigen Respekt haben sollte.

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