warum Krawalle bei g20?

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10 Antworten

Teilweise waren die Krawalle Ausdruck von Wut und Ohnmächtigkeit über die bestehenden Verhältnisse, zu großen Teilen wurden diese Krawalle, vorallem in der Schanze, von Erlebnistourist*innen getragen, die halt immer schon mal was kaputt machen wollten.

Diese Krawalle hätte es auch gegeben, wenn die USA weiterhin Mitglied der Pariser Abkommens wären.

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hat mehrere Gründe:

  • "Gewalt ist die Waffe der Ohnmächtigen" (Fanon)
  • bloße Latsch-Demos steckt der hiesige Staat grinsend einfach weg
  • oftmals fängt die Polizei an zu provozierwen, so auch in Hamburg, als sie das Zeltlager friedlicher Demonstranten einfach zerstörte als auch beschlagnahmte
  • Gewalt erfolgt auch als Gegenwehr der Polizisten, wenn sie mit Schlagstöcken und Tränengas loslegen
  • Gewalt ging nicht nur von den Autonomen Linken aus, es gab auch zahlreiche Wutbürger, die sich mal rächen wollten, so z.B. der von der BILD-Zeitung aufgezeigte 19-jährige Kevin, sowie ein Mann mit primitiven Gesicht mittleren Alters, der einen großen Stein warf. Ersterer ist so`b Typ Marke Heimzögling, bei der Oma wohnend, der mittleren Alters sehr wahrascheinlich ein Hartz-IV Empfänger. Das alles sind keine Linken, haben keine Ahnung von Politik, wollen aber als Wutbürger endlich mal losschlagen.
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Doktorelektrik 13.07.2017, 20:52

Gründe im Sinne irgend einer Legitimation oder rationell zulässigen Erklärung sehe ich keine. Mag aber sein, dass deine Liste die Motivation der Gewaltverbrecher zutreffend beschreibt. Insofern sehe ich hier einen Riesen-Unterschied dieser Aufzählung zu deiner persönlichen Einstellung - Gott sei Dank!

Daher möchte ich ergänzen:

Goebbels hat auch schon mal so argumentiert. Wird es damit korrekt, das man Gewalt verniedlicht?

  • "Gewalt ist die Waffe der Dummheit und Menschenverachtung" (ich)
  • "der Staat grinst nicht, Demokratie stellt gewaltfreie Kommunikation dar" (auch ich)
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voayager 13.07.2017, 22:19
@Doktorelektrik

dort wo es den Leuten unter den Nägeln brennt, sind Salon-Diskussionen völlig deplaziert

mit grisnenden Staat, übrigens metaphorisch gemeint ist die eine oder andere spöttische Bemerkung, das belustigte Augenbrauen lüften gemeint, über die sich halt Staatsfiguren mokieren.

Gewaltfreie Kommunikation ist zwar eine zivilisierte "Angelegenheit", durchaus erstrebenswert, allerdings nur dort, wo nicht menschliche Interessen massiv tangiert werden, denn bekanntlich wird durch eine gewaltfreie Kommunikation keine handfesten Probleme bereinigt.

Was genau könnte eine Alternative zur Gewalt sein? Maßgebliche schweizer Bürger hoben mal in einer Fwernsehdiskussion hervor, dass es Ausschreitungen wie bei Stuttgart 21 garnicht in der Schweiz geben könne, alldieweil dort die Eidgenossen von vornherein in alle maßgeblichen Entscheidungsprozesse einbezogen werden. So ist es nämlich bei einer direkten Demokratie. Es ist also gut vorstellbar, dass bei solch einer Herrschaftsform eben nicht das Gefühl der Ohnmacht zahlreicher Menschen kommt und daher sich Gewalt erübrigt. Da es hier dies nicht gibt, kommt es eben zu unangenehmen Eskalationen, die wahrscheinlich nach helvetischer Art eben sehr viel weniger dann vorkommen.

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<SARKASMUS ein>

Klar ja. Denn wenn ich meinem Nachbarn das Auto zerstöre und auch einen Laden plündere, hat das ganz klar positiven Einfluss auf die Außenpolitik der USA.

<SARKSMUS aus>

geht´s noch????

Wer sucht denn da nach einer Legitimation oder gar rationellen Erklärung für Hass und Zerstörungswut sowie Gewalt an anderen oder deren Gütern?

Ich dachte immer, Politiker sollten auch miteinander reden, und nun ist das auch nicht genehm. Ja wie hätte es klein Fritzchen aus der roten Flora denn gern?

Was hat Krawall also mit der politischen Einstellung zu einem Land zu tun?

Diese Art der Argumentation erinnert mich an die Geschichte:
es war einmal ein Politiker mit einem kleinen Schnauzbart - schon damals wurden solche Argumente-Ketten angezettelt - und jeder weiß, was aus der Gewalt geworden ist...

Noch idiotischer finde ich es, dass manche Bürger "konkrete Ergebnisse" vom Gipfel sofort erwarten, aber im eigenen Land sofort nach einem Volksentscheid selbst für kleinste Investitionen oder Entscheidungen fordern - was denn nun? Sollen die Politiker nun zu Diktatoren mutieren und sofort alles spontan selbst und unumkehrbar entscheiden oder dürfen die vielleicht auch mal demokratisch korrekt zu Hause dann "regieren" und versuchen, das auch durchzusetzten, was besprochen wurde, auch "legal"?

Warum wird die Ethik und die Redlichkeit so mit Füßen getreten, wer hat das nötig?

Oder wie der Hamburger sagt: tut das Not?

"Abstimmungen" mit geworfenen Steinen gab es schon in der Bibel......damals auch schon als Tötungsverfahren bekannt gemacht - und heute??? "Der will nur spielen???"

Wie blöd sind "Menschen", die das meinen, dass man mit Steinwürfen sich nur demokratisch in seiner Meinung äußert?

 Ach ja: die Polizei ist also dran Schuld- na prima, dann schaffen wir die ab, und alles ist friedlich. das Molotow-Cocktail, was vorbereitet mitgebracht wurde, ist offenbar sehr schlau- es wußte ja schon, dass es provoziert wird und ist deshalb legal mitgekommen - zur freien Meinungsäußerung!

Ich "kotze", wenn ich so einen Gewalt-verherrlichenden Müll hier auch noch lesen muss....


 

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Für manche Gruppen der Autonomen, die an solchen Demos vorzuweise teilnehmen, ist jede Form, bei der die Staatsregierung sowas wie "Macht" demonstriert, ein Dorn im Auge..

Durch das Treffen der 20 wichtigsten Regierungschefs der Welt, war der Bedarf an Sicherheitsmaßnahmen entsprechend hoch. Durch das große Aufgebot an Polizeikräften, also die exekutive Staatsgewalt, besteht von Anfang an schon eine ernorme Spannung. Sowohl bei den Anarchisten oder Autonomen, als auch bei den Polizeibeamten.

Da hat dann wohl nur ein betrunkener Demonstrat gereicht, der eine Flasche geworfen hat, um die Polizei aktiv werden zu lassen gegen alle Demonstranten, was dann wiederum diesen Teil der Demonstranten dazu provoziert, sich dem entgegenzusetzen, aus ihren eigenen Gründen...

Da passt einfach der Spruch: "Gewalt erzeugt immer Gegengewalt", egal wer damit anfängt.

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Was konnte man vom G 20 Gipfel erwarten?
Antwort: Nichts
Treffen sich die Präsidenten Xi Jinping (China), Donald Trump (USA), Recep Tayyip Erdogan (Türkei) und Wladimir Putin (Russland) in Hamburg, um über weltweit faire Wettbewerbsbedingungen, den Abbau von Protektionismus und den globalen Kampf gegen Armut zu diskutieren. Klingt wie der Beginn eines Witzes, nicht wahr? Leider gibt es keine Pointe, aber schon der Versuch an sich, bei diesen und noch vielen weiteren Themen in nur zwei Tagen zu irgendeiner Einigung zu kommen, wenn diese vier Herren und Vertreter aus weiteren 31 Regierungen und Institutionen zusammenkommen, ist lachhaft genug.
Wenn all die Gipfel der vergangenen Jahre eines gezeigt haben, dann, dass es nicht gelingen wird, globale Ziele in einer gemeinsamen Anstrengung zu erreichen. Viel zu sehr wird auf die eigenen Vorteile geschaut, viel zu sehr glauben die Politiker die Anliegen ihres Landes über alles andere stellen zu müssen. Wie immer wird viel zu kurzfristig gedacht werden, maximal bis zu drei Monate über die nächste nationale Wahl hinaus – natürlich abgesehen von den Vertretern aus den Ländern, die sich nicht wirklich um Wahlen scheren und die trotzdem in Hamburg mit viel Pomp herzlich willkommen geheißen werden.
Nein, Gipfel wie der in Hamburg sind unnütz, und die dafür ausgebenen Steuergelder von locker über 100 Millionen Euro rausgeschmissenes Geld.

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Man hat diese Krawallbrüder zu lange als "erlebnisorientierte Jugendliche" betrachtet und ihnen zu lange zugesehen.

Und wenn mal einer vor Gericht kam, dann konnte er das oft mit Bewährung und Sozialarbeit verlasse,

Jetzt - auf einmal - fordert die hohe Politik "härtere Strafen".

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Die linksextremen wollten es nicht hinnehmen, dass Politiker aus aller Welt, hier auf Staatskosten essen, in den schicksten Hotels unterkommen und sogar auf Staat sein Nacken in die Oper gehen. Ich kann die Leute verstehen, aber nicht ihre Taten. 

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Wapiti201264 13.07.2017, 11:34

Deswegen gab es diesen extremen Terror aber nicht.

Deswegen gab es diese Riesen-Demo mit 50.000 Teilnehmern, die FRIEDLICH verlief. Im Gegensatz zu der "Welcome2Hell"...

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theage2334 13.07.2017, 11:39
@Wapiti201264

Da hast du recht, den Terror gab es weil diese Extremisten Idioten sind, aber ich denke trotzdem das dieser auf der Grundlage der Demo beruht. Andernfalls kann ich mir nicht Vorstellen was die sonst dazu getrieben hat einfach mal so alles in Schutt und Asche zu legen. Hätten sie ja sonst auch an jedem anderen Tag machen können

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Delveng 13.07.2017, 11:59

Liebe(r) theage2334,

Du bist nicht wirklich gut informiert.

Die Kosten für An- und Abreise und die Kosten für die Unterkunft trugen alle Gäste selbst.

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theage2334 13.07.2017, 12:02
@Delveng

Das kann sehr gut sein, ich hab das aus einer seriös wirkenden Doku, in der sogar einer aus dem Schwarzen block interviewt wurde (jedenfalls angeblich). Bei Interesse kann ich dir die auch hier reinlinken. Danke fürs aufklären und eine Entschuldigung für das Verbreiten von Bauernfängerei. 

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Nein.

Der gewalttätige Teil der linksextremistischen Szene hat ein affines, taktisches Verhältnis zur Gewalt. Sie ist Mittel zum Zweck. Man möchte den Staat gezielt zu verschärfter "faschistischer Unterdrückung" provozieren und dadurch sowohl Legitimation wie breitere Unterstützung für die eigenen Anliegen generieren.

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Meine Meinung: Da sind Terror-Touris angereist, die einfach nur Bock auf Randale hatten.

Und ob der Trumpeltier nun irgendwo mitmacht oder nicht, ist sowas von schnuppe.

Der nächste US-Präsident wird eh wieder mitziehen, man kann da nicht einfach so aussteigen wie aus einer U-Bahn.

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Liebe(r) loriiigloriii,

die Kravalle in Hamburg entstanden, weil kriminelle Autonome aus ganz Europa eine solche Aktion nutzen, um Gewalt ausüben zu können.

Wer Gast auf dem Gipfel ist, spielt dabei keine Rolle.

Freundliche Grüße

Delveng
2017-07-13, Donnerstag, 11:53

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